Zeilensport: wenn der China-Mann bescheisst

In der heutigen FAZ gibt es einen langen Artikel von Zhou Deong über die Lage beim chinesischen Fußball. Aufhänger ist die Entlassung von Nationaltrainer Arie Haan (yep, der aus Stuttgart)

Gegen Haan [wurde] eine Hetzkampagne losgetreten […], und zwar von den Sportfunktionären, die damit versuchen, von ihren eigenen Problemen abzulenken.

In Peking tagte das nationale Sportbüro. Es faßte den einstimmigen Beschluß, daß Haan für die nahezu aussichtslose Lage die Hauptverantwortung trage. In den Medien kursiert seitdem eine “Zehn-Punkte-Anklageschrift” gegen den Holländer, die der verantwortliche Vizepräsident des chinesischen Fußballverbandes, Yan Shiduo, verfaßt haben soll.
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Schließlich sei Haan mit einem falschen Sendungsbewußtsein gekommen: Er komme, um China zu retten. In Wahrheit aber gehe es ihm bloß ums Geld, wie die “Shanghai Morning Post” in einer “Enthüllungsstory” am 18. Oktober behauptet. Um in die Nationalmannschaft zu kommen, sollen demnach Spieler Trainer Haan und seinem Assistenten, Theo De Jong, Geld zugesteckt haben. Allerdings hat der anonyme Insider für seinen schweren Vorwurf keinen einzigen Beweis vorzuweisen.

Zhou Deong beschreibt en Detail die marode chinesische Fußball-Szene die derartig von Korruption beherrscht wird, dass Ligateams inzwischen anfangen die “Chinese Football League” zu boykottieren.

Übrigens, für meinen Geschmack merkwürdig: Blatter und die FIFA schreitet bei den kleinsten Querelen von afrikanischen Verbänden ein und drohen mit Punkteabzüge und Ausschlüsse. Dass man aber in Sachen China aktiv geworden ist, ist noch nicht zu mir gedrungen

FAZ: “Vom siegenden Haan zum fliegenden Holländer

Läbe gäht weitä

He is back: Dragoslav Stepanovic, der Serbo-Hesse und einzig legitimer Produzent von Herberger-esken Weisheiten in den 90er Jahren: “Muss isch ma werfe” und “Läbe gäht weitä“.

Er ist inzwischen einer von drei Trainern, die laut BBC den ägyptischen Klub Zamalek in Hochform auflaufen lassen und, eat this, Arsenal, seit 51 Spielen ungeschlagen.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.