Reif über gelebten Marxismus

Marcel Reif, jeden Sonntag in einer Bundesliga-Kolumne im TagesspiegelLive aus dem Stadion“, schreibt diesmal zum 14ten Spieltag:

[...] In Zeiten ungebremsten Brutalo-Kapitalismus ist ausgerechnet in der deutschen Fußball-Bundesliga ein Stück gelebter Marxismus zu beobachten: Das Sein bestimmt das Bewusstsein.

Belege? Bitte schön: Mit Scheinen schafft der FC Schalke 04 ein ganz besonderes Bewusstsein, nämlich jenes, das die Gegenwart nicht zählt, sondern nur eine ungewisse Zukunft. Jedes Transferbegehren kann schließlich auch als Misstrauensvotum an die derzeitige Mannschaft gewertet werden. So spielt sie auch [...] Und dass so ein Junge, wie der Bursche Hinkel, nicht dem Lockruf des Geldes erliegt, ist fast schon die nächste Ohrfeige fürs Kapital. Das Sein, nämlich Erfolg und Spaß in Stuttgart, bestimmt sein Bewusstsein.

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Verlaufsoffener Samstag

Das war ja ein richtig amüsanter Bundesliga-Spieltag. An normalen Spieltagen kann man sich locker durch 5 bis 7 Spiele zappen, heute bin ich nicht weiter als zu Spiel 3 gekommen.

Bei HSV – Bremen gab es eine grausige erste Halbzeit der Hamburger, die dann nach Jekyll/Hyde-Manier aus der Kabine kamen und, klassische Reporter-Floskel, über den Kampf ins Spiel zurückfanden. Das war spielerisch nicht vom obersten Regal, aber überaus spannend, zumal es auch immer heißer her ging und mit der Zeit dann auch diverse Feuerzeuge, Handys und Fotoapparate aufs Feld flogen. Am Ende, nicht ungerecht, 1:1

Bayern – Köln hatte ich eigentlich nicht richtig auf dem Radar, bekam aber mit wie Wolff Fuss beim 0:1 von Voronin beherzt zwei bis drei Stimmbänder opferte.…

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Nachtwache

Diese Woche in der Nacht aufzustehen um NBA zu sehen, das war kein Spaß. Zweimal riesige Klatschen. Erst Pacers – Timberwolves 98:75, die Timberwolves haben bis auf Kevin Garnett nur Backsteine geworfen.

Und heute nacht die Lakers – Spurs 103:87, wobei die Lakers im dritten Viertel phasenweise mehr als 30 Punkte Vorsprung hatten. Die Spurs hatten eine Wurfquote von roundabout 30%, die Lakers lagen bei 60%. Ohne Worte. Das war ein Trainingsspiel, bei dem sich die Lakers unterm Korb die Bälle durchstecken konnten, als wären die Spurs nicht in der Halle. Überhaupt nichts zu sehen von den Defense-Problemen der Lakers, die zuletzt bei den Auswärtsspielen zu beobachten waren.

Merkwürdig waren einige Zuschauerkommentare auf PREMIERE, die die Spurs auf die ganze Saison betrachtet, schlechter einschätzen als die Mavericks.…

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