Abgesang auf die Lakers 2004

Heute abend Spiel 3 der Spurs – Lakers-Serien (2:0 für Spurs), das erste Heimspiel für die Lakers in dieser Serie. Aber alles deutet auf ein Ausscheiden der Lakers in fünf oder sewchs Spielen hin.

Die New York Times sammelt heute Indizien für die Gründe für die schwachen Lakers 2003/2004. In “Out of Control and Aging, Lakers Near Exit Again“.

Vieles wird an Kobe Bryant festgemacht. Bryant, schon immer seinen Sonderweg gegangen, ist diese Saison noch weniger als sonst aufs Spiel konzentriert. Permenente Ablenkung durch den Vergewaltigungsprozeß-Prozeß in Denver, wenige Trainingseinheiten mit dem gesamten Team zusammen, offen seine Abneigung gegen Shaq zeigend.

Haben sich Shaq und Bryant sich bislang zusammenraufen können, brachten die Transfers von “Mailman” Malone und Gary Payton das sensible Gleichgewicht aus der Balance.

Mit Payton und Bryant gibt es nun gleich zwei Schlüsselspieler denen es massiv widerstrebt Jacksons “Triangle Offense” zu spielen. Payton scheint dafür mitunter von Jackson abgestraft zu werden und in den vierten Vierteln aus dem Spiel genommen zu werden.

Beide scheint förmlich der Wunsch nach Sabotage der Triangle-Offense zu einen und versetzen somit den Lakers den Todesstoß.

* Triangle Offense: Die Triangle-Offense ist kein bestimmter Spielzug, sondern eine Grundaufstellung aus der sich je nach Verhalten der Verteidiger, eine Zillion von Optionen ergeben. In der Grundaufstellung befinden sich drei Spieler der Offense auf einer Seite des Korbes recht dicht in einer Art Dreieck. Auf der anderen Seite stehen fast verloren zwei weitere Spieler.

Je nach Aufstellung der Verteidiger werden nun bestimmte Spielzüge durchgezogen. Jeder Spieler muß seinen Laufweg und das Timing kennen, damit Gegner rechtzeitig geblockt werden können, oder Pässe ankommen. Die Flexibilität macht das System schwer berechnbar für den Gegner, aber auch schwer erlernbar für die eigene Mannschaft, da permanent das Spiel “gelesen” werden muss, um die richtige Option aus der Grundaufstellung heraus auszuwählen.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

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