Screensport am Montag

Nach Relaunch der Website kommen die Programminformationen von BÄH noch spartanischer daher und häufig mit falschen Verknüpfungen bzgl. “Verwandte Sendungen” und Fotos. Heute kommen sie sogar so spartanisch daher, dass der Bereich von 14h30 bis zum Abend komplett fehlt. Aber gut… der neue Webauftritt borkt so sehr, dass ich schon gar kein Bock habe, das Ding weiter auseinanderzunehmen. Beim DSF anscheinend auch nicht. Letzter Eintrag im dortigen Blog: die Spielabsage in Frankfurt von vor zehn Tagen. Im ganzen September kommt man auf zwei Blogeinträge.

Eine besondere Erwähnung verdient heute die Aufzeichnung des Yankees-Spiel aus der Nacht (läuft leider nur heute mittag). Es ist die Abschiedsvorstellung des altehrwürdigen Yankee Stadium, 1923 gebaut. “The House that Ruth built” in Anspielung auf den legendärsten Baseball-Spieler, dessen Wechsel zu den Yankees 1920 den Aufschwung zu den Yankees brachte. Die Yankees haben keine Chance mehr auf die Playoffs und damit war da Spiel gestern gegen die Orioles eine furchtbar antiklimatische Veranstaltung um Abschied zu nehmen, ehe es im April 2009 gegenüber weitergeht.

Mein persönliches Highlight des durch Krankheit und Arbeit getrübten Wochenendes, war die Berichterstattung vom Ryder Cup auf BBC 5live, weltweit und für den Platz in Kentucky auch auf rydercup.com gestreamt. Die vier Paarungen wurden von jeweils einem Reporter und einem Experten verfolgt. Anders als auf anderen Plätzen offensichtlich nicht im Golfwagen, jedenfalls waren die Reporter mitunter hörbar außer Atem. Die Reporter verwendeten sämtliche Differenzierungen an Laustärke. Mal kurz vor einem Putt ganz leise, ins Mikrofon flüsternd, um dann im nächsten Moment ins Mikro zu schreien, dass der Spieler eingelocht habe. So hört man keine Fußballreporter brüllen. Keinen. Never ever.

Irgendwo auf dem Platz stand die “Homebase” mit John Inverdale und 2-3 weiteren Experten. Auch die standen im Freien und gewannen im Laufe des Wochenendes immer mehr Spaß mit den anwesenden (US-)Zuschauern zu kommunizieren. Da wurde dann mit den US-Fans über Fußball (= Soccer) und NASCAR diskutiert, zur Jagd auf John Travolta aufgerufen, der angeblich auf dem Platz anwesend gewesen sein soll. Die zwölfstündigen Übertragungsstrecken haben an Unterhaltungswert jede Fernsehübertragung geschlagen, weswegen ich auf Fernsehbilder fast komplett verzichtet habe. Radio at his best. Dafür liebe ich das Medium.

Montag, 22.9.2008

11h00 MLB: Florida Marlins – Philadelphia Phillies, NASN Tape

13h30 MLB: NY Yankees – Baltimore Orioles, NASN Tape
Abschied vom Yankee Stadium. Es ist das letzte Spiel vor dem Abriss und Wechsel ins neue Stadion gegenüber nächste Saison.

16h00 NFL: Minnesota Vikings – Carolina Panthers, #3, NASN Tape
Broadcaster FOX: Ron Pitts + Tony Boselli
Whl: Di 11h

18h30 NFL: Denver Broncos – New Orleans Saints, #3, NASN Tape
Broadcaster FOX: Joe Buck + Troy Aikman

20h15 Zweite Liga: Greuther Fürth – Kaiserslautern, #5, PREMIERE + BÄH live
PREM: Vorberichte ab 20h mit Thomas Wagner. Kommentar: Marc Hindelang. Whl: 22h30.

22h15 Fußball, Portugal: Paços de Ferreira – Benfica, RTP Int live

22h45 Sport Inside, WDR
Lance Armstrongs Comeback
Warum die EM in Polen & Ukraine wackelt
Trainingslager für arbeitslose Fußballer

2h30 NFL: San Diego Chargers – New York Jets, #3, NASN live
Vorberichte ab 1h in Monday Night Countdown
Whl: Di 21h30

Vorschau auf Dienstag

12h00 J-League: Jef United Chica – Nagoya Grampus, EUROSPORT 2 live
17h30 MLB: NY Mets – Chicago Cubs, NASN Tape

19h00 DFB-Pokal, 2te Runde, PREMIERE live
Ab 19h:
Erzgebirge Aue – Werder Bremen, Energie Cottbus – Mönchengladbach, Mainz 05 – 1.FC Köln, Frankfurt – Hansa Rostock
Ab 20h30:
Schalke 04 – Hannover 96, 1860 München – MSV Duisburg, Augsburg – Bayer Leverkusen

1h00 MLB: tba, NASN live

Reaktionen

  1. Wo kann man Kommentare eingeben?

    Nach elf Jahren habe ich die Kommentare im Blog mangels Zeit für Kommentarverwaltung geschlossen. Es kann noch kommentiert werden. Es ist aber etwas umständlicher geworden.

    1. Das Kommentarblog http://allesausseraas.de/, aufgezogen von den Lesern @sternburgexport und @jimmi2times
    2. Sogenannte „Webmentions“ mit einem eigenen Blog. Siehe IndieWebCamp
  2. auch in meinem Ryder-Cup Leben dürfte das einer der elektrisierendsten bisher gewesen sein, vielleicht auch gerade weil die europäischen Topspieler wie Garcia und Harrington diesmal praktisch Totalausfälle waren und auf beiden Seiten mit Poulter, McDowell, Kim und Mahan junge hungrige Spieler den Ton angebeben haben.

    Da das amerikanische Publikum auch, im Gegensatz zu früheren Austragungen, zwar sehr enthusiastisch, aber nicht gehässig unterwegs was (vielleicht abgesehen vom Jubel nach Garcias Wasserschlag oder den ewigen Booohhh-Gesängen), war es ein sehr spannender, höchst unterhaltsamer Wettkampf, der leider einiges in der Wochenendplanung durcheinander brachte. Dies war natürlich auch dem exzellenten World-Feed geschuldet.

    In zwei Jahren in Wales geht es weiter (dann hoffentlich mit Martin Kaymer als Spieler und nicht als Kursbegleiter).

  3. Es gab ja seit den Wochen vor der Nominierung diese ungute Atmosphäre rund um Nick Faldo. Ich weiß nicht inwieweit man Faldo Vorwürfe machen kann – wie intern die Atmo gewesen ist, vermag man nicht zu sagen, wie Westwood und Garcia ihre Pause am Samstag vormittag aufgenommen haben, kann man nur erahnen. Frau Westwood war jedenfalls sauer genug um mit der BBC zu sprechen.

    Es haben die Routiniers wie Garcia und Harrington versagten, es haben junge Leute versagt wie Wilson. Von den Wildcards war Casey ein Flop, Poulter nicht.

    Wenn man Faldo vielleicht einen Vorwurf machen muss, dann dass er es nicht geschafft hat, Zug oder ein “Leitmotiv” in die Mannschaft zu bringen. Bei den Amerikanern hatte man deutlich das Gefühl, dass einige Leute bestimmte Rollen zu spielen hatten, allen voran Boo Weekley. Bei den Europäern wirkte es hingegen beliebig. Aber wen hätte Faldo stattdessen nehmen sollen? Wenn man sich ansieht wie Jiminez und Harrington gespielt haben, darf man bezweifeln, dass es mit Montgomery und Clarke besser gelaufen wäre (zumal, wie gesagt: Poulter ein Highlight im Team war.)

  4. Mein Highlight heute morgen: anticlimactic (von anti-climax) mit antiklimatisch zu übersetzen… :-)))

  5. nun, nachher ist man immer schlauer, aber die Wildcard für Casey hätte sich Faldo sparen können. Wenn ein Spieler von seinem Kalber die automatische Qualifikation verpasst, ohne – im Gegensatz zu Poulter- bei den Majors wirklich zu überzeugen, dann macht man sich schon seine Gedanken.

    Ich denke schon, dass es mit Clarke oder Montgomerie etwas anders hätte laufen können, weil beide auch den teaminternen Leader geben können, der bei den Europäern etwas gefehlt zu haben scheint. Die englischen Kommentatoren auf dem World-Feed haben immer wieder auf die Bedeutung dieses Leaders hingewiesen, der auch mal in der Umkleide den Mund aufmacht. Diese Rolle hätte Garcia spielen können, der war aber etwas zu viel mit sich selbst beschäftigt. Die Amerikaner hatten in Mickelson, Perry und Leonard diese Leader, die die jungen wie Kim und Mahan mitgezogen haben.

    Insgesamt schienen mir auch die Paarungen von Faldo etwas sehr bunt gewürfelt.

    Was mir dieser Ryder Cup wieder gezeigt hat: Auch im Golf läuft mittlerweile sehr viel über die Emotion und das Momentum. Wenn ein Garcia, normalerweise ein Vulkan saft, und kraflos sein Einzel abschenkt, sagt das schon einiges über die Moral im Team. Nur Poulter und McDowell haben in diesem Punkt so richtig dagegengehalten. Karlsson, Jimenez und Stenson sind z.B. fantastische Golfer, die aber nicht unbedingt diese Mitreissmentalität haben.

    Nun, Faldo wird in zwei Jahren kein Käptn mehr sein (das Amt, so wurde spekuliert, könnte Olazabal oder gar Montgomerie übernehmen) und Martin Kaymer wird vielleicht ganz froh sein, dass ihm diese Nervenschlacht dieses Jahr erspart geblieben ist. Ob er dieser gewachsen gewesen wäre, wage ich doch etwas zu bezweifeln. Auf jden Fall war er viel im Blid und schien bereits gut in das Team integriert.

  6. @dogfood: Wilson vorzuwerfen, er habe versagt, ist aber arg weit hergeholt. Im Einzel hatte er gegen einen stark aufspielenden Weekly leider keine Chance, hat aber auf der ganzen Runde kein einziges Bogey gespielt. Da kann man wirklich nicht von Versagen sprechen. Harrington und Garcia dagegen sind ein anderes Thema, die haben wirklich beide schon deutlich besser gespielt. Casey gegen Mahan war ein sehr enges Match, und wenn nicht Mahan auf der 17 diesen unglaublichen Putt versenkt hätte, dann hätte Casey das Match auch gewinnen können, so wurde es ja nur halbiert. Auch nicht unbedingt etwas, was ich so hart mit Versagen bezeichnen würde. Vielleicht, aber ganz vielleicht, war da dann mit Radio-Übertragung alleine doch nicht genug Information dabei, denn eigentlich schätze ich deine Analysen – diese hier liegen aber doch etwas daneben.

  7. Casey (Nr. 157 der Putting-Statistik der US-Tour) hat aber die ganze Woche über grausig geputtet. Ich habe schon Wetten abgeschlossen, wann er den ersten Putt aus über zwei Metern locht. Am Sonntag war es dann auch erst Mitte der Runde soweit (und blieb ein einsames Gastspiel).

  8. Anfängerfrage von NASeN-Hereinschnupperer: Sind die NASN-Zeiten grundsätzlich nicht ernst zu nehmen, oder warum läuft da jetzt schon das Yankee-Spiel?

  9. Letztlich ist es doch von vornherein für Europa schlecht gelaufen. Einerseits, weil vor allem die vermeintlichen Punktesammler Garcia und Harrington nicht so gut drauf waren, andererseits, weil viele im US-Team einfach gigantisch gespielt, vor allem geputtet, haben und endlich einmal eine Mannschaft waren. Außerdem haben Azinger und sein Team m.E. einen viel besseren Trainerjob gemacht als Faldo, so weit ich das aus der Ferne beurteilen kann, was Präsenz u.ä. betraf.
    Ob Clarke und/oder Monty da hätten was ausrichten können, wage ich zu bezweifeln. Und mit einer Wild-Card Poulthard hat Faldo entgegen aller Experten einen Volltreffer gelandet.

  10. Poulthard ist wirklich gut. Poulter war gemeint.

  11. wie schreibt der Mirror heute in seiner Online-Ausgabe so schön:

    “….But Faldo got other decisions badly wrong. Losing Paul McGinley as his vice-captain last year and not replacing him left him short of backroom experience.

    While Azinger could call upon former captains Ray Floyd and Dave Stockton, Faldo had Martin Kaymer, DJ Spoony and caddie Billy Foster. Faldo’s Friday morning foursomes choice was bizarre – and handed the Americans a lead which they would never give up…”

  12. Laut ARD-Videotext hat Hannover beantragt, das Pokalspiel morgen wegen zu wenigen gesunden Spielern (14, davon 3 Torhüter und ein gesperrter) zu verlegen. Mal gucken, was wird, gabs glaub ich auch nicht, oder?

  13. Abgelehnt. ;-)

  14. @Andre: Gab’s aber schonmal. Nach der Absage von Eintracht – KSC war mal ein Überblick im Kicker über die Partien, die NICHT wegen dem Wetter abgesagt werden mußten. Da tauchte 1-2mal Virusinfekte auf.

  15. Viruseffekte können ja epedemieartig auf die ganze Mannschaft befallen und sind somit höhere Gewalt.

    Wenn aber alle Spieler aus unterschiedlichen Gründen/Verletzungen ausfallen ist das persönliches Pech.