Hands up

Was man in den DFB-Regeln im Internet findet:

11. Absichtliches Handspiel liegt vor, wenn der Ball mit der Hand oder dem Arm gehalten, gestoßen oder geschlagen wird. Wird der Ball jedoch aus kurzer Entfernung gegen den normal gehaltenen Arm geschossen, so ist dies nicht als Absicht zu werten.

(Regel 12, Punkt 11 der DFB-Anweisungen)

Das ist erstaunlich dünn, wenn man die Fußball-Kommentatoren hört, die, je nach Gusto, von “angeschossen”, “Hand ging zum Ball”, “unnatürliche Armbewegung” oder “anliegender Arm” sprechen.

Unter der Lupe betrachtet, bietet die Regel tatsächlich viel Interpretationsspielraum: “normal gehaltenen Arm” oder “aus kurzer Entfernung“.

Als heute in der ersten Halbzeit Lautern – Bielefeld ein roter Teufel den Ball mit dem Arm berührte, redeten auf PREMIERE die beiden Reporter, der (unerträgliche) Tom Bender und der (an und für sich grandiose) Tom Beyer (Bayer?) vom klaren Handspiel und Dusel für Lautern und damit einer evtl.…

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Was vom 11ten Spieltag übrig bleibt

(zumindest von seinen ersten drei Vierteln)

Trainer Doll

Drittes Spiel in Folge ohne Niederlage. Fortuna schmeißt dem HSV derzeit mit Kübeln alles Glück dieser Welt, was Toppmöller gefehlt hat. Nach der 1:0-Führung für die Elbe lassen die sich von den Weser-Jungs an die Wand drücken. Teils wegen Pech, teils wegen Tölpelhaftigkeit, reicht es nicht für mehr als ein Unentschieden.

Und Doll?

Er versucht Ruhe in die Mannschaft zu bringen, spielt zum dritten Mal hintereinander mit nahezu unverändertem Kader. Es war seine Idee Boulahrouz neben Van Buyten in die Abwehrkette zu stellen und das durchzuziehen. Toppmöller blieb dieser Geistesblitz versagt.

Der Doll als Typ? Ich hatte ihn als Spieler immer als eher simpel gestrickten Mann in Erinnerung. Das Nach-Spiel-Interview auf PREMIERE war mein erstes das ich von Trainer Doll gesehen habe.…

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Perlen vor die Säue

Ein Thema das bei mir für Adrenalinspiegel sorgt, sind die unmöglichen Spielansetzungen der Bundesliga. Das gibt es in keiner anderen europäischen Topliga, das Spitzenspiele so gnadenlos innerhalb des normalen Spielplans ausgetragen werden.

Da hat man seit Jahr und Tag den Sonntags-Termin, der es ermöglichen würde Top-Spielen eine exponiertere Stellung zu geben. Stattdessen gibt es sonntags, 17h30 fast ausschließlich “Luschenspiele” zu sehen, an diesem Wochenende Lautern – Bielefeld, Rostock – Nürnberg. HSV – Schalke nächste Woche ist die goldene Ausnahme. Die Top-Spiele werden hingegen samstags, 15h30 in Konkurrenz zu sechs anderen Bundesliga-Spielen versendet. Bremen – Hamburg. Oder Schalke – Stuttgart. Von mir aus auch Dortmund – Leverkusen oder Gladbach – Bayern.

Die Europacup-Spiele können nicht als Entschuldigung herangezogen werden, da früher die “Sonntagsteams” mittwochs angetreten sind.…

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Zeilensport: wenn der China-Mann bescheisst

In der heutigen FAZ gibt es einen langen Artikel von Zhou Deong über die Lage beim chinesischen Fußball. Aufhänger ist die Entlassung von Nationaltrainer Arie Haan (yep, der aus Stuttgart)

Gegen Haan [wurde] eine Hetzkampagne losgetreten [...], und zwar von den Sportfunktionären, die damit versuchen, von ihren eigenen Problemen abzulenken.

In Peking tagte das nationale Sportbüro. Es faßte den einstimmigen Beschluß, daß Haan für die nahezu aussichtslose Lage die Hauptverantwortung trage. In den Medien kursiert seitdem eine “Zehn-Punkte-Anklageschrift” gegen den Holländer, die der verantwortliche Vizepräsident des chinesischen Fußballverbandes, Yan Shiduo, verfaßt haben soll.
[...]
Schließlich sei Haan mit einem falschen Sendungsbewußtsein gekommen: Er komme, um China zu retten. In Wahrheit aber gehe es ihm bloß ums Geld, wie die “Shanghai Morning Post” in einer “Enthüllungsstory” am 18.

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Gestern die Patriots, heute die Sox, morgen der Kerry?

Heute nacht ist eine der längsten Serien der Sportgeschichte zu Ende gegangen: das 86 Jahre andauernde Scheitern der Boston Red Sox.

Vor 86 Jahren haben die Red Sox zum letzten Mal den Baseball-Titel geholt. Seitdem hielten die Bostoner ihre Mannschaft verflucht. Nach dem letzten Gewinn im Jahre 1918 verkaufte der neue Besitzer der Red Sox den damals besten Baseballspieler (und vielleicht den besten Spieler ever) “Babe” Ruth an den Erzrivalen, die New York Yankees.

Und seitdem scheiterten die Red Sox unter teilweise absurdesten Umständen, mitunter nur einen Schlag vom Titelgewinn oder zumindest Finaleinzug entfernt. Erst letztes Jahr scheiterte man im Spiel 7 um den Finaleinzug an den Yankees als der Coach nicht rechtzeitig erkannte, das sein Star-Pitcher Martinez einbrechen würde.…

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