NFL-Preview Gameday 2

Anderes Wort für Football auf PREMIERE? NFL-Resterampe.

Zwei “Knaller” stehen heute auf dem Programm: Chiefs gegen Panthers und Cards gegen Patriots. Wie auserlesen die Partien sind, kann man aus dem Umstand ablesen das FOX und CBS hier nur ihre Reporter dritter Wahl hinschicken. PREMIERE muss insofern vor Vorwürfen geschützt werden, weil die Spielauswahl durch NFL vorgenommen wird. Was aber die NFL reitet zum zweiten Mal hintereinander ein solch “unspektakuläre” Spielansetzung für das Spätspiel auszuwählen…

Noch ein Hinweis zur Austrahlung auf PREMIERE: heute muss man schon Options-Taste und ähnliches bemühen um den Football auf SPORT 2 zu finden.

Kansas City Chiefs – Carlona Panthers

19h00 FOX-Kommentatoren: Sam Rosen, Bill Maas

Das Debut des NFC-Meisters gegen Green Bay verlief enttäuschend. Vorallem das Laufspiel kollabierte (38yds) und es wird nicht besser. RB Stephen Davis ist mit einer Knieverletzung für heute und 1-4 weiteren Wochen draussen und der beste Panthers-Receiver Steve Smith ist wg. einem gebrochenen Bein ebenfalls nicht spielfähig. Problem der letzten Woche: Raumgewinn war da, aber keine FirstDowns.

Kansas City haben sich unter Coach Dick Vermeil, der Mann der bei den Rams für die Initialzündung sorgte, langsam zu einem der besten Teams der NFL herangerobbt, denen aufgrund fehlender Abwehr der Schritt auf die nächste Stufe versagt bliebt. Heuer scheint das auch nicht besser zu sein. Im letztwöchigen Sunday-Night-Game gab man gegen Denver 413Yards und 34 Punkte ab.

Es bleibt dabei: alles ruht wieder auf den Schultern von RB Priest Holmes. Läuft er gut, läuft es bei den Chiefs gut und man kann in High-Scoring-Games 30, 40 Punkte dagegensetzen.

Damit ist die Prämisse des Spiels klar: es gewinnt die Mannschaft, deren Abwehr dominanter sein wird. Die schwache Chiefs-Defense bekommt durch die Panthers-Verletzungen “Unterstützung”, die Panthers-Defense bekommt es heute mit einer Punktemaschine zu tun.

Arizona Cardinals – New England Patriots

22h15 CBS-Kommentatoren: Don Criqui, Steve Tasker

Die Cards sind eine der kleinen Franchise die mal wieder im Aufbau begriffen sind. Dennis Green, der Ex-Vikings-Headcoach ist aus dem Ruhestand gekehrt um die Braut vielleicht für einen Umzug das Los Angeles aufzuhübschen.

Green hat das Team umgekrempelt, im Kern steht die Offense rund um Rookie QB Josh McCown und den alternden RB Emmitt Smith

Die Patriots haben letzte Woche nicht völlig überzeugt. Der Titelverteidiger ließ doch mehr Yards als erwartet zu. Ist die Defense schwächer geworden oder war das der hochtourigen Angriffsmaschinerie der Colts geschuldet? So zahnlos wie die Cardinals-Offense ist, sollte heute die Pats Defense im Alleingang die Cards in Schach halten können.

Andere Spiele

Atlanta – St.Louis: zwei Sieger der letzten Woche die nur maue Leistungen boten. Es scheint wahr zu werden: QB Vick mutiert unterm neuen Falcons-Coach zum faden Pocket-Passer.

Baltimore – Pittsburgh: Standortbestimmung. Steelers mit einem Sieg von dem man nicht weiß wie wertvoll er war und die Ravens haben vom Divisionsrivalen Cleveland richtig eine aufs Maul bekommen (3:20). Dabei haben die Ravens nicht die mäßigen statistischen Werte gekillt, sondern die Fehler (INT, Sacks, FUM)

Detroit – Houston

Green Bay – Chicago: der Klassiker, den man sich an und für sich für Halloween im Oktober aufbewahrt. Die flexible Offense und Defense wusste am Montag gegen die Panthers zu gefallen.

Jacksonville – Denver: Markante Leistung der Broncos letzte Woche in Offense und Defense gegen die Chiefs.

New Orleans – San Francisco: die 49ers bestätigten bei der Heimniederlage gegen die Falcons die Befürchtungen, das sie dieses Jahr zu den schlechtesten Teams gehören. New Orleans versiebte den Start gg. Seattle völlig (7:21) und dämpfte damit etwaige Playoff-Ambitionen.

Giants – Washington: frustrierender Neuaufbau hier (Coughlin in NY), überwältigendes Debüt dort (Gibbs in WAS). Wenn die WAS-Defense ähnlich gut drauf ist…

Tennessee – Indianapolis: Divisionsduell. Bei den Colts dürfte der Frust über die neuerliche Niederlage bei den Pats tief sitzen und eine neuerliche Niederlage schwere Folgen für die Psyche zeitigen, während die Titans die “Operation Neues Laufspiel” gut überstanden haben.

Tampa Bay – Seattle: ein Spiel das zum Statement werden kann. Wenn Seattle sich über Grudens Rentnertruppe ähnlich hermacht wie gegen New Orleans, dann haben wir da schon recht früh einen potentiellen Superbowl-Kandidaten.

Dallas – Cleveland: das letztwöchige Spiel der Cowboys war ein Offenbarungseid in Sachen Laufspiel, völlig Parcells-untypisch. Testaverde warf sich einen Wolf und zeigte eine gute Leistung, es reichte aber gegen Minnesota nicht. Testaverde ist der letzte Starting-QB der “alten”Browns-Franchise gewesen, bevor jene nach Baltimore wechselte.

Oakland – Buffalo: Nochmal Standortbestimmung. Bei beiden gab es Auftaktniederlagen gegen schwer einzuschätzende Gegner.

San Diego – NY Jets: Die Jets galten als potentielles Playoff-Team, bevor sie sich aufgrund der Verletzung von QB Pennington eine Auszeit nahmen. Nun hat man evtl. alle Einzelteile zusammen. Auftaktsieg gegen die nicht für schwach gehaltenen Bengals.

Cincinnati – Miami (Sunday Night): zwei Verlierer. Die Dolphins-Niederlage kam nach der turbulenten Offseason und den bekannten Schwächen (Offense) nicht unerwartet. Die Niederlage der Bengals gegen die Jets schon eher. Die Defense scheint ein Problem zu bleiben: 438yds gegen die Jets.

Reaktionen

  1. Wo kann man Kommentare eingeben?

    Nach elf Jahren habe ich die Kommentare im Blog mangels Zeit für Kommentarverwaltung geschlossen. Es kann noch kommentiert werden. Es ist aber etwas umständlicher geworden.

    1. Das Kommentarblog http://allesausseraas.de/, aufgezogen von den Lesern @sternburgexport und @jimmi2times
    2. Sogenannte „Webmentions“ mit einem eigenen Blog. Siehe IndieWebCamp
  2. Steelers gegen Baltimore Ravens.
    Bei Duellen der beiden Teams ist sowieso Pfeffer drin.
    Noch pikanter könnte es werden, wenn Ex Steeler QB Kordell Stewart bei den Ravens auf das Spielfeld kommt.
    Wahlweise als QB oder als WR. Und dafür gibt es Anzeichen (Interview am Freitag mit Kordell)
    Es ist damit zu rechnen, daß er dann ganz für ihn speziell geschneiderte Spielzüge bekommt (Reverse vielleicht mit Paß oder sowas).
    Allerdings sollten Cowher und seine Steeler gut vorbereitet sein, sie wissen am besten wie er einsetzbar ist.

    Dallas gegen Clevland.
    Blick 10 Jahre zurück.
    Damals gewannen die Browns in Dallas mit 19 zu 14.
    In den Playoffs Wildcards bezwang die Browns dann damals die aufstrebenden New England Patriots.
    Der Cleveland QB von damals Testerverde, tritt heute für DAL an.
    Der DEF Coord der Cowbyos damals hiess Butch Davis und ist heute Trainer der Browns.
    Der damalige Trainer der Browns hiess Bill Belichik und ist jetzt Trainer der New England Patriots.
    Der damalige Trainer der Patriots hiess Bill Parcells und ist heute Trainer der Dallas Cowboys.
    Womit sich der Kreis wieder geschlossen hat…oder so…..

  3. Einen noch vergessen.
    Der heutige DEF Coach der Browns Namens Campo war damals in 1994 auch schon Assistant Coach in DAL.
    So jetzt aber genug an Personalien, in 30 Minuten fliegt das Ei. Bye Alex