Screensport Zwo: NFL, Rugby, Olympia

NFL: Los Angeles zieht immer noch nicht

Es hat seine Gründe, warum sich bislang noch kein NFL-Team in Los Angeles hat etablieren können (Okay, die Rams spielten schon einmal 48 Jahre lang in LA…). Es ist nicht sooo einfach.

Und so scheint es auch wieder zu sein. Die Bilder vom halbleeren Coliseum und halbleeren, 27.000 Zuschauer fassenden StubHub Center für Rams und Chargers (hier eine Auswahl bei The Big Lead) machten gestern die Runde in den US-Medien.

The Big Lead zieht den Vergleich zu College Football. Die Chargers hatten am Sonntag grad mal 25.300 Zuschauer (offizielle Zahl), während am Tag zuvor 43.000 in San Diego bei San Diego State gegen Stanford zusahen. Die Rams zogen am Sonntag offiziell 56.600 Zuschauer an. USC hat am Samstag jenes Coliseum mit 90.000 Zuschauer voll bekommen – das ist mehr, als die Zuschauerzahl der Chargers und Rams zusammen genommen.

Andere geben zu bedenken, dass es für die beiden neu nach LA gezogenen Teams seine Zeit braucht, um im einheimischen Sportkalender, in Konkurrenz zu den Lakers, Clippers, Angels, Dodgers, Ducks, Kings und etlichen College-Teams, einen Platz zu finden. Letzteres würde aber die immer wieder getätigte NFL-Ansage widersprechen, wonach der Los Angeles-Markt danach dürstet, Profifootball zu sehen.

… und Rugby auch nicht

Am letzten Wochenende wurde in Philadelphia ein reguläres Ligaspiel der englischen Rugby-Profiliga Premiership ausgetragen. Newcastle – Saracens fand dabei im Talen Energy Stadium (Fassungsvermögen: 18.500) nur 6.271 Zuschauer. Lange Gesichter allerorten.

Das Spiel ist das zweite Spiel der „American Series“, eines Fünf-Jahres-Deal zwischen Premiership und Vermarkter AEG, mit dem man Klub-Rugby in den USA etablieren will. 2016 verfolgten noch 14.811 Zuschauer in New York das Spiel Saracens – London Irish.

Im Juni kündigten AEG und Premiership an, dass man mit einem ausverkauften Haus in Philadelphia rechnet. Noch in der letzten Woche ging man von mindestens 10.000 Zuschauern aus.

Die Zuschauerzahl dürfte etliche US-Träume im Rugby-Lande zum Platzen gebracht haben.

Olympia 2024: Golf und Rugby Sevens bleiben

Das IOC bestätigte auf seiner Sitzung in Lima alle Sportarten von Rio 2016 auch in Paris 2024 zu behalten. Damit haben Golf und Rugby Sevens erst einmal eine Bestandsgarantie bekommen.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.