Frankreichs blaues Auge

Frankreich – Kroatien 2:2

Frankreich macht die Sache noch einmal spannend. All die Souverinität die Frankreich phasenweise gegen England verströmte, wich einer Arroganz und “Laissez-faire”-Attitüde gegen Kroatien.

Sobald die Franzosen nicht 100% abrufen, verfallen sie in den Trott der Mittelmäßigkeit. Das Spiel wird uninspiriert und langsam vorgetragen, unterstützt von Trainer Santinis geänderter Aufstellung. Die gesamte Vierer-Abwehrkette bestand aus Innenverteidiger, nachdem #3 Lizarazu #13 Silvestre weichen musste und jener Silvestre im zweiten Spiel in Folge einen Elfmeter verschuldete, genauso wie der neu hereingekommene Altinternationale #8 Desailly den anderen Gegentreffer auf seine Kappe nehmen muss.

Wo im Mittelfeld #7 Pires das Spiel mit antrieb, sorgte nun #11 Wiltord für berechenbares Flügelspiel.

Auch wenn Frankreich vier Treffer bislang erzielte: keiner der Treffer war im eigentlichen Sinne “herausgespielt”. Zwei Freistöße, ein Elfmeter und ein verunglückter Rückpass.

Dieses Spiel hat einiges dazu beigetragen um Frankreichs Kredibilität als EM-Favorit zu ruinieren. In Frankreich dürfte jetzt die Diskussion um Desailly losgehen, aber man sich auch über Henry den Kopf zerbrechen, der seit, ich glaube letzten November, nicht mehr für die “l’equipe tricolore” getroffen hat.

Und wenn die Engländer sich auseuphorisiert haben, würde ich mir angesichts dieser Leistung von Kroatiens B-Elf, Gedanken um die Qualifikation für das Viertelfinale machen. Ob England am Montag, gegen 22h30 wirklich noch dabei ist?

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.