Twitternde Sportler, die nächste Stufe

Gestern ging durch die Medien, dass Oliver Bierhoff mit den Nationalspielern sprechen will, was diese über Social Media verbreiten dürfen und was nicht. Einem Artikel des sid zufolges (siehe z.B. Dem KICKER gegenüber sagte Bierhoff dass grundsätzlich nur spielrelevante Informationen wie Aufstellungen und Verletzungen nicht von den Spielern rausgegeben werden sollten.

Schön dass Bierhoff den Jungs etwas Freiheit bei Social Media lässt. In den USA haben Tweets von Sportler inzwischen aber eine neue Qualitätsstufe erreicht.

NASCAR-Fahrer Brad Keselowski während der gestrigen Daytona 500
(via Ant De Rosa/Reuters)

(Ich weiß nicht wann es im Rennen aufgenommen worden ist, aber die Staffellung der Autos sieht nicht so aus, als wäre unter Gelb fotographiert worden)

  1. Hab durch die ganzen Verschiebungen leider kein Live Daytona500 Erlebniss gehabt.
    Frage:Kommt heute auf einem Sender eine Wiederholung bzw Ausschnitte?(soll ja hoch hergegangen sein)

  2. Es wird wohl eine geben . Nur wusste man noch nicht wann.

  3. Wahnsinn, und dann noch freihändig mit den Rennhandschuhen auf dem iPhone rumtippern :D

  4. Die Unterbrechung hat 2 Stunden gedauert, irgendwann hatten fast alle Fahrer ihr Handy in der Hand.

    Jeder hatte ein Teammitglied das ihn besuchte, es wurden Interviews mit Fox gegeben… ein Fahrer hat durch das Twitter 10.000 neue Follower bekommen in den 2 Stunden

  5. Keselowski´s Twitter Pic wurde imho unter roter Flagge aufgenommen. Also ganz so wahnsinnig war er doch nicht

  6. Gab es in den USA einen medialen Aufschrei deswegen? So nach dem Motto: “Wie kann der nur ein so schlechtes Vorbild sein und während der Fahrt fotografieren und twittern?”

  7. In den USA ist das Handy am Steuer erlaubt bzw nicht verboten wie in Deutschland.

  8. Hm, jetzt bin ich wirklich beeindruckt. Hätte drauf gewettet, dass die einen Livestream in die Box haben und dort der Pressesprecher munter Bilder in die Welt twittert.

  9. Jup, unter Red, als Monty den Blower absäbelte.
    Da standen die in der Tat so bescheuert auf der Strecke und der Spruch bzgl. des Feuers bekräftigt das ganze.

    @Frank: In der Tat war das zu Beginn so, dass die Fahrer während der Rennen die (pr) haben twittern lassen. Mittlerweile wurde aus den Accounts aber dann auch reine PR Accounts.

  10. Der wird doch kaum während des Rennens sein Telefon gezückt haben. Wo hätte er das im Übrigen herhaben sollen: Aus dem Handschuhfach?

    Ich würde mal stark vermuten, die lassen zur Dokumentation eine Kamera mitlaufen, und daraus ist der Screenshot.

  11. Nein. Er hat während des Rennens/Gelb/Rot oder sonstigen Pausen getwittert, dass er das Handy in einer Overall-Tasche drin hatte und hat laufend auch seinen Akkustand getwittert.

  12. Allgemein twittern die Rennfahrer aus den USA sehr viel und häufig, manchmal nur PR Zeugs und einige oft immer das Gleiche, bei anderen gibt es aber auch schöne Faninteraktion mit Beantwortung von Fragen etc. Keselowski gehört trotz seines Rufs als Bad Boy übrigens zu denen die Vieles und Interessantes twittern. Er hat das während der Rotphase getwittert, was erstens ziemlich cool ist und zweitens verständlich, da es sehr langweilig ist, mit dem Auto einfach rumzustehen…

  13. WTF?! In der Overall-Tasche? Ich dachte, dass wären so Spezialanzüge zum Überleben von Verkehrsunfällen bei hohen Geschwindigkeiten? Wird dies durch einen körpernah getragenen Barren aus Metall, Plastik, Glas und Batteriesäure nicht leicht konterkariert?

  14. @sternburg Generell dienen die Overalls vorrangig dem Brandschutz

  15. Schon leicht durchgeknallt in meinen Augen, aber vielleicht bin ich auch “zu alt für diesen Sch…” ;-)
    Freue mich schon darauf, wenn z.B. mal ein Boxer während des Kampfes Fotos twittert – So nach dem Motto: “Warte mal kurz mit dem Schlag und Cheeese”

  16. @chaos: Ähmja, das meine ich doch. Kann mir nicht vorstellen, dass obig Ausgeführtes bei der Konstruktion der Dinger Berücksichtigung findet. Ich bin allerdings auch überrascht, dass die Teile überhaupt Taschen haben.

    Vielleicht ist man im echten Männerrennsport aber auch einfach in allen Belangen PKW-näher als im Rundenschieben für Europäer, Frauen und sonstige Homos namens F1. Vielleicht haben die auch ein Navi in der Konsole und nen Grill im Kofferraum, wer weiß das schon so genau. Wollen wir nur hoffen, dass die ihre Zwiebel wenigstens stumm geschaltet haben (und den Vibrationsalarm ausgeschaltet – das stelle ich mir auch sehr hilfreich vor). Oder wenigstens nicht rangehen.

    Und ich wäre nebenbei auch überrascht, wenn jemand NASCAR fährt und nicht für Training und Analyse eine Kamera mitlaufen lässt – so schwer sind die Dinger heutzutage ja nicht mehr. Also, was soll das?

  17. Und noch mal zu “langweilig”: Ich als Vollamateur hätte erwartet, dass man solche Phasen zur Konzentration und zum Luftholen nutzt.

  18. Naja das Ding ist: Bei nem Rennen, was eh schon 30h delayed ist, möchtest du keine stundenlange Rotphase, so nach 20 Minuten hast du auch alles mögliche mit deinem Crew Chief durchgesprochen und dann wirds wirklich langweilig. Was willst du im Auto halt machen…
    Bei den Tests hatte auch ein Fahrer beim Fahren ein kurzes Video gemacht. Verstehe aber nicht was du mit der Kamera meinst. Es gibt bspw nicht in jedem Fahrzeug Onboardkameras, aber das Handy erfüllt ja ganz andere Zwecke als ne Tv-Kamera, so wie es hier bspw eingesetzt wurde…

  19. Ich meine damit, dass ich als Nascar-Fahrer mir eine Onboardkamera reinschrauben würde. Das ist heutzutage doch weder teuer, noch mit Gewichtszunahme verbunden. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas für Analyse und Training wahnsinnig viel bringt. Naja, und wenn die schon da ist, dann kann man doch auch Screenshots davon für so tolle PR-Bildchen verwenden.

    Aber ich seheh mittlerweile ein, dass dies ein Foto ist. Und meinetwegen hat der Mann auch die Muße dazu. Aber ich verstehe imer noch nicht, warum man sowas mitnimmt. Klar, Manuel Neuer könnte in so manchen Spielen auch ein gutes Buch zücken. Aber man wäre doch befremdet. Zumal ich hier immer noch ein erhebliches Sicherheitsrisiko vermute.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.