Die letzten Vier in San Antonio

Die Final Four, das Halbfinale der College-Meisterschaften im Basketball stehen heute an, PREMIERE überträgt beide Finals heute nacht um 1h bzw. 2h45.

1h00: Oklahoma State Cowboys – Georgia Tech Yellow Jackets

Drei Jahre nach einem Flugzeugabsturz der das Leben von zehn Oklahoma State-Spieler kostete, erleben beide Teams ihre Premiere bei einem Final-Four-Turnier.

Beide Teams sind sich nicht unähnlich. Es sind schnelle Teams, die das Tempo hoch halten, aber nichtsdestotrotz von ihrer Abwehr leben.

Die Yellow Jackets sorgten zu Saisonbeginn für Furore, als sie recht dominant ihre Spiele gewann und u.a. UConn schlugen (s.u.). Die Gelbjacken spielen eine eher intellektuelle Abwehr, wechseln häufig das Abwehrsystem und versuchen damit dem Gegner den Rythmus zu nehmen. Es wird mit allem geblockt, gehalten, gesperrt.

In der Offense spielt man häufig “Pick and Rolls” mit Jack und Schenscher oder schnell gesetzten 3er. Schenscher gilt im übrigen gleichzeitig als Schwachstelle der Defense, die die Oklahoma Cowboys schnell versuchen werden rauszufoulen.

Die Cowboys bevorzugen ebenfalls eine sehr offensive Manndeckung, wobei sie viele Steals suchen indem sie in die Passwege springen. Man provoziert Fehler des Gegners um diese in schnellen Gegenangriffen zu verwerten.

Oklahoma sollte eigentlich das stärkere Team sein. Physischer und eher mit Sieger-Mentalität ausgestattet. Spielentscheidend wird aber sein, welches Team sich am ehesten in Fehler treiben läßt.

2h45: Duke Blue Devils – UConn Huskies

Das Kuriosum des Spiels ist das Faktum das Duke ausnahmslos in den Rankings besser plaziert ist, aber Conneticut als Favorit in das Spiel geht. Duke hat keine wirkliche Herausforderung in den Playoffs gehabt, während Conneticuts Programm als schwerer eingeschätzt wurde.

Conneticut erntet dabei die Früchte zwanzig Jahr währender Aufbauarbeit, die UConn aus dem Mittelmaß hin zu einer der am meisten respektiertesten Sportprogrammen an Universitäten machten.

UConns Stärke ist Ausgeglichenheit in der Offense und eine der besten Defenses der NCAA, die den Gegner zu Würfen aus schlechten Positionen zwingt und in eine schlechte Wurfquote treibt. “Gravitätszentrum” der Abwehr ist Emeka Okafor, der ein aggressiver “Vorwärtsverteidiger” ist.

In der Offense spielt UConn ähnlich wie die Dallas Mavericks mit einer quicken Transition, also einem schnellen Wechsel von Defense in die Offense.

Agressive Verteidigung ist auch das Stichwort für die Blue Devils, die eine sehr physische Manndeckung spielen und den Gegner früh attackieren. Als Schwäche der Devils gilt die Defense unterm Korb, wo es ihnen an einen behenden großen Mann fehlt.

Vorteil für die Blue Devils wenn sie es schaffen UConn vom Korb wegzuhalten.

Reaktionen

  1. Wo kann man Kommentare eingeben?

    Nach elf Jahren habe ich die Kommentare im Blog mangels Zeit für Kommentarverwaltung geschlossen. Es kann noch kommentiert werden. Es ist aber etwas umständlicher geworden.

    1. Das Kommentarblog http://allesausseraas.de/, aufgezogen von den Lesern @sternburgexport und @jimmi2times
    2. Sogenannte „Webmentions“ mit einem eigenen Blog. Siehe IndieWebCamp