Championship-Sunday in der NFL

Gesucht: die beiden Mannschaften für den Super Bowl. Die vorletzte Station der NFL-Saison wird heute abend in Indianapolis und New Orleans ausgespielt: die Endspiele der Meisterschaften der AFC-Conference und der NFC-Conference. Die Colts waren einer jener Favoriten die schon zu Saisonbeginn in dieses Endspiel getippt wurden, während die NY Jets ebenso als Überraschung durchgehen dürften, wie die Minnesota Vikings. Die New Orleans Saints gehören seit 3-4 Jahren irgendwie dazu und irgendwie hat es immer wieder an etwas gefehlt, weswegen die Saints nicht als Riesenüberraschung gelten, aber in einer ausgeglichenen NFC auch nicht als Topfavorit galten.

AFC-Championship: Indianapolis Colts – NY Jets

So 21h00

Über das Spiel kann man nicht schreiben ohne eine Referenz auf Super Bowl III, 1969, zu machen, als die New York Jets als riesiger Underdog (18 Punkte-Underdog) in das Endspiel gegen die Baltimore Colts gingen und völlig überraschend 16:7 gewannen. Noch heute wird die Super Bowl III in den USA sporthistorisch als eine der größten Sensationen gewertet.

Die Colts waren damals der Vertreter der lange etablierten NFL, während die Jets zu der damals gerade neun Jahre alten AFL gehörten. Die beiden ersten Super Bowls waren jeweils deutliche Siege für den NFL-Vertreter und im Vorfeld haben sich die Colts über die Jets lustig gemacht: “dies wird das erste Profi-Football-Spiel für die Jets werden“. Drei Tage vor dem Endspiel hatte Jets-QB Joe Namath die Schnauze voll und diktierte den Journalisten in die Blöcke: “We’re gonna win the game. I guarantee” – der Auftakt zu zahlreichen weiteren “Garantien” die US-Profisportler fortan abgaben.

So kam es dann auch: QB Namath führte die Jets als erstes AFL-Team zum Sieg und wurde zum MVP der Partie gewählt. Namath wurde der erste Football-Spieler der in die Popkultur einzog: ein Womanizer vor dem Herrn, mit zahlreichen Fernsehauftritten und Werbespots – sein Spitzname wurde nicht von ungefähr Broadway Joe.

Der plötzliche Turnaround der NY Jets nach dem Kollaps in der zweiten Saisonhälfte 2008 war nicht erwartet worden, aber im Laufe dieser Saison haben sich die Jets per Statistik als eines der besten NFL-Teams erwiesen: die beste Defense des Landes (nach Yards und Punkten) und die beste Lauf-Offense. Trainiert werden sie von einem besessenen Headcoach Rex Ryan (den die NY Times von seiner äußeren Erscheinung mit dem verstorbenen Komiker John Candy vergleicht).

Auf der andere Seite die AFC-Großmacht Indianapolts Colts: eine eindimensionale, paßlastige Offense mit durchschnittlicher Defense, rund um QB Peyton Manning, einem der souveränsten Quarterbacks in dieser Epoche, aber gleichzeitig auch einer der farblosesten außerhalb des Spielfeld. Ein Mann der außerhalb des Spielfeldes derart frei von Drama und Aura zu sein scheint, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass er später Beamter in der Umsatzsteuerabteilung des lokalen Finanzamtes wird.

Das AFC-Championship Game bringt die zweitbeste Pass-Offense mit Manning gegen die beste Defense der Jets.

Was immer wieder vergessen wird, wenn die Indianapolis Colts mit ihren Limits in Offense und Defense gegen Teams vom Typus der Jets spielen, ist die 2006er-Super Bowl-Saison der Colts, als sie nach vielen vergeblichen Anläufen in den Playoffs, es geschafft haben, auf eine dreckige und ökonomische Spielweise umzustellen. Im Vordergrund stand nicht mehr den Gegner mit Offensegewalt aus dem Stadion zu blasen, sondern genügend zu tun, um vorne zu bleiben.

Dass die Colts diese Saison wieder in diesen Modus umschalten können, haben sie gegen die Baltimore Ravens gezeigt, die aufgrund ihrer giftigen Defense und ihrem starken Laufspiel auf dem Papier prädistiniert waren, den Colts Probleme zu bereiten. Das Spiel gewannen aber die Colts mit 20:3, hielten eines der besten Laufoffenses der Liga bei mauen 87yds und konnten 33 Minuten auf der Uhr wegbrennen, obwohl eine passlastige Offense alles andere als dafür geeignet ist, den Gegner lange vom Platz zu halten. Manning wurde nur zweimal gesackt und machte nur eine Interception. Die Ravens hingegen mit 2 INTs und zwei lost fumbles.

Ähnlich wie die Ravens werden auch die Jets mit einem jungen QB spielen, dem noch nicht soviel zugetraut wird, als das man ihm die Last der Offense auf die Schultern legen möchte. Das Laufspiel der Jets ist nur einen Hauch physischer als dass der Ravens. Die Verteilung des Laufspiels auf RB Jones und RB Greene ähnelt beim Raumgewinn der Verteilung bei den Ravens, bei der schieren Zahl der Läufe konzentriert es sich bei den Jets mehr auf Jones als bei den Ravens auf ihren rushing leader RB Rice.

Die Colts-Defense ist ungewöhnlich, weil sie immer noch auf Geschwindigkeit ausgelegt ist und damit eigentlich entsprechend wenig physisch ist, um permanent Laufspiel zu stoppen. Aber das ist ihnen 2006 gelungen und es ist ihnen gegen Baltimore gelungen.

Für mich gehen die Colts als klare Favoriten ins Spiel. Damit den Jets die Überraschung gelingt, brauchen sie ein absolut fehlerloses Spiel der Defense. Sie müssen die Manning-Drives frühzeitig abwürgen, müssen 1st Downs verhindern und dürfen nicht durch Strafen die Colts-Drives am Leben erhalten, wie es die Ravens gemacht haben. Wenn ihnen das gelingt, wird aus der Kiste ein ganz enges Spiel.

Las Vegas sieht die Colts auch recht weit vorne, gibt einen Spread zwischen 8 und 8,5 Punkten an. Wer gewinnt, kann seiner Freundin schöne Strumpfhosen kaufen. ich hätte da einen Tipp:

NFC-Championship: New Orleans Saints – Minnesota Vikings

So/Mo 0h40

Nach Meinung der Sportwetten in Las Vegas geht es heute nacht im NFC-Championship Game wesentlich enger zu: als Spread wird 3,5 bis 4 vorgegeben.

Die New Orleans Saints gehören zu jenen Teams, die nahezu permanent am Bodensatz der Tabelle kratzen und nur Ende der 80er und Anfang der 90er mit vier Playoff-Teilnahmen in sechs Jahren einen besseren Lauf hatten. “Besserer Lauf” heißt: in der ersten Playoff-Runde rausgeflogen.

In diesem Jahrzehnt hatte man immer wieder bessere Spielzeiten, ohne aber Konstanz zu zeigen. 2001 gewann man das erste Playoff-Spiel der Franchise-Geschichte und zog in die Divisional Playoffs ein – wo man ausgerechnet gegen die Vikings 16:34 verlor. Sechs Jahre später und mit dem Hurricane Katrina-Drama im Rücken, zog man das letzte Mal in die Playoffs ein und verlor wieder das zweite Playoff-Spiel: die NFC-Championship gegen die Bears. Apropos Katrina – vermutlich wird auch heute an der Legende weitergestrickt, wie enorm wichtig die Saints für das Selbstbewusstsein von New Orleans nach den schlimmen Verwüstungen sind. Das hört sich für mich nach einem ähnlichen Ammenmärchen an, wie der Glaube dass van Nistelrooy vorallem deswegen zum HSV kommt, weil Mathijssen und van der Vaart vom leckeren Matjes in Hamburg schwärmen. Fakt ist, dass die Stadt New Orleans immer noch am Boden liegt und weiterhin nur 70% der Einwohnerzahl von vor dem Hurricane besitzt.

Bis dato gehören die Saints zu eines von fünf NFL-Teams dass es noch nie bis in den Super Bowl geschafft hat.

Bemerkenswert war auch die Saints-Ära Ende der 70er, als die Saints zwar keine Winning Seasons hatten, aber mit Archie Manning einen der besseren QBs dieser Ära. Archie Manning ist der Spieler der noch am ehesten mit den Saints in Verbindung gebracht wird, nicht zuletzt weil er auch nach Karriereende in New Orleans blieb.

Archie Manning ist für den heutigen Sonntag Gold für jeden Moderator, denn mit ihm lassen sich 1A-Überleitungen schnitzen, ist er doch zum Beispiel der Vater vom weiter oben erwähnten, keimfreien Peyton Manning, dem QB der Indianapolis Colts. Als wäre das nicht genug: Archie Manning verließ nach 10 Jahren die Saints und spielte nach einem kurzen Intermezzo bei den Houston Oilers auch noch zwei Spielzeiten lang bei den Minnesota Vikings.

Die aktuell bessere Phase der Saints erklärt sich mit einer Reihe von Top-Picks (RB McAllister, RB Bush) und Trades der letzten Jahre (QB Brees) und der Verpflichtung von Headcoach Sean Payton 2006 – einem Headcoach von dem nicht jeder eine hohe Meinung hat.

Die Offense-Seite hat Payton recht schnell in Schwung gebracht – kein Problem, denn das Spielermaterial in der Offense war schon hochkarätig. Probleme gab es immer wieder mit der Defense – vorallem die Pass-Defense war bestensfalls mit “nicht existent” zu beschreiben. Die Erfolge der Saints in der Payton-Ära hängen bis zum heutigen Zeitpunkt immer davon ab, wie gut die Offense die schwache Defense kompensieren kann. So deutlich der Sieg gegen Arizona am letzten Samstag war: 45:14 – die Cardinals haben satte 359 Offense Yards produziert. Nicht jede Mannschaft macht daraus nur 14 Punkte.

Die Minnesota Vikings sind als NFL-Franchise nur sechs Jahre älter als die Saints und nur etwas erfolgreicher: viermal die Conference gewonnen, aber am Ende nur einmal den Super Bowl geholt: 1969 kein einziges Mal den Super Bowl geholt. Der letzte Auftritt in einem NFC Championship-Spiel rührt von 1976. Die Vikings schienen immer mal wieder 1-2 Jahre lang eine gute Truppe mit großen Ambitionen zu haben, aber meistens viel die Mannschaft dann in sich zusammen, wie zuletzt zur Ära des Duos QB Culpepper/WR Moss.

Das Anheuern des Oldies QB Brett Favre ist die ganz große Story dieser Saison – auch weil es alles andere als eine normale Konstellation war. Die Vikings waren bislang keine Franchise die mit teuren Veteranen-Einkäufen von sich reden machten (der Teambesitzer gilt als zu geizig), Headcoach Childress gilt als Sonderling mit einem Hang zum Medien-Autismus und ausgerechnet Green Bay Packers-Legende Favre beim Erzfeind in Lila?

Gemacht, getan und erfolgreich. Es macht den Eindruck, als wäre Favre das fehlende Puzzleteil gewesen, mit dem es Childress geschafft hat, eine recht runde Truppe zu formen. Das Top-Laufspiel wurde schon 2007 mit RB Adrian Peterson gedraftet. Die Defense zog bereits 2008, u.a. mit der Verpflichtung von DE Jared Allen aus KC an. Auf der QB-Position hoffte man lange auf die Entwicklung von QB Tavaris Jackson, aber spätestens mit der Stagnation letzte Saison war es klar, dass Jackson nicht die Antwort auf die Probleme der QB-Position werden würde.

Die Vikings haben am letzten Sonntag einen sehr, sehr beeindruckenden 34:3-Sieg gegen die Dallas Cowboys eingefahren und vorallem die Arbeit der Defense Line, mit dem Druck der beiden DEs, war das beste was man von einer DL seit längerer Zeit gesehen hat. Diese DL bekommt es aber mit einer Saints-Offense Line zu tun, die die viertwenigsten Sacks zugelassen hat.

Dazu kommt, dass die Saints mir besser für ein Kurzpassspiel gerüstet zu sein scheinen als die Dallas Cowboys – Brees sollte in der Lage sein, den Ball schneller loszuwerden, als die DL durchbrechen kann.

Auf der anderen Seite steht QB Brett Favre, der nicht nur mit seinen permanenten Karriereende nervt, sondern auch eine flotte Saison hinlegt und mit zunehmenden Alter plötzlich weniger INTs als gewohnt wirft. Sage und schreibe nur 7 Interceptions bei 35 TDs. Reden wir wirklich noch von dem QB Brett Favre? Favre hat letzte Woche als erster 40+jähriger QB ein NFL-Playoff-Spiel gewonnen und könnte ergo nun als erster 40+jähriger QB in den Super Bowl einziehen.

Dazu kommt ein gutes Laufspiel. Gegen Dallas kam RB Peterson noch nicht zum Zug. Gegen die Saints kann RB Peterson verstärkt zum Thema werden. Die Saints sind in der Defense sowohl gegen Pass als auch Lauf gleich schwach und daher bietet es sich an, ausgewogen anzugreifen um dann mit Play Action-Spielzügen (angetäuschte Laufspielzüge) tief in den Raum vorwärtszumarschieren.

Gespannt darf man auf den fünffachen ProBowler der Saints S Darren Sharper sein, der sich auf Mission wähnen könnte: sieben Jahre lang bei Favres Green Bay Packers, ehe er dort entlassen wurde, drei Jahre lang bei den Vikings, ehe er von Childress entlassen wurde. Die Defense der Saints hat zwar viele Yards zugelassen, aber wirkte zumindest phasenweise gegen die Cardinals sehr dominant, sehr schnell und sehr aggressiv auf den Ballträger zugehend. Die Saints schafften es nicht die Konzentration über die volle Zeit zu halten und diese Aggressivität und Schnelligkeit lädt den Gegner auch dazu ein, mit vielen angetäuschten Spielzügen, sie in die falsche Richtung laufen zu lassen.

Schwer einen Sieger vorherzusagen. Die Saints mit der besseren Offense, die Vikings mit der besseren Defense. Am ehesten traue ich aber inzwischen Favre und den Vikings zu, Fehler zu vermeiden, die in so einem Spiel das Genick brechen können.


Liveblogging zumindest vom AFC-Championship Game ab ca 21h hier im Blog.

Reaktionen

  1. Wo kann man Kommentare eingeben?

    Nach elf Jahren habe ich die Kommentare im Blog mangels Zeit für Kommentarverwaltung geschlossen. Es kann noch kommentiert werden. Es ist aber etwas umständlicher geworden.

    1. Das Kommentarblog http://allesausseraas.de/, aufgezogen von den Lesern @sternburgexport und @jimmi2times
    2. Sogenannte „Webmentions“ mit einem eigenen Blog. Siehe IndieWebCamp
  2. For the record: Die Freundin does not approve these messages und will auch keine Strumpfhosen.

    (Go, Colts!)

  3. Kleine Korrektur: Die Vikings sind auch noch titellos – vier Niederlagen in vier Superbowls.

    Zu Manning: Es ist ein Mysterium, dass ein derart glatter Typ wie Manning in den USA als so werbeaffin gilt. Eine drüben studierende Freundin erzählt mir immer wieder von einer Überschwemmung an Manning-ads. Man kann offenbar auch ohne jeglichen Funzen an Charisma zum Werbestar werden.

  4. Nochmal Korrektur, hab nochmal nachgeschaut: 1969 waren die Vikings NFL-Champion, haben aber die Superbowl gegen die Chiefs verloren. Das war vor der Fusion der NFL und AFL. Den NFL-Titel habens aber geholt damals.

  5. Kurzer Hinweis: Der letzte Auftritt der Vikings in einem NFC Championship Spiel war nicht 1976 sondern anfang der 2000er Jahre wo sie “Gott sei Dank” haushoch gegen die Giants verloren hatten.

  6. Bezüglich der Aussage “Es ist nur eine Legende, dass die Saints das Selbstvertrauen der Stadt heben”, möchte ich folgendes anmerken. Wenn man die lokale Berichterstattung intensiv verfolgt (So wie ich es als großer Saints Fan tue), gewinnt man sehr wohl den Eindruck, dass zwischen den Saints und den Bewohnern von New Orleans eine ganz besondere Beziehung besteht. Und das nicht nur seit “Katrina”, aber besonders seit dieser verherrenden Katastrophe. Nicht umsonst ist das Stadion die letzten Jahre bereits mit Dauerkarten vor Saisonbeginn ausverkauft (plus Warteliste mit bis zu 15.000 Interessenten), obwohl es den Bewohnern wirtschaftlich nicht wirklich gut geht.

  7. Außergewöhnlich sind die Zuschauerzahlen nicht. Die Auslastung von 96,1% und im Schnitt etwas mehr als 70.000 Zuschauern, liegt auf Augenhöhe mit Buffalo und Green Bay, die beides kleinere TV-Märkte darstellen und zwar nicht von einer Naturkatastrophe heimgesucht worden sind, aber viel höhere Arbeitslosenzahlen verbuchen – also auch keine reiche Klientel haben.

    Erinnert sei auch daran, dass das Verhältnis zwischen New Orleans und den Saints so innig ist, das Tom Benson öfters mit dem Weggang der Saints drohte, um Subventionen von Stadt und Land einzufordern und Benson zeitweise einer der unbeliebtesten Owner in der NFL war.

  8. Bei Leuten die Payton für nicht tauglich halten hätte mich der Name Theismann ja nicht überrascht(aber das ist fast schon persönlich). Payton hatte eben keine fertige Offense. Er hat Brees geholt und damit das letzte und entscheidende Puzzle Teil für die Offense. Und momentan haben die Saints die beste Phase ihrer Geschichte, ich glaube nicht das sie die trotz ihres Coaches haben(anders als D in Zeiten des Hans Hubert V.). Ich sehe das spiel als völlig offen an. Wenn alle auf höchstem niveau spielen haben die Saints vielleicht leichte Vorteile, weil sie zuhause spielen und vielleicht etwas variabler in der Offense sind…(to be continued)

  9. Zum Thema Joe Namath gibt es ein tolles Portrait vom Sportjournalisten Paul Kimmage LINK

  10. Die Prophezeiung zu der Reise nach Miami !!
    AFC- Ich sehe es dann so das die Jets mit ihrer Defens das Spiel entscheiden werden . 2 hervorragende CB die sich auf QB Manning freuen und eine 3-4 Formation aus der es dann ab und zu blitzt . Wenn diese dann auch noch einschlagen werden die Colts Probleme bekommen . Für mich wird es dann auch wichtiger sein das die Offens der Überflieger (Jets ;-)) mit dem jungen Greenhorn QB Sanchez keine Fehler macht . Dann werden die nötigen Punkte zustande kommen und den Rest erledigt die Defens !
    NFC- Hier sehe ich die Saints vorne . zwei punkte die mir wichtig erscheinen und den Ausschlag für den Sieg sein könnten . Einmal FS Sharper der bisher 9 Int. gefangen hat und Favre wohl in und auswendig kennt . Auch möchte ich daran erinnern das Sharper selbst bei den Viks gespielt hat ! Zum zweiten scheint mit RB Adrian Peterson nicht so stark zu sein wie in der Regularseason . Zu den Viks NFC Championship Game 1998 verloren , Saison 15:1 und wer hat damals dieses Fieldgoal in letzter sek. verschossen ? Ich weiß es und Ihr ?
    Superbowl Jets – Saints
    aber in Gottes Namen schaut euch die Spiele trotzdem an !!

  11. … ich bin ja jemand der bei Favre immer die dunkle Seite sieht. Und ich lasse mich wohl auch nicht mehr überzeugen, aber die zwei TD auf Rice letzte Woche waren absolut traunhaft. Eigentlich war Rice beide Male gur verteidigt, nur hat Favre den Ball dermaßen genau ins Körbchen gelegt, dass selbst B. Edwards den Ball nicht hätte fallen lassen können.
    Das andere Spiel ist aus meiner Sicht nicht so klar wie die herren in LV das sehen. Damit meine ich nicht, dass es unbedingt ein knappes Spiel wird, denn sollten die Colts ihr Spiel durchsetzen können dann kanns schnell deutlich werden. Die Jets haben spätestens letzte Woche gezeigt, dass sie die Nerven haben das Spiel auch nach einem Rückstand durch ihre Stärken zu gewinnen. Was anderes bleibt ihnen auch nicht übrig. Ich denke ähnlich wie 2006(schlechtes Omen), dass es wichtig für die Running opponents der Colts ist an ihrem Gameplan festuzuhalten. Die Laufdefense der Colts ist bestenfalls mittelmäßig(eher leicht schlechter)…(to be continued)

  12. @Favre

    Ich weiß es auch, weil ich danach total erledigt war. Was hatten die Vikings damals ein Team mit dem famosen Rookie Randy Moss und QB Cunningham in seinem xten Frühling. Atlanta hat sich dann den Broncos und John Elway geschlagen geben müssen

  13. kurz und knackig meine tipps (da ich es leider erst zur zweiten hälfte schaffen werde):

    Jets – Colts 17:28
    Vikings – Saints 31:33

  14. Colts-Jets: noch viel mehr als SB III (von dem ich persönlich in der US-Vorberichterstattung nichts gelesen habe) ist in den Hinterköpfen die vorletzte Runde der regular season, als die colts die perfect season verschenkten, sich den gross der fans zuzogen und die jets damit in playoff-position brachten.

    die colts können es sich heute nicht mehr leisten, nochmal eine partie herzuschenken – das würden ihnen die fans wohl lange nicht verzeihen. daher rechne ich heute mit einer sehr giftigen truppe in blau, die auch bei einem vorsprung sich nicht ausruhen werden (wie die chargers letzte woche).

    und ob manning nun charisma hat oder nicht – auf dem platz ist das unrelevant. peyton manning ist der intelligenteste qb der 00er-jahre und alleiniger herrscher in der colts-offense (m.M. nach bräuchten die colts nichtmal einen off.cord) – und daher werden die colts heute das spiel über die runden bringen.

    @ saints-vikings: ich favorisiere die saints und würde ihnen den sb vom herzen gönnen. die saints spielen seit 2-3 jahren die beste und schönste offense und wurden nie richtig für voll genommen. seit heuer spielt auch die defense auf hohem niveau (und gegen arizona und warner 400 yds hergeben ist keine schande). in der turnover-rate sind sie weit oben – für mich heute abend ein entscheidungsfaktor. denn das laufspiel der vikings hat nicht mehr die dominanz wie im laufe der saison und bei den pässen lauert sharper.

    und ich würde die verbindung saints mit den verbliebenen einwohnern von new orleans nicht unterschätzen. man hat oft genug gesehen, dass sich die menschheit nach schickschalsschlägen besonders an “sport/spiele” klammert um damit deren eigenes leiden und die realität für wenige stunden auszublenden. es ist nicht vergleichbar mit anderen industriegebieten wie buffalo oder co. – new orleans wurde von heute auf morgen die existenz weggeschwappt und dabei noch von vater staat im stich gelassen.

  15. Sorry, ich kann nicht nachvollziehen, warum der Fall New Orleans so besonders gegenüber Green Bay und Buffalo sein soll, die ähnlich groß sind, die ein ähnlich niedriges durchschnittliches Haushaltseinkommen besitzen und inzwischen eine wesentlich höhere Arbeitslosenquote haben.

    Wie gesagt: ich halte das für eine medial ausgeschlachtete Legendenbildung, die übertüncht das New Orleans und die Stadt Lousiana die Saints massiv subventionieren (aktuell und ich glaube auch noch 1-2 Jahre: mit zweistelligen Millionenbeträgen) und die Tom Benson und die Saints ansonsten weg wäre.

  16. Green Bay und Buffalo haben sich über jahrzehnte in diese richtung entwickelt. die menschen dort wachsen mit den gegebenheiten, gewöhnen sich an sie.

    in new orleans wurde über nacht alles weggeschwappt. als wäre hamburg von heute auf morgen nicht mehr da. das ist eine extremsituation, die ein mensch nur sehr schwer hinnehmen kann und dann daher leicht aus der realität flüchtet.

    und das ein millionär die stadt schröpft, weil seine beziehung nur monetär ist, ist nachvollziehbar – schmälert aber nicht die beziehung der einwohner zum verein.

  17. So what? Die Saints haben eine komplette Saison nicht in der Stadt gespielt und konnten daher schwerlich direkt nach der Katastrophe als Bezugspunkt dienen. Sowohl die Saints-Fans als auch die Bills-Fans können sich genauso wenig die Tickets leisten.

    Alle Kennziffern sind identisch. Nur das bei denen einen auch noch ein Hurrican tobte. Bei Gleichheit der Kennziffern kann die Schlußfolgerung aber nur lauten: die Fansliebe liegt nicht an Naturkatastrophen. Auch wenn es eine unheimliche gute Storyline abgibt.

  18. warum sollen die saints trotz der abwesenheit des teams nicht als bezugspunkt dienen? sie waren ja dennoch die new orleans saints – das team der stadt. der weitere bezugspunkt war auch vor allem der superdome, der mehr als 30.000 das einzige trockene dach über den köpfen gab, die dort tagelang ohne strom und fliessend wasser lebten.

    und nochmals: da geht’s nicht um ökonomische oder monetäre kennzahlen, da geht’s um die seele des menschen und wie er in extremsituationen reagiert. ich sag ja nicht, dass die anderen fans ihre vereine nicht so lieben. doch ist die verbindung in new orleans vielleicht noch emotionaler (gepaart auch mit der bereits vorhandenen südstaaten-mentalität). und natürlich passt die story. das steht ausser frage

  19. @ malik
    da war der erste Tip ja(leider) fast auf den Punkt.

  20. und der zweite (leider) auch fast

  21. (leider) hält sich nicht jeder an Absprachen ;-)

    Die Vorfreude auf den SB ist mittlerweile riesig. Ich denke, uns erwartet ein sehr punktreiches, hochklassiges Match. Damit ich aber nicht wieder vor dem Fernseher einschlafe (wie (leider) bei MIN-NO), eine Frage:
    Weiß irgendwer eine Super Bowl Party in Salzburg?