WM2010 – Nicht nur Fernsehsender, Sportartikel- und Kaltgetränkehersteller produzieren Trailer und Werbung für die WM2010. In Großbritannien haben jetzt der Guardian und die Sonntagszeitung Observer Werbung geschaltet.
WM2010 – Quotenmeter.de hat einige Informationen über die SKY-Übertragungen der WM zusammengetragen (inkl. einiger Flüchtigkeitsfehler bzgl. der Sendezeiten). Insgesamt werden zwar 70 Mann nach Südafrika fahren, aber es wird viel auch aus München gefahren.
Treffen die Informationen zu, werden nur Sebastian Hellmann und Jens Westen als Moderatoren nach Südafrika fahren, während die ganzen “Thronfolger” hinter Sebastian Hellmann in München bleiben: Patrick Wasserziehr, Dieter Nickles und Jessica Kastrop (wobei ich mir angesichts der bisherigen SKY-Hierarchie nicht sicher wäre, ob Jens Westen wirklich als Moderator eingesetzt wird oder ob er nicht “der Mann bei der deutschen Mannschaft” sein wird). Field Reporter sollen Jan Henkel und Ecki Heuser sein. Als Kommentatoren werden, fast wie wie zur WM 2002 in Japan, nur Fritz von Thurn und Taxis und Marcel Reif plus Kai Dittmann vor Ort sein. Aus München werden Michael Leopold, Roland Evers, Marco Hagemann, Tom Bayer, Michael Born, Martin Groß, Marcus Lindemann und Marc Hindelang eingesetzt. Experten vor Ort werden Franz B und Jens Lehmann sein. Aus München steuern Stefan Effenberg und Christoph Metzelder ihre Expertise bei.
SKY wird für die WM einen Kanal komplett auf WM umstellen und von 12h bis 23h30 live produzieren, während die Nacht und der Vormittag mit Wiederholungen gefüllt werden. Zur Erinnerung: in der Gruppenphase finden die Spiele um 13h30, 16h und 20h30 statt, danach nur noch um 16h und 20h30.
Um 12h00 startet eine 80minütige Fassung “Sky Kick Off” u.a. mit der täglichen Audienz der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem ersten Spiel bleiben ab ca. 15h30 ungefähr zwanzig Minuten die mit Nachberichten und Vorberichten inkl. Expertenmeinung gefüllt werden, ehe um 16h das zweite Spiel des Tages gestartet wird. Ab ca 18h gibt es eine halbe Stunde Nachberichte. Ab 18h30 zeigt SKY dreimal in Schleife eine zwanzigminütige Zusammenfassungen der beiden Spiele vom Tage. Um 19h30 beginnt die Vorberichterstattung zum Abendspiel. Nach dem Abendspiel, ab ca. 22h30 beginnt eine einstündige Ausgabe von “Alle Spiele, alle Tore”. In der Nacht werden die drei Spiele des Tages einmal wiederholt – allerdings merkwürdigerweise nicht zu festen Zeiten. Die Zeit zwischen den Spielen wird mit 30- und 60minütigen Tageszusammenfassungen gefüllt. Nach der Gruppenphase wird vereinzelt auch “sky 90″ aus München produziert.
Ein weiteres Kuriosum sind die Ausstrahlungen auf SKY Sport HD, die nicht 1:1 den Programmablauf vom WM-Kanal (SKY Sport 1) spiegeln – das wäre ja auch zu einfach. Dort entfallen etliche Zusammenfassungen zugunsten der Wiederholung kompletter Spiele.
Das WM-Paket auf SKY sieht eher nach “Abschenken” als nach “Innovation” aus. Schade, dass SKY die WM noch nicht einmal zum Austesten von neuen Formaten ausprobiert. Angesichts der enttäuschenden Abozahlen, würde ich mir mehr Aggressivität auf der Suche nach neuen Formaten wünschen.
Quoten – Die Indy 500 holten die schlechtesten Ratings seit Erfassung 1986. Im Vergleich zum Vorjahr ging es noch einmal um 10% runter, auf 3.6. Seit 2005 haben die Indy 500 40% ihrer Fernsehzuschauer verloren. Qu: Sports Media Watch
Spocht von heute
Spiel 1 der NBA-Finals mit den Lakers gegen die Celtics, eine Wiederauflage der 2008er-Finals (4-2 für die Celtics), aber vorallem eher ein “Finals-Dauerzustand” bis in die 90er Jahre hinein. Zwischen 1952 und 1991 standen in 39 Finals 31mal mindestens eine der beiden Mannschaften im Finale (bis 1959 die Lakers noch als Minnesota Lakers), zehnmal davon spielten beide Teams direkt gegeneinander.
Die diesjährige Finals werden das 12te Aufeinandertreffen sein und so ruhmreich in der Neuzeit die LA Lakers sind: die Celtics haben neun dieser Serien für sich entschieden. Die Lakers gewannen nur 1985 und 1987 mit 4-2 – beide Mal in der Magic Johnson vs Larry Bird-Ära, eine der ganz großen Rivalitäten der NBA-Geschichte.
In Deutschland ist die BBL noch bei den Halbfinals. Heute wird endgültig der Gegner der Bamberger ausgespielt: Spiel 5 der Serie Bremerhaven – Frankfurt, ab 20h10 bei SPORT1.
Donnerstag, 03.06.2010
10h00 Segeln: Louis Vuitton Trophy, Laola1.tv-Stream live 16h30 European Tour aus Newport, #1, SKY/HD live
14h00 – 18h30 French Open, Halbfinale Frauen, EURO/HD + BBCi live
14h30 Film: Deutschland. Ein Sommermärchen, WDR
18h00 WM2010: Spanien – Südkorea, TVE Int + Sportdigital.tv live
19h15 WM2010: Italy – Mexiko, NT1(?) + RAI Uno live
20h00 BBL: Bremerhaven – Frankfurt, Spiel5, SPORT1 live
20h30 WM2010: Deutschland – Bosnien, ARD live
21h00 PGA-Tour: The Memorial, #1, SKY/HD live
1h00 MLB: Florida Marlins – Milwaukee Brewers, ESPN live
Johnson (5-2) vs Capuano (0-0)
Whl. Fr 17h
3h00 NBA/Finals: LA Lakers – Boston Celtics, Game 1/7, SKY live
Kommentar: Mareksu Krawinkel
Whl: Fr 12h, 15h, 19h30
4h00 MLB: LA Dodgers – Atlanta Braves, ESPN live
Kuroda (5-3) vs Medien (2-1)
Whl. Fr 11h30, 19h30
Der jeweilige Sendetag geht von 6h bis 6h den nächsten Morgen Die Auswahl der Sendungen ist subjektiv und unvollständig
Freitag, 04.06.2010
10h00 Segeln: Louis Vuitton Trophy, Laola1.tv-Stream live
12h20 WM2010: Elfenbeinküste – Japan, irgendwo
12h30 – 16h30 MotoGP aus Mugello, Training, SPORT1 live
13h00 – 18h00 French Open, Halbfinale Herren, EURO/HD + BBCi live
16h30 European Tour aus Newport, #2, SKY/HD live
18h00 WM2010: Frankreich – China, Sportdigital.tv live
19h30 Cricket/Twenty20, Friends Provident Trophy: Glamorgan – Glouchestershire, S4C live
20h00 – 22h00 Leichtathletik: Diamond League aus Oslo, SPORT1 + BBCi live
20h15 Boxen: Arena-Kampfabend aus Hattersheim, EURO/HD live
20h45 WM2010: Slowenien – Neuseeland, Sportdigital.tv live
21h00 PGA-Tour: The Memorial, #2, SKY/HD live
22h00 Boxen: SBS-Kampfabend mit Timo Hoffmann – Harry Duiven Jr, SPORT1 live
2h00 NHL/Stanley Cup: Philadelphia Flyers – Chicago Blackhawks, Game 4/7, ESPN live
5h00 MLB: Washington Nationals – Cincinnati Bengals, ESPN Tape
Der jeweilige Sendetag geht von 6h bis 6h den nächsten Morgen Die Auswahl der Sendungen ist subjektiv und unvollständig
3,90 EUR (Frankreich, Deutschland: 5,60 EUR), 148 Seiten DIN A4
Kaufargument: A4-Mannschaftsposter aller Teams
Es wird laut, es wird lärmend: die Ausgabe Mai/Juni des französischen Magazins Planète Foot beschäftigt sich ausschließlich mit der WM. Von der Aufmachung dachte ich zuerst, ich hätte es mit der französischen Variante der Bravo Sport zu tun. Aber abgesehen vom schreiend lauten Layout, gibt sich das Heft nicht ganz so pubertär. Die knapp 6 Anzeigen im Heft sprechen nicht zwingend ein junges Publikum an: keine AXE-Werbung in der ein Deoroller zum Zauberstab eines Jungen zur Anziehung weiblichen Fleisches wird. In Frankreich erscheint das Magazin in der nicht so prallen Auflagenzahl von knapp unter 55.000 Exemplare (Schnitt 2009), Tendenz fallend. Vom Verlag habe ich noch nie etwas gehört und alle Webadressen die ich per Google auftreiben konnte, verweisen auf leere oder gesperrte Websites.
Die Heftstruktur ist schnell erklärt: die Teams (ja, alle Teams!) sind nach Gruppen sortiert (ja, alle Gruppen!) und bekommen zwei bis vier Seiten spendiert. Großes Bild, Teamportrait, einige Statistiken und 24 Köpfe aus dem Kader. Jede Gruppe wird mit einer Doppelseite zu den Stars der jeweils vier Mannschaften abgeschlossen.
In der Heftmitte gibt es jeweils ein A4-Poster einer der 32 WM-Teams. Vorne im Heft gibt es eine Doppelseite belangloser Kurznachrichten (Zwei französische Komiker, Omar et Fred, bereiten eine inoffizielle WM-Hymne vor) und eine Liste der WM-Schiedsrichter und WM-Stadien.
Yup, das war es dann schon. Das ist in der Tat genauso, karg wie es sich anhört. Bezeichnend für das Heft: die komplette Ausgabe wurde von nur drei Autoren runtergerissen: Chefredakteur Fréderic Lesmayoux, Stellvertretender Chefredakteur Roger Lewis und Reporter Mathieu Delattre. Auch nicht schlecht: eine Drei-Mann-Redaktion von der zwei Leute Chefredakteur sind.
Da wundert es nicht, dass das Versprechen auf dem Cover “Die 32 Teams auf dem Prüfstand” inhaltlich nicht erfüllt wird. Von “Prüfen” oder “Werten” kann nicht die Rede sein. Viel mehr versucht der ein- bis zweispaltige Text nur kurz das Ambiente vor der WM zu beschreiben. Das machen die drei Jungs recht clever. Selten das man das Gefühl hat, dass sie komplett daneben liegen würden (“der charismatische Joachim Löw“). Bei einigem hat man das Gefühl: jo, das ist als Beschreibung der Mannschaft fürs einminütige Lesen auf dem Klo gut getroffen. Bei anderem ziehen sie sich rechtzeitig ins Nebulöse zurück
Zum Beispiel bei Deutschland, dem Aufmacher der Gruppe D: “L’Ombre d’un doute” – Schatten eines Zweifels. Roger Lewis konzentriert sich auf zwei Facette. Der plötzliche internen Stimmungsumschwung nach den fehlgeschlagenen Vertragsverhandlungen von Löw & Co. mit dem Deutschen Zwanziger Bund läßt die Mannschaft mit einer latenten Unsicherheit in das Turnier gehen. Diese Unsicherheit würde durch einen Generationswechsel verstärkt werden: etablierte Kräfte wie Metzelder und Frings seien von der neuen Garde unter Druck gekommen und letztendlich geopfert worden und es gäbe zahlreiche Wackelkandidaten im Team – sei es verletzungsbedingt wie Rolfes, sei es aus disziplinarischen Gründen wie Kuranyi.
Frankreichs Mannschaft sei zuhause nicht besonders hoch im Kurs stehend und verunsichert dank des unbeliebten Trainers Domenech und zahlreicher alter Kämpen wie Henry, die im Klub ihre herausragende Stellung verloren haben. England sei sehr euphorisch, aber durch die Bridge/Terry-Geschichte mit möglichen Belastungen im Binnenverhältnis.
Auf den hinteren Plätzen tut es dann ein Griff in die Klischeekiste – wie z.B. bei Japan (“Herrscher des asiatischen Kontinents“, “spielen mit der Quirligkeit von Heuschrecken” ) oder handgeschnitzte Fakten aus der Béla Réthy-Karteikärtchen-Manufaktur (“Neuseeland hat das teuerste Mannschaftshotel sämtlicher Teilnehmer“).
Kein völliger Fehlgriff und inhaltlich etwas nahrhafter als das Sonderheft von Transfermarkt. Aber die Netto-Textmenge bei diesem 148-Seitenheft dürfte so bei 20 Seiten liegen. Der Rest geht an Bildern, Postern, Tabellen und Statistiken drauf. Also nichts für Leute die länger anhaltenden Lesestoff suchen.
Ach ja. Oben erwähnte Omar et Fred mit “Bleu, blanc, rouge” – im Video schlagen sie sich leider etwas unter Wert.
Hatte ich im Vorfeld der WM 2006 nur den Vergleich von zwei WM2006-Sonderheften vorgenommen, verfalle ich vor dieser WM ins andere Extrem. Ein Besuch des größten Hamburger Zeitschriftenladen (im Hauptbahnhof) war mit dem Kauf von gleich 16 Sonderheften verbunden – und Kandidaten wie 11 Freunde und Ballesterer waren noch nicht dabei.
Transfermarkt-WM-Sonderheft
4,90 EUR, 220 Seiten DIN A5
Redaktionsschluss: 11. Mai
Kaufargument: kompaktes Format
Den Auftakt macht das kleinste WM-Sonderheft: DIN A5 groß und damit halb so groß im Format, wie die meisten anderen Hefte. Der genaue Titel des Druckerzeugnisses ist nicht klar. Auf dem Titelblatt steht “transfermarkt Fußball WM 2010“, auf dem Heftrücken steht “Transfermarkt Weltmeisterschaft 2010“. Egal: es ist das WM-Sonderheft der Website transfermarkt.de. Ursprünglich eine Fußball-Community-Website, wurden sie im Sommer 2008 vom Axel Springer Verlag Mehrheitsanteile gekauft. Der Verlag ist inzwischen auf die Idee gekommen die Marke und die von der Community gepflegten Datenbestände in ein Heft zu kippen und Sonderhefte zu produzieren. Den Anfang machte eine Bundesliga-Sonderheft das letzte Saison Ende September herauskam. Nun kommt das WM-Sonderheft raus (Informationen und Lesebeispiele unter www.saisonheft.de). Klein, aber dummerweise nicht oho.
Bereits das Covermotiv leitet den ersten WTF?!-Moment ein. Was ist das erstaunlichere am Cover? Die schiere Zahl an Headlines mit denen der Titel zugepflastert wird, oder der Glaube der Verantwortlichen, dass der potentielle Käufer bis in den letzten Winkel seiner Rosette das Thema des Heftes reingerammt braucht? Thema: “FUSSBALL WM 2010″. Und für die ganzen Doofies als Ergänzung: “in Südafrika”. Ach, die WM in Südafrika!
Oder Aussagen wie “Alle Teams, Alle Gruppen, Alle Spieler”. Sensationell! Ein WM-Sonderheft mit allen WM-Gruppen! Mit allen Teams! Das nenne ich doch mal ein ausgefallenes Alleinunterscheidungsmerkmal!
Den Schwerpunkt des Heftes nimmt die Vorstellung der Mannschaften (aller Mannschaften!), strukturiert nach den WM-Gruppen (allen WM-Gruppen!!). Jeweils drei Seiten für die Vorstellung der Gruppe mit Spielplan, Weltkarte zur Visualisierung der Luftlinie des Landes nach Südafrika, durchschnittlicher Marktwert, durchschnittliches Alter, Liga-Tabellen (Gruppe G – Nordkorea, Zitat: “XXXAbschlusstabelle???“) und ein halbseitiges Interview mit einer Bundesliga-Größe zur Gruppe und WM per Fragebogen (u.a. Frage: “Wer wird Weltmeister?“).
Die Mannschaften werden auf jeweils 4 Seiten vorgestellt: u.a. Teamportrait, Landesinformationen, Liste des vorläufigen Kaders, Qualifikation, einige statistische Informationen wie Größter/Kleinster Spieler der Mannschaft und eine 4-Satz-Einschätzung des “Fanreporters”.
Immer wieder mittendrin eingesprengselt sind Interviews, Artikel über Schiedsrichter und Bundesliga-Legionäre und Rückblicke auf vergangene WM-Spiele. Am Ende dann noch mehr Tabellen: WM-Ergebnisse und die Fernsehübertragungen.
Das Heft riecht aus allen Poren nach der Zweitverwertung vorhandener Daten und Ressourcen. Die “Fanreporter” sind transfermarkt.de-Forenmitglieder und ein Haufen der Daten wie “Marktwert” toben eh schon in der transfermarkt-Datenbank herum. Die Fanreporter haben die Arschkarte gezogen und müssen in nur vier Sätzen eine knackige, prägnante Charakterisierung “ihrer” Mannschaft vornehmen. Kein Wunder dass häufig nur Floskeln wie “wenn sie die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive finden, können sie eine gute Rolle spielen“, “Außenseiter, jedoch nicht chancenlos“, “sollte man auf keinen Fall unterschätzen“, “ist eine Turniermannschaft” rauskommen.
Das aber, wo möglich, noch nicht einmal der Willen vorhanden ist, den Platz auf Papier sinnvoll zu nutzen, kann man an den Länderportraits erkennen, die inhaltlich einfach nur abgrundtief sinnleer sind. Hier einige Zitate aus dem Länderportrait USA:
Die Vereinigten Staaten von Amerika befinden sich größtenteils in Nordamerika. Das Land mit der Hauptstadt Washington D.C. grenzt im Süden an Mexiko, im Norden an Kanada, im Osten an den Atlantik und im Westen an den Pazifischen Ozean […] Landschaftlich gibt es in den USA reichlich Auswahl. Die Bevölkerung des Landes ist multikulturell, denn Menschen aller Hautfarben leben in den USA. Englisch ist die amtliche Landessprache […] Die offizielle Währung in den Staaten ist der US-Dollar.
Da darf man schon mal fragen, für wen solche Länderportraits geschrieben worden sind. Grundschüler? Weiter oben erwähnte Hirntoten die den Zusatz “WM in Südafrika” brauchen? Das sowas für Ghana vielleicht Sinn macht, geschenkt. Aber mit der gleichen Systematik auch an Texte über die USA, Deutschland und England ranzugehen, ist einfach ein stures Abarbeiten nach Schema F, ohne Hintergedanken und ohne Witz.
Am Ende kommt ein lebloses Produkt heraus, dass wie am Reißbrett um einen Haufen Datensätzen aus der Transfermarkt-Datenbank herum drapiert zu sein scheint. Mir ist es ein Rätsel, was für eine Zielgruppe das Heft sucht, zumal z.B. das KICKER-Sonderheft zum gleichen Preis erhältlich ist und zwei Ligen höher spielt. Reicht das einfache Appelieren an die Instinkte von transfermarkt.de-Mitglieder um die Auflage von 100.000 Heften abzuverkaufen? Das Anpreisen von crossmedialen Werbepaketen durch den Vermarkter, hat nicht viel gefruchtet – es sind nur recht wenig Anzeigen geschaltet.
Ich sehe nur einen Grund dieses Heft zu kaufen: wer ein kleines, kompaktes Heft mit umfangreichen (kompletten?) Kaderlisten zum Mitnehmen sucht, wird hier fündig. Schade das ein Nischenprodukt wie transfermarkt.de sich nicht mehr traut.
SKY – Nach NetCologne ist man nun mit Versatel eine zweite Kooperation mit einem Kabelnetzbetreiber eingegangen. Dabei werden SKY-Abos im Rahmen eines Triple-Play-Paketes von Versatel angeboten. Qu: Sky.
Quoten – Der Stanley-Cup erzielte bei NBC bei den ersten beiden Spielen Ratings wie seit langer Zeit nicht mehr. Beide Spiele liegen bei den Ratings im Schnitt 17% höher als letzte Saison, trotz des damaligen “Traumfinales” Pittsburgh – Detroit. Mit Spiel 2 holte NBC ein Rating von 4.1 (overnight) und die Marktführerschaft bei den US-TV-Stationen für jenen Abend. Qu: Sports Media Watch
Spocht von heute
EURO2 zeigt heute eines der beiden Halbfinals der Fußball U19-EM der Frauen: England – Niederlande. Die Redaktion hätte gerne auch das zweite Halbfinale Deutschland – Frankreich übertragen – es wird aber lt. EUROSPORT nicht für das Fernsehen produziert.
Spiel 3 im Stanley Cup zwischen den Flyers und den Blackhawks und mit einem 0-2 und dem ersten Heimspiel in der Nacht, stehen die Philadelphia Flyers schon mit dem Rücken zur Wand – okay, sie haben schon mal eine Serie von 0-3 rausgerissen, aber sowas zweimal in Folge zu produzieren, hat es das schon mal gegeben?
Ein Thema dass sich aus dem ersten Spiel fortsetze, war die mangelnde Effizienz der Flyers vorne: wieder mehr Schüsse abgegeben, aber wieder eine Bude weniger gemacht. Es erinnert an die Sharks, die von den Blackhawks in den Conference Finals 0-4 gebügelt wurden, aber zumindest in ddrei Spielen eigentlich genügend getan hatten um die Spiele zu gewinnen – aber eben nicht die Tore geschossen hatten.
Mittwoch, 02.06.2010
10h00 Segeln: Louis Vuitton Trophy, Laola1.tv-Stream live
14h00 – 20h00 French Open, #11, EURO/HD + BBCi live
15h30 WM2010: Simbabwe – Brasilien, irgendwo
17h00 U19-EM/F: England – Niederlande, EURO2 live
18h20 – 18h50 WM2010: Die Nationalmannschaft in Frankfurt, HR
18h30 HBL: Flensburg-Handewitt – Lemgo, #33 SPORT1 live
18h30 WM2010: Griechenland – Paraguay, Sportdigital.tv live
19h00 MLB: Atlanta Braves – Philadelphia Phillies, ESPN live
Lowe (7-4) vs Kendrick (3-2)
20h15 HBL: THW Kiel – Balingen, #33, SPORT1 live
20h30 WM2010: Polen – Serbien, Sportdigital.tv live
2h00 NHL/Stanley Cup: Philadelphia Flyers – Chicago Blackhawks, Game 3/7, ESPN live
Serie 0-2
Whl: Do 11h30, 19h30
Der jeweilige Sendetag geht von 6h bis 6h den nächsten Morgen Die Auswahl der Sendungen ist subjektiv und unvollständig
Donnerstag, 03.06.2010
10h00 Segeln: Louis Vuitton Trophy, Laola1.tv-Stream live
16h30 European Tour aus Newport, #1, SKY/HD live
14h00 – 18h30 French Open, #12, EURO/HD + BBCi live
14h30 Film: Deutschland. Ein Sommermärchen, WDR
18h00 WM2010: Spanien – Südkorea, TVE Int live
19h15 WM2010: Italy – Mexiko, NT1(?) + RAI Uno live
20h00 BBL: Bremerhaven – Frankfurt, Spiel5, SPORT1 live
20h30 WM2010: Deutschland – Bosnien, ARD live
21h00 PGA-Tour: The Memorial, #1, SKY/HD live
1h00 MLB: Florida Marlins – Milwaukee Brewers, ESPN live
3h00 NBA/Finals: LA Lakers – Boston Celtics, Game 1/7, SKY live
4h00 MLB: LA Dodgers – Atlanta Braves, ESPN live
Der jeweilige Sendetag geht von 6h bis 6h den nächsten Morgen Die Auswahl der Sendungen ist subjektiv und unvollständig
Der fette Trauerrand ist meinem Büro-Kaktus gewidmet, der heute nach acht Jahren das Zeitliche gesegnet hat – in einem Anfall von spektakulärer Hirnlosigkeit derart von der Büro-Kollegin ertränkt, dass das Wasser noch zwei Tage später (ich habs erst heute bemerkt) drei Finger hoch im Topf stand. Alle Hilfe kam zu spät: der Kaktus war unten schon vergammelt.
Zwei Tage später und das Wasser noch drei Finger hoch! Bei einem Kaktus! Da ist Waterboarding ‘n Dreck gegen. Mann, Mann, Mann. [filed under #fassungslos #dicker-hals]
Dit’n'Dat
SKY/iPad – Auf der iPad-App-Seite bei SKY wurde unauffällig der Erscheinungstermin von “pünktlich” mit Erscheinen des iPads auf “Ab WM-Start” verändert. Meldungen des Branchendienstes SAT+KABEL sind mit Vorsicht zu genießen, aber wenn die Aussage eines SKY-Sprecher so korrekt überliefert worden ist, können Eigentore nicht eleganter eingenetzt werden.
Der ursprüngliche Termin hat sich kurzfristig verschoben. Aber kein iPad-Besitzer, wird etwas wesentliches verpassen: Rechtzeitig zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft wird die App verfügbar sein.
Derart hat noch kein SKY-Sprecher das eigene Sportprogramm zerlegt: 14 Tage Verspätung und in diesem Zeitraum wird im 45,- EUR teuren Sportprogramm “nichts wesentliches” laufen. Chapeau. Grüße an die NBA-, Golf- und Formel 1-Kommentatoren: Ihr gehört leider nicht zum “Wesentlichen” des SKY-Sportprogramms.
90elf – Eitel Sonnenschein bei 90elf, dass positive Zahlen für die abgelaufene Bundesliga-Saison meldet. Das über Internet und DVB-T zu empfangene Fußball-Radio hat in seiner zweiten Bundesliga-Saison seine Gesamthörerzahlen auf über 22 Mio verdoppeln können. Qu: digitalfernsehen.de
Spocht von heute
Hat das Leben nach Kaktus noch einen Sinn? Lautet die Antwort “ja”, kann man sich heute wieder an WM-testspielen ergötzen. Diesmal sogar ohne das Laptop anschmeißen zu müssen. SPORT1 hat kurzfristig das Leckerli Niederlande – Ghana reingeschoben. EUROSPORT hat ebenso kurzfristig Portugal – Kamerun reingeschoben (nicht HD). Das Spiel ist ursprünglich teilweise für 21h30 angekündigt gewesen, wird aber um 20h30 ausgetragen.
In der BBL kann Frankfurt heute in das Finale gegen Bamberg einziehen. Was fehlt: ein Heimsieg gegen Bremerhaven (18h SPORT1)
Dienstag, 01.06.2010
14h00 – 20h00 French Open, #10, EURO/HD + BBCi live
14h00 WM2010: Australien – Dänemark, irgendwo
18h00 BBL, Playoffs: Frankfurt – Bremerhaven, Spiel 4/5, SPORT1 live
Serie 2-1
20h15 WM2010: Schweiz – Costa Rica, Sportdigital.tv live
20h30 WM2010: Portugal – Kamerun, EURO + DIRECT8 + RTP Int live
20h45 WM2010: Niederlande – Ghana, SPORT1 live
1h00 MLB: Atlanta Braves – Philadelphia Phillies, ESPN live
Hudson (5-1) vs Hamels (5-3)
Whl: 11h30
4h MLB: San Diego Padres – NY Mets, ESPN live
LeBlanc (2-3) vs Pelfrey (7-1)
Whl: 16h
Der jeweilige Sendetag geht von 6h bis 6h den nächsten Morgen Die Auswahl der Sendungen ist subjektiv und unvollständig
Mittwoch, 02.06.2010
10h00 Segeln: Louis Vuitton Trophy, Laola1.tv-Stream live
14h00 – 20h00 French Open, #11, EURO/HD + BBCi live
15h30 WM2010: Simbabwe – Brasilien, irgendwo
17h00 U19-EM/F: England – Niederlande, EURO2 live
18h20 – 18h50 WM2010: Die Nationalmannschaft in Frankfurt, HR
18h30 HBL: Flensburg-Handewitt – Lemgo, #33 SPORT1 live
18h30 WM2010: Griechenland – Paraguay, Sportdigital.tv live
19h00 MLB: Atlanta Braves – Philadelphia Phillies, ESPN live
20h15 HBL: THW Kiel – Balingen, #33, SPORT1 live
20h30 WM2010: Polen – Serbien, Sportdigital.tv live
2h00 NHL, Stanley Cup: Philadelphia Flyers – Chicago Blackhawks, Game 3/7, ESPN live
Der jeweilige Sendetag geht von 6h bis 6h den nächsten Morgen Die Auswahl der Sendungen ist subjektiv und unvollständig
Weil in regelmäßigen Abständen immer wieder die Diskussion über den Begriff “ManU” aufflammt, wie politisch unkorrekt der Begriff sei und dass man sich damit als Premier League-Vollhonk enttarnt, sei nur kurz auf die heutige ITV-Übertragung des FA-Cups hingewiesen.
Äh, und nein. Es hat keinen Volksaufstand gegeben und es gab keine Mahnung von Ofcom.
Laut einer Meldung des Schweizer Boulevardblatts “Blick” beginnt heute die nächste Verhandlungsrunde zwischen SKY Deutschland und der Formel 1 über die F1-TV-Rechte ab der Saison 2012. Der Blick zitiert Tanja Bauer dass die Chancen derzeit bei 50:50 stehen.
Außerdem feilschen RTL und Niki Lauda um einen neuen Vertrag. Möglicher Lauda-Nachfolger wäre Ralf Schumacher, der bereits einige Male das Lauda-Surrogat gab.
Spiel aus der Horizon League. Beide Mannschaften sind nur mäßig in die Saison gestartet und beide haben bereits eine Niederlage in den Conference-Spielen aufgedrückt bekommen. Der Vorjahres-National Championship-Finalist Butler hat sich zur Profilierung einen schweren Schedule am Anfang gegeben und hat fast alle hochrangigen Spiele verloren.
Es entwickelte sich ein typischen Horizon League-Spiel: defensivlastig und punktearm. Das Spiel blieb über die kompletten 40min eng. Die Defense von Wright State ging mehr auf den ballführenden Spieler, während Butler sich mehr auf die Verhinderung des Passes in den Kreis rein, konzentrierte.
Butler hatte das Problem, das seine Dreier, wie schon die ganze Saison über, nicht fallen wollten: 35,2% in der letzten Saison, 28,4% in der aktuellen Saison, 18,8% im Spiel gegen Wright State, auch bedingt durch die sehr zeckige Defense von Wright State. Ihr bester Dreier-Schütze #33 Stigall blieb ohne Punkte. Aber diese Defense gab Butler andererseits den Raum inside mehr Präsenz zu zeigen. Der lange Lulatsch C #44 Andrew Smith (6-11) mit 19Punkten und #23 Marshall mit 14Pkten.
Bei Wright State baute sich das Spiel wie gewohnt um G #34 Julius Mays herum auf. Ballverteiler, immer wieder in den Kreis eindringend und bei den Rebounds vorne dabei: 24 Pts, 7Rebs und mit Abstand am meisten gefoulter Spieler (11 Freiwürfe).
Das enge Spiel wurde in der Schlussphase dramatisch, als den beiden Backsteinfabrikanten plötzlich die Dreier gelangen. Zuerst Mays, 1:56 zu spielen, zum 57:54. Im Gegenzug antwortete der Center(!) Smith per Dreier zum Ausgleich. Nach zwei Freiwürfen für Mays, versenkte Center Smith mit 60 Sekunden auf der Uhr, den nächsten Dreier zum 60:59 und gab Butler damit den Vorsprung mit dem die Bulldogs die Kontrolle über die Uhr bekamen. Wright State bekam bei einem Dreier-Versuch ein fragwürdiges Foul zugesprochen und Balwigaire verwandelte alle drei Freiwürfe zum 62:62-Ausgleich, aber mit 22 Sekunden auf der Uhr konnte Butler sich den Gegner zurechtlegen und holte sich die Punkte 2 Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie.
Butler gewinnt 63:62, aber das Spiel machte einmal mehr deutlich, dass sich Butler nach den Abgängen von Howard und Mack (zusammen: 32ppg) in der Offensive in einem Übergangsjahr befindet.
Der kanadischen Zeitung Toronto Star sind vertrauliche Zahlen über die Erlöse durch Eintrittskarten der abgelaufenen NHL-Saison 2010/11 zugespielt worden. Dies ist zwar nicht die einzige Erlösquelle für die NHL und die Zahlen berücksichtigen z.B. nicht die Erlöse durch Sponsoren oder Medienrechte. Aber die Einnahmen aus den Eintrittskarten machen den größten Anteil aus.
Die sechs kanadischen Teams sind für ein Drittel aller Ticket-Erlöse der NHL verantwortlich, haben aber langsam ihr Potential ausgeschöpft: Montreal und Toronto mit jeweils 2 Mio US$ Ticketerlös pro Spiel. Am anderen Ende der Skala waren die Thrashers und die Islanders (392.000 US$/Spiel). Gerade bei den Thrashers, die nun nach Winnipeg gezogen sind, wird es interessant sein, wie sich ein siebtes kanadisches Team in diese Ticket-Erlös-Excel-Tabelle integriert.
Mal sehen ob sich, auch dank des weiterhin starken kanadischen Dollars, wieder Momentum aufbaut um sogar ein achtes Team aus den USA nach Kanada zu befördern. Aus US-Seite wackeln weiterhin die Phoenix Coyotes, die seit 2008/09 im Besitz der NHL sind, keinen Käufer finden und Spielzeit um Spielzeit 20-30 Mio US$ Miese machen. Auf kanadischer Seite wird immer wieder Quebec City als nächster Kandidat in der Schlange der interessierten Städte genannt.
Heute morgen macht ein Artikel des Daily Mail-Kolumnisten Charles Sale die Runde, der eine Wasserstandsmeldung abgibt über Konzerne die am Erwerb der Premier League-TV-Rechte interessiert seien. Neben den üblichen Verdächtigen BSkyB, ESPN und Al-Jazeera wird das getan, was immer gerne getan wird, um die Sache auf Sensation zu trimmen: einfach mal Google und Apple als angeblich interessierte Unternehmen in die Runde schmeißen.
Wird nicht passieren.
Es ist und war noch nie das Beuteschema von Apple sich selber in die Produktion von Inhalten einzuschalten. Apple versteht sich als Plattformbetreiber und ihr Business-Modell ist die Produktion von Hard- und Software und das Zur-Verfügungstellen von Vertriebsplattformen (um dann Provision zu kassieren). Aber Apples Businessmodell ist es nicht für seine Vertriebsplattform iTunes eigene Inhalte zu produzieren. Es gibt keine TV-Serien von Apple und es wird keinen Sportsender von Apple geben. Stattdessen bietet man eine Plattform für Apps z.B. von MLB.tv und der NHL an. Wenn die Premier League ihrerseits mit Apps o.ä. auf die iTunes-Plattform will, dann ist es ihr Ding, hat aber nichts mit einem Interesse von Apple an Broadcasting-Rechten zu tun. Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass es nach Steve Jobs Tod zu einer umwälzenden Strategieänderung kommt.
Die Nennung von Apple als möglichen Interessierten am Erwerb von Sportrechten ist daher der beste Indikator für hohen Bullshit-Faktor eines Gerüchtes.
Überraschend geräuschlos hat die deutsche Medienlandschaft das Interview von Yahoo-Deutschlandchef Heiko Genzlinger in der Januar-Ausgabe der SPONSORs aufgenommen. Genzlinger betont zwar mal wieder das Interesse von Yahoo an Bundesliga-Highlight-Berichterstattung, sagt aber in aller Deutlichkeit auch: eine Internet-Sportschau ist derzeit nicht finanzierbar und kommt daher für Yahoo nicht in Frage. Das Höchste der Gefühle ist für seinen Geschmack eine Zweitverwertung auf Yahoo Samstags nach 21h45.
[Liveblogging von der PK ab 13h geplant – sofern sie SKY Sport News übertragen bekommt]
Die BILD meldet die Entlassung des Trainers des SC FreiburgsMarcus Sorg. SKY Sport News bestätigt die Info. Eine Pressekonferenz soll gegen 13h abgehalten werden.
Interimstrainer soll lt. BILD Cotrainer Christian Streich werden.
Das Timing ist insofern etwas kurios, weil bereits vor neun Tagen, am 20.12., erste Schritte zur “Aufarbeitung” der Situation beim Tabellenletzten gemacht wurden, als man Yacine Abdessadki wegen eines Vorfalles im Mannschaftshotels fristlos gekündigt hat und sich in der Winterpause von fünf weiteren Spielern, u.a. Kapitän Heiko Butscher, Felix Bastians, Nicu, Salz und Yano trennen wollte. Diese Trennung wirkte wie die letzte Patrone von Marcus Sorg. Mit dieser Entlassung sieht es aber eher so aus, als hätte Sportdirektor Dirk Dufner nach dem letzten Spiel, der 1:4-Heimniederlage gegen den BVB, das Ruder übernommen.
SKY Sport News kündigt für ca 13h die Liveübertragung der PK an.
[Reihenfolge von oben nach unten!]
[13h01] Wer auch immer die Mannschaft trainieren wird, er wird nicht nur die schlechteste Abwehr der Liga übernehmen (39 Gegentore, zweitschlechteste Abwehr: 31 Gegentore/Werder), sondern auch einen Sturm der stark von Papiss Cissé abhängt: 9 von 21 Freiburger Bundesliga-Toren geschossen. Doch der entschwindet bis Mitte Februar zum Africa Cup of Nations.
[13h06] Dufner bestätigt auf der PK, dass der SC Freiburg Marcus Sorg entlassen hat (es gab Gerüchte wonach Sorg evtl. auch freiwillig gegangen sein könnte). Zitat Dufner, lt. Badische Zeitung: “Marcus Sorg ist charakterlich ein besonderer Mensch.“. In den letzten Tagen habe man sich aber Gedanken gemacht, ob der Schritt in der Mannschaft aufzuräumen, ausreicht und sich entschlossen auch auf der Trainerpositionen “einen Impuls zu setzen”. Der neue Trainer Streich, sei ein “anderer Typ”. Christian Streich ist kein Interimstrainer, sondern eine langfristige Lösung. Ein entsprechender Vertrag, auch für die Zweite Liga sei ihm angeboten worden.
[13h12] Dufner, lt. Badische Zeitung: “Wir hatten das Gefühl, dass der Glaube daran, enge Spiele zu gewinnen, in der Mannschaft nicht mehr vorhanden ist” (Freiburgs letzten beide Spiele: 0:4 in Köln, 1:4 gg Dortmund…)
[13h14] Auf die Frage wie es nun mit dem Statement von vor zehn Tagen aussieht, als man nach dem Dortmund-Spiel noch sagte, dass man zu Sorg steht, antwortet Dufner: “Sie kennen die Gesetze, wenn man Tabellen-18ter ist“.
[13h19] Streich und Dufner müssen Stellungen zu Fragen von Journalisten nehmen, was daran dran sei, dass Spieler zum Sportdirektor und Medienvertretern gegangen sind und Kritik an Sorg geäußert hätten. Dufner weicht aus und Streich dementiert die Vorwürfe die im KICKER standen.
[13h22] Der Vertrag von Christian Streich läuft bis Sommer 2014.
[13h27] Dufner erwähnt dass die Suspendierung/Entlassung/Freistellung der sechs Spieler rund um Butscher und Abdessadki auch von Christian Streich mitgetragen wurde – eine Begnadigung klingt unwahrscheinlich.
Aus Frankreich dringt die inoffizielle Kunde, dass der Pay-TV-Konzern Canal+ zum 24ten Januar 2012 seinen 3D-Sender einstellt, weil die Kosten in keiner Relation zu der Zuschauerzahl steht und weil die Inhalte zu unattraktiv sind.
Der Sender hatte im Februar 2011 seinen offiziellen Start und zeigte auch einige Fußball-Spiele. Anders als bei der Bundesliga, wurden aber z.B. von der Ligue 1 nicht regelmäßig 3D-Varianten produziert, so dass der Sender inkl. 3D-Spiele der Premier League und von La Liga zirka ein Fußball-Spiel pro Monat in 3D zeigte. Lt. dem Blog “En Pleine Lucarne” beliefen sich die Zusatzkosten für die “angeflanschte” Produktion in 3D z.B. bei Ligue 1-Spielen bei 150.000 Euro und bei 20-30.000 Euro Zusatzkosten für den einfachen Aufkauf von 3D-Rechten bei Fußballspielen für Premier League oder La Liga. Auch bei den Spielfilmen in 3D war der Output von Canal+ sehr zurückhaltend (der Wikipediaeintrag spricht von einem einzigen, neuen Spielfilm pro Monat).
Das Timing des Gerüchtes, an Heiligabend, ist natürlich schön für die Konsumenten, deren frischgekaufte 3D-Fernseher nun vor sich hingammeln.
Wenn aber ein Pay-TV-Konzern mit mehr als 7 Millionen Abonnenten aus finanziellen und inhaltlichen Gründen Probleme hat, einen 3D-Sender zu etablieren, wie mag das bei SKY Deutschland aussehen, deren Kosten durch das umfangreichere 3D-Programm höher sein dürften?
David Schraven von derwesten.de/WAZ hat sich den frisch veröffentlichten Konzernabschluss 2010 angesehen und auseinandergenommen. Darin bestätigt sich u.a. was man immer über die Ära Magath spekuliert hatte: dass er die Personalkosten explodieren ließ: von 68,3 Mio Euro (2009, Magath kam im Sommer 2009) auf 83,1 Mio Euro. Leider wird nicht aufgeschlüsselt wieviel davon 2010 fixe Personalkosten waren und wieviel davon Prämien u.ä. zu verdanken ist – Schalke wurde immerhin Tabellenzweiter und spielte in der zweiten Jahreshälfte 2010 Champions League. Dass dies Mehrausgaben beim Personal nach sich zieht, liegt auf der Hand.
Fazit von David Schraven: mehr Umsatz, Abbau der Finanzverbindlichkeiten, aber Anstieg der Gesamtschulden. Tönnies kündigt für 2011 einen Abbau der Finanzverbindlichkeiten um ca. weitere 10% an. Der Weg sieht gut aus, aber ein Seuchenjahr kann sich Schalke 04 nicht leisten. Mehr bei derwesten.de: “Schalkes finanzielle Aussichten: nicht ganz rosig“. Außerdem sei noch einmal die Analyse von “The Swiss Ramble” zur Schalker Situation nach dem Geschäftsjahr 2009 ans Herz gelegt: “Grounds For Concern At Schalke?“
Dies ist eine Saison in der es in der NFL die Auflösung der Hierarchien zu sehen gibt. Ich würde eine Ausnahme für die Green Bay Packers machen, aber das souverän von den New Orleans Saints gegen den Divisionskonkurrenten Atlanta Falcons gewonnene Monday Night Game (45:16) deutet darauf hin, dass die diesjährigen Playoffs zu einer gigantischen Ausgabe von “Schere, Stein und Papier” werden.
Selbst die Spitzenteams (s.o., die Packers als Ausnahme) zeigen so große Schwächen, dass das Fortschreiten in den Playoffs mehr eine Frage der Setzliste als des Könnens wird. Wenn New England trotz ihrer Secondary AFC-Champion werden, dann deswegen, weil die Gegner keine vernünftige Pass-Offense haben (Baltimore, Denver) oder sich inzwischen ein Lazarett angelacht haben (Houston).
Nicht sehr viel anders in der NFC. So krass die Offense der Saints ist (Speedspeedspeed, beweglicher QB Brees), die Defense der Saints scheint gegenüber der letzten Jahre auch im Stil keine Fortschritte gemacht zu haben. Gegen Atlanta gut zu beobachten: die Defense kennt beim gegnerischen Passspiel nur zwei Aggregatszustände: den Blitz oder die Bend-but-don’t-break-Defense. Dazwischen klafft eine Zone von 10-15yds, in der sich die Gegner mit gepflegten Kurzpassspiel reinfräsen könnten. Passt wie Faust aufs Auge auf New England und Tom Bradys überlebenswichtiges Kurzpass-Gedaddel. Da kann Brees Hang die langen Pässe zu forcieren (2 INTs gg Atlanta) schnell ins Auge gehen.
Ähnlich wie “Stein sticht Schere sticht Papier sticht Stein” scheint sich diese NFL-Saison abzuspielen: “Patriots stechen Baltimore stechen Steelers stechen Patriots“