Screensport Zwo: Constantin Medien, OTT, ProA, Tennis

Constantin Medien gen Burgener

Die SPORT1-Mutter Constantin Medien hat gestern in einer Ad-Hoc-Mitteilung veröffentlicht, wie sie ihre finanziell angespannte Situation entschärfen will.

Die Mitteilung macht deutlich, dass „Team Hahn“ inzwischen kein Faktor mehr zu sein scheint und die Richtungsentscheidung zugunsten „Team Burgener“ stabil ist.

In der Mitteilung werden letztendlich zwei finanzielle Probleme angesprochen und Lösungswege aufgezeigt.

Ein Problem war ein Darlehen, das sich die Constantin Medien AG von der Burgener nahestehenden Stella Finanz AG holte und dafür eigene Aktien verpfändete. Hier findet eine Tilgung des Darlehens und Aktientausch statt. Problem gelöst.

Zweites Problem ist die im April 2018 auslaufende Unternehmensanleihe über 65 Mio Euro. Hier will Constantin Medien mit Banken sprechen, um die Anleihe „zu verbesserten Konditionen“ mit einem Darlehen zu refinanzieren.…

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Screensport Zwo: Adam Silver, CBS, Premier League

NBA goes Twitch

Am Anfang stand die Feststellung, dass das Fernsehen leck gelaufen ist und aus jeder Ritze Zuschauer verliert. Auf der Suche nach einer Lösung schlug NBA-Commissioner Adam Silver am Freitag auf einer IT/Media-Konferenz vor, Sportübertragungen wie Spielübertragungen von einschlägigen eSports-Kanälen wie Twitch aussehen zu lassen: neben der Spielübertragung eine Masse von Statistiken und einen Chat laufen lassen.

Silver interpretiert die fallenden Ratings/Einschaltquoten nicht als ein Sinken der Zuschauerzahl, sondern als ein kürzeren Verbleib der Zuschauer vor dem Fernseher. Wer weniger lange bei der Übertragung bleibt, fließt auch nur in einem geringeren Teil in die Quote ein und führt zu einem Sinken der Quote. Ergo: um die Zuschauer länger an die Übertragung zu halten, müsste der Zuschauer stärker an die Übertragung gebunden werden („more engaging telecast“).…

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Screensport Zwo: Formel 1, SPORT1, Sky, Eishockey

Formel 1-Rechte in Frankreich

Die Formel 1 hat in Frankreich ein Free-TV-Paket verkauft. Der größte Privatsender TF1 hat die Rechte erworben. Gültig ist der Deal von 2018 bis 2020, umfasst aber nur den französischen GP, den GP von Monaco und zwei weitere Rennen – also vier von 21 Rennen und damit nur 19% statt der in den letzten Monaten kommunizierten und angestrebten 30% Free-TV-Versorgung. Die Pay-TV-Rechte für diese Periode sind bereits letztes Jahr von Canal+ erworben worden.

Canal+ hält die Rechte seit 2013 und bis einschließlich dieses Jahr exklusiv. Mit Ausnahme des diesjährigen GP von Monaco, waren die Rennen live ausschließlich im Pay-TV zu sehen. Insofern stellt „ein Fünftel“ der Rennen im Free-TV für Franzosen schon eine Verbesserung dar.

Die andere Facette ist die Rückkehr des GP von Frankreich im Formel 1-Rennkalender 2018.…

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Screensport Zwo: Schweiz, Frankreich, BeIN Sports

Schweiz: der Zweikampf geht weiter

Die Fronten zwischen Kabelnetzanbieter UPC (Liberty) und Telekommunikationsunternehmen Swisscom/Teleclub sind weiter verhärtet.

Die UPC erwägt eine Klage gegen die Schweizer Fußballiga und Swisscom, weil ihrer Ansicht nach, die TV-Rechte an die Swisscom gegangen seien, obwohl man mehr geboten habe.

Umgekehrt hat die UPC Verhandlungen mit der Swisscom eingestellt, den neuen UPC-Sportsender MySports mit den exklusiven Eishockey-Rechten,auch über die Swisscom zu verbreiten. Von der Swisscom seien keine „vernünftigen“ Angebote gemacht worden.

Stattdessen prahlt die UPC jetzt nach dem ersten Eishockey-Wochenende, das übrigens recht gute Kritiken bekam, schon 20.000 Abonnenten angelockt zu haben, wo doch der Teleclub für sein Eishockey-Angebot insgesamt nur rund 100.000 gehabt habe. Es soll weiter gehen. UPC-Chef Tveter kündigte in einem Interview an, in den nächsten fünf Jahren 300 Millionen Franken in den Sender zu investieren.…

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Screensport Zwo: Florida, NFL, Amazon, Telekom Sport

Hurrikan Irma nimmt Einfluß auf das Sportprogramm vom Wochenende.

Die NFL rang sich gestern durch, das NFL-Spiel Miami – Tampa Bay (ursprünglich Sonntag 19 Uhr) auf die Woche 11 zu verlegen, wo beide Teams eigentlich eine Bye-Week gehabt hätten. Die NFL begründet ihre Entscheidung, am Sonntag nicht auf einen neutralen Spielort auszuweichen, damit, dass beide Teams und beide Regionen ihren Fokus auf den Hurrikan haben sollten und nicht auf ein Football-Spiel. Fair enough. Die Spieler sehen es aber massiv anders und beschweren sich über die Aussicht sechzehn Wochen am Stück Football spielen zu müssen – mit allen negativen Auswirkungen die es an Leib und Geist hat. Auch nachvollziehbar.


Abgesagt wurde auch das College Football-Spiel Arkansas State Red Wolves – #16 Miami Hurricanes (Sa 21h30).…

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