Vor dem boxerischen Highlight in der Nacht (Wright vs. Mosley) kam der boxerische Tiefschlag in Form von Rummelplatz-Boxen aus Kempten aus der “Big Box Arena” in Kempten. Ringsprecher wieder der seinen Ruf endgültig ruinierende Ben “Laaaaadddddiiiiiiiieeeeeessssss aaannnnnttttt Geeentleman” Wett. In den letzten Tagen hat die BILD-Zeitung, einer der Sponsoren der Veranstaltung, den 2m17 (oder 2m13 oder 2m11) großen Russen Valuev hinreichend gehypte. Die Rahmenbedingungen gegenüber den ersten Auftritt des Russen den ich gesehen habe, im April, haben sich nicht wirklich verändert.

Valuev wird in der WBA trotz Gegner von der Qualität eines Gabelstaplerfahrers immer noch wacker auf Platz 9 geführt.

Heuer bekam er es mit Gerald Nobles zu tun, einem 33jährigen, 1m82 großen Schwarzen der nicht wirklich austrainiert wirkte. Seine Titten hingen schlaff herunter, jeder Schlag ließ das Körperfett noch Sekunden später nachwabbeln.

ARD-Kommentator Andreas Witte bezeichnete im April Valuev als “zirsensische Attraktion“. Valuev kann zwar inzwischen besser boxen, aber es ist noch meilenweit von der für einen Hauptkampf angemessenen Gütequalität weg.

Der Kampf war ein Witz. Valuev hatte seine Hose bis fast unter die Brustwarzen hochgezogen. Trotz 30cm Größenunterschied bot der Amerikaner mehr Trefferfläche als Valuev. Prompt wurden bei Nobles im 20-Sekunden-Abstand Tiefschläge moniert und in der 4ten Runde wg. wiederholter Tiefschläge disqualifiziert. Ein heftiger Schubser des Russens bei dem Nobles hörbar böse mit dem Knie auf den Ringboden aufschlug, blieb hingegen ungeahndet.

Es sind solche Veranstaltungen, vom Veranstalter über die Kampfzusammenstellung bis hin zur Übertragungen, die mich derzeit nur noch verächtlich auf deutsche Boxveranstaltungen blicken lassen.

Sauerland vermarktet die Klitschko-Kämpfe in Deutschland. Zum Glück bezieht sich das nur auf TV-Übertragunsgrechte (die derzeit darbende ARD, die ja angekündigt hat wg. Harald Schmidt beim Handball und Leichtathletik kürzen zu wollen, griff zu).

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