1860 das nächste Dortmund?

Vorerst ist es nur ein “Blip” auf meinem Radar, aber die Sensibilität ist schon mal eine Stufe hochgeschaltet. Die Süddeutsche berichtet wohl heute, anscheinend nur im “Bezahl-Bereich”, über finanzielle Schwierigkeiten von 1860 München.

Auf fussball24.de ist eine entsprechende dpa-Meldungen mit einigen zusätzlichen Details und Dementi von 1860-Präsident Karl Auer zu lesen.

Die SZ soll melden dass die Kreditlinie bereits um eine Viertelmillion überzogen sei und man in dieser Saison mit 3 Mio Miese abschliessen könnte. Man suche einen Vermarkter dem man die Werberechte verkaufen könnte.

Natürlich könnte damit auch das Münchner Stadionprojekt in Kalamitäten kommen. Die Bayern scheinen hinter den Kulissen vorzusorgen und die entsprechenden Verträge gegen den “Ausfalls einer der beiden Vertragspartner” absichern zu wollen. Nach dem aktuellen Status müssten die Bayern bei einem Ausfall von 1860, deren gesamten 100 Mio schweren Anteile übernehmen, was auch die Bayern nicht wuppen können.

Die SZ schreibt weiter, dass nur der Transfer von Benjamin Lauth die Zweitliga-Lizenz gesichtert hätte. Und um Frischgeld zu bekommen, habe man den HSV angewiesen bereits jetzt statt im April die Ablösesumme zu überweisen.

Wie gesagt, es gibt zwar ein Dementi von Präsident Auer, aber das liest sich so lauwarm, dass man angesichts der Erfahrung mit BVB-Rhetorik, bereits jetzt zum Floristen gehen sollte um sich einen Kranz zu kaufen.

Die Liquiditätssituation des TSV München von 1860 ist stabil. Die Finanzierung des laufenden Betriebes ist bis Ende der Saison 2005/2006 sichergestellt

Wie? Es herrscht Nebel und die Sichtweite beträgt 16 Monate und dahinter könnte sich die Wand befinden, gegen die man fährt?

[Nachtrag 9.3.2005: 1860 hat inzwischen einen Vermaktungsvertrag mit IMG abgeschlossen, siehe aas]

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