Zeilensport mit Nutzwert: wie komme ich an WM-Tickets ran

Der Tagesspiegel bringt in seiner Samstagsausgabe ein Interview mit einem Ticketverkäufer über die WM 2006 und wie man als Otto Normalverbraucher an Eintrittkarten rankommt.

Kurze Antwort: per Anmeldung im Internet und im Losverfahren. Man rechnet das jeder Zehnte Karten bekommt.

Schwarzmarkt wird es theoretisch nicht geben, dafür sorgen Chips auf/in den Eintrittkarten, in denen personenbezogene Daten gespeichert sind (bin immer wieder erstaunt was in dem Land das 1980 noch die Volkszählung ablehnte, inzwischen so alles möglich ist).

K.P. Schulenberg: Den [Schwarzmarkt] werden wir verhindern. In die Tickets ist ein Chip eingebaut. Darauf sind die persönlichen Daten des Käufers gespeichert. Nur wer die angibt, kommt durch die Drehkreuze. Wer kontrolliert wird und nicht zum Ticket gehört, wird nicht hineingelassen. Wir werden besser handeln als in Portugal oder Asien.

Tagesspiegel: Bei der Europa- und Weltmeisterschaft waren viele Plätze leerÂ…

K.P. Schulenberg: Â…obwohl das Stadion ausverkauft war, genau. Das waren Tickets, die verkauft waren, aber nicht genutzt wurden. Das können wir 2006 verhindern. Wenn jemand Tickets nicht in Anspruch nimmt, können wir sie aus dem System löschen und neue ausstellen.

Nachtrag: einen Tag später erschien im Tagesspiegel ein FAQ zum Thema WM-Tickets. Siehe auch entsprechender aas-Eintrag

  1. Und wenn ich für mich und meine 5 Freunde mal Karten kaufen will? Dann bin ich gearscht, weil die nicht reingelassen werden, weil sie nicht ich sind. Dann steh ich allein im Stadion, und meine Freunde stehen vor dem Stadion dumm rum. Haben die dabei überhaupt mal nachgedacht?

  2. Naja, ganz so blöd sind die Kollegen vom DFB ja nun anscheinend nicht:

    Da alle Karten erstmals mit einem Chip versehen werden, kann an den Stadientoren festgestellt werden, ob der Zuschauer die betreffende Karte auch erworben hat. “Wer ein Ticket an andere Personen übertragen will, kann dies nur mit Zustimmung des OK tun”, sagt WM-Funktionär Schmidt.
    http://www.impulse.de/ftd/artikel.html?artikel_id=682161

    Ich verstehe das so: Man kann sehr wohl Karten für andere Personen kaufen, muss aber deren Namen angeben. Ein Problem gibt’s wahrscheinlich nur, wenn jemand kurzfristig krank wird; der bleibt dann wohl auf seiner Karte sitzen und kann sie nicht noch schnell dem Nachbarn verticken. Wo gehobelt wird, fallen Späne.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.