Vorspeise: argentinisches Rind mit englischer Minzsauce

Das Freundschaftsspiel Argentinien – England erwies sich in Genf in der ersten Halbzeit als überraschend unterhaltsamer Kick. 2 nicht gegebene Tore nach 12 Minuten, 1 Pfostenschuß, 3 großartige Torwartparaden. Da kann sich der Kassenpatient nicht beschweren.

Die Argentinier starteten furios in die Partie, England ließ sich weit zurück drücken und gab das Mittelfeld komplett auf. Die Viererabwehrkette Englands waren die ärmsten Spieler auf dem Feld, Argentinien rollte immer wieder ungebremst auf den Strafraum zu.

Nach und nach rückte England auf, den Argentiniern fiel immer weniger ein und die Engländer konnten ihrerseits dank einiger weiter Bälle und viel Physis von Rooney zu einigen Chancen kommen.

Halbzeitstand 1:1 durch Tore von Crespo (34te), der aus 4m eine abgefälschte Flanke einschiebt und von Rooney (39te) der auch seinerseits einen argentinischen Abwehrfehler aus 14m am Torwart vorbei einschießt.

Die zweite Halbzeit wird vermutlich ungleich lauer sein, da etliche Auswechslungen angekündigt sind. Ich werde zwar ein Auge draufhalten, aber was wichtig war, ist vermutlich schon gelaufen.

Die taktischen Aufstellungen:
England
#1 Robinson

#2 Young, #6 Terry, #5 Ferdinand, #3 Bridge

#11 King, #8 Lampard
#7 Beckham, #4 Gerrard

#9 Rooney, #10 Owen.

Die Viererkette scheint derzeit bei Eriksson recht stabil zu sein, auch wenn Young und Bridge außen nicht für übermäßig viel Impulse sorgen. Bridge zeigt immerhin einige Ansätze. Ferdinand wirkte in der ersten Halbzeit im Stellungsspiel nicht immer sicher.

Das Mittelfeld der Engländer stellt weiterhin ein Kuriosum dar. Man agiert einerseits gestaffelt, mit King und Lampard als eher defensive Spieler, um dann im nächsten Moment als Kette zu stehen, Beckham und Gerrard außen, ehe dann wiederum die Grundordnung aufgelöst wird. King zieht es immer wieder nach vorne, während Beckham weit auf die linke Seite geht.

Argentinien
#1 Abbondanzieri

#4 Zanetti, #2 Ayala, #6 Samuel, #3 Sorin

#15 Rodríguez, #5 Demichelis, #13 Cambiasso
#8 Riquelme

#9 Crespo, #11 Tevez

Riquelme spielt einen klassischen Spielmacher. Phasenweise läuft ausnahmslos jeder Angriff über ihn. Die Argentinier rücken nur langsam auf, so dass die Anspielstationen von Riquelme sich in der Regel auf die beiden Spitzen Tevez und Crespo sowie dem offensiven Linksverteidiger Sorin beschränken. Drei Stück die leicht gedeckt werden können. Ab und an kommt auch Cambiasso mit. Aber es braucht schon eine längere Druckphase damit auch andere Spieler sich offensiv einschalten, die ansonsten derzeit nicht willens sind, hohes Tempo zu gehen.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

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