Ottawa Renegades – Edmonton Eskimos 21:29

Nennen wir das Spiel “bizarr”. Die Ergebnistafel und Statistik sagt was anderes als der Spielverlauf.

Die Edmonton Eskimos (3-1) kamen als eine der beiden dominanten CFL-Mannschaften in die Hauptstadt Ottawa, die gemeinhin nach dem ersten Saisonviertel mit ihrer Bilanz von 2-2 als Überraschung gezählt wurden. Für die Renegades waren die Eskimos daher ein Happen für die Standortbestimmung.

Hoffnung konnten die Renegades aus einem sehr guten Spiel in der Vorwoche schöpfen, als man eine wirklich runde Partie gegen Calgary ablieferte. Aber lag es wirklich an den Qualitäten Ottawas oder an der Schwäche Calgarys?

Die Antwort nach dem Donnerstagsspiel: es war wohl wirklich mehr die Schwäche der Stampeders. Unter sehr schwülen Bedingungen konnte Ottawa zwar das Spiel statistisch eng halten, aber schon punktemäßig musste man früh einen 20-Punkte-Rückstand hinterherlaufen und auf dem Feld war die Dominanz der Eskomis noch weitaus deutlicher.

Die Renegades konnten aus dem ersten Drive der Eskimos Hoffnung schöpfen, als sie den QB Ricky Ray permanent unter Druck setzen konnte. Aber das war es dann auch schon. In der Folgezeit konnten die Eskimos immer wieder lange Drives hinlegen und immer wieder mit guter Feldposition arbeiten. Meistens gelang bereits ein gutes erstes Down und das zweite Down 2nd and 3 und so, war nur noch Formsache und ließ sich mit mannigfaltigen Optionen bewältigen.

Anders die Renegades. Schnell fingen sie an ungeduldig das Big Play zu suchen. Häufig misslang bereits das First Down und das zweite Down wurde so immer zum Passing Down, leichte Arbeit für die Defense.

Das es überhaupt noch so eng wurde, ist einem Comeback in den letzten 2-3 Minuten zu verdanken.

Es gab zwei Schlüsselpositionen die das Spiel entschieden, weil sie für die Feldpositionen sorgten: der Punter der Renegades machte zwar hohe, aber keine weiten Punts. Zweiter Faktor: gut aufgelegtes Return-Team der Eskimos. Auf Seiten der Renegades diametral entgegengesetzt: das Specialteam ließ zu weite Returns zu und der eigene Return-Mann wurde meistens nach 10yds gefällt. Da die Returns in der CFL eine weitaus höhere Bedeutung als in der NFL haben, war die daraus resultierende Feldposition schon eine Vorentscheidung. Und da die Eskimos, im Gegensatz zur Vorwoche, kaum Ballverluste hatten, war es so, als ob die Renegades immer bergauf und die Eskimos bergab spielen mussten.

Aus Renegades Sicht enttäuschend: nur wenig Läufe für Ranek, der sich zudem auch noch verletzte und das was letzte Woche so gut geklappt hatte, Big Plays auf Yo Murphy, war heuer nicht zu sehen.

Ottawa nun 2-3, Edmonton 4-1.

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