Boxen in schlecht

Sven Ottke verteidigt zum 20ten Mal seinen Titel. Aber was für ein grottenschlechter Kampf. Grottenschlecht mit ganz großem “G”. Um mich so eines schlimmen Langweilers zu entsinnen, muss ich schon zu den gefürchteten Ruiz-Holyfield-Kämpfen gehen, die in Sachen Klammern diesem Kampf nicht nachstanden.

Gegner Robin Reid hatte eine ganze Palette von Unsauberkeiten auf Lager. Alles dabei: Schwitzkasten, Tiefschlag, Nierenschlag, Innenhände, Hinterkopf, Runterdrücken, Klammern, mit dem Kopf in den Gegner reinbohren, Wegschubsen. Dafür gab es dann eine Verwarnung. Erstaunlicherweise nur eine.

Das mag daran gelegen haben, dass auch Sven Ottke sehr unsauber boxte, permanent klammerte. Aber ich schließe mich der Meinung von Reid an, dass der Ringrichter sehr, sehr unsouverän aussah.

Ottke hat einstimmig gewonnen, zwei Richter sahen ihn zwei Runden vorne, der Schweizer Punktrichter völlig hanebüchene 5 Runden. Ich selber sah ein Unentschieden. Ottke hat kaum Schläge setzen können, die rechte Gesichtshälfte von Ottke sprach Bände, ebenso die Ratlosigkeit die sich bei Ottke während der Ringpausen breitmachte.

Reid ist wiederum vorzuhalten, dass er für meinen Geschmack zu passiv war. Als Herausforderer in “Feindesland” muss er mehr machen. Und die Unsauberkeiten dürften bei den Punktrichter auch einen gewissen Unwillen erzeugt haben, Runden zugunsten des Reids zu geben.

Bah. Was für ein schlechter Kampf. Zur Entgiftung: heute nacht, 3h, PREMIERE: “Boxing’s Biggest Night… Ever’

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