Nacht der Schwergewichts-Luschen

PREMIERE brachte heute nacht eine kurzfristig angesetzte Übertragung aus Buffalo/NY mit drei Kämpfen von angehenden Supergewichts-na ja-“Größen”.

Der erste Kampf hatte es aus europäischer Sicht in sich: Juan Gomez trat gegen Sani Sam an. Letzterer ist türkischer Europameister und stammt aus dem Universum-Boxstall.

Ersterer hingegen ist ein kauziger Exil-Kubaner der mehrere Jahre lang in Hamburg lebte und ebenfalls für Universum boxte. Dort wurde er Weltmeister im Cruisergewicht, aber wollte immer in die Schwergewichtsklasse. Universum opponierte. Sei es aus geschäftlichen Gründen, da man sich im Schwergewicht auf die Klitschkos konzentrieren will, sei es aus boxerischen Gründen, weil Gomez nicht über die Statur eines Heavyweightlers besitzt und keine Power in den Fäusten hat.

Der Kampf war recht unspaßig. Sani Sam stampfte mit der Agilität eines Kartoffelsackes durch den Ring, verteilte in jeder Runde drei, allerdings recht satte, Schläge und stampfte weiter. Gomez wiederum, hüpfte im Glaube ein kleiner Ali zu sein, durch den Ring, grimassierte und legte eine hohe Schlagfrequenz hin. Er kam problemlos mit seiner Geraden durch die Deckung von Sam durch, schlug viele Körperschläge, aber das ganze mit der Kraft eines Waschweibes.

Gomez hat den Kampf klar nach Punkten gewonnen, aber das Publikum hielt nicht viel von beider Leistungen und rieß sich zu Buhs hin.

Der Punktsieg von Quinn vs. Dokiwari war unterm Strich für die Zukunft des Schwergewichtsboxen nicht minder belanglos.

Im dritten Kampf gewann Local Boy “Baby” Joe Mesi gegen Williamson durch K.O. nach knapp anderthalb Minuten. Mesi ist ein stämmig wirkender Italo-Amerikaner, 29 Jahre alt. Offen dastehend, aber der hat Bügeleisen in den Handschuhen gehabt. Ich kann die Qualitäten von Williamson nicht einschätzen. Er wurde einerseits als guter Mann verkauft, andererseits ist mir ein 35jähriger Boxer der gerade mal 20 Kämpfe absolviert hat, etwas suspekt. Williamson hat recht idiotisch geboxt, hat trotz 10cm größerer Reichweite seine Führungshand nie als “Abstandhalter” gegen den pummeligen Itaker eingesetzt.

Mesi hat dagegen Laune gemacht, so ein typischer “local boy” der, wenn er motiviert ist, mit viel Herz alles niederboxen kann.

  1. Der beste boxer im universum boxstall ist Krasniqi

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.