Die Le Monde hat heute nachmittag einen Artikel veröffentlicht, wonach einige Fußball-Spieler der algerischen WM-Mannschaft von 1982 und 1986 eine Verbindung zwischen der hohen Zahl an behinderten Kindern und der Einnahme von Präparaten während der damaligen WM-Vorbereitung sehen. Diese Fußballer sind nun an die Öffentlichkeit gegangen und verlangen eine Untersuchung.

Laut dem ehemalige Abwehrspieler Mohamed Chaib, Vater von gleich drei behinderten Kindern, haben nicht weniger als sieben ehemalige Nationalspieler behinderte Kinder bekommen (Djamel Menad, Kaci Said, Tej Bensaloua, Mehdi Cerbah, Mohamed Chaïb, Abdelkader Tlemçani, Salah Larbès). Der ehemalige Mittelfeldspieler Kaci Said: “Ich sage nicht das wir die Laborratten von russischen Ärzten gewesen sind und das wir Doping eingenommen haben. Aber solange es keine Untersuchung gibt, bleiben Zweifel.“.

Andere Mitspieler wie Ali Fergani, bestreiten den Zusammenhang und sprechen davon keine Präparate außer Vitamin C eingenommen zu haben und hält die Zahl von 7 betroffenen Spielern angesichts der Zahl der damals eingesetzten Spielern (ca 50 bis 60 Spieler über sechs Jahre hinweg) für nicht sehr hoch. Der ehemalige Trainer Rabah Saadane dementiert Doping, bestätigt aber die Anwesenheit von russischen und jugoslawischen Trainern und Physios (u.a. Guenadi Rogov und Zdravko Rajkov).

Weitere Links: Europe 1, DNA-Algerie, El Watan

4 Kommentare

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  1. 7 Spieler aus 50 oder 60 = “nicht hoch”? Auch wenn es am Ende Zufall ist/wäre, schreit die Zahl nach Nachhaken.

  2. So gesehen war Gijon dann ja nur ein Akt der Gerechtigkeit… *hüstel*

  3. @Arne: unfassbarer Kommentar für diese familiäre Tragödie. Die Integration von behinderten Kindern ist in Nordafrika nicht besser als bei uns.

  4. Eigentlich ging es mir in diesem Zusammenhang nur um den Tatbestand des Dopings im Vergleich zum Vorwurf des fehlenden “Fair Play” gegenüber den Deutschen und Österreich. Sofern es also doch nötig ist, dieses hier klarstellen zu müssen…

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