Atouba verabschiedet sich vom HSV

Wenn ich der Radio-Reportage glauben darf:

Timothee Atouba wurde eben bei der Champions League-Partie gg. ZSKA Moskau nach zirka 75 Minuten ausgewechselt, nachdem er immer häufiger überrannt wurde. Beim Verlassen des Spielfeldes, zeigte Atouba der Hamburger Fankurve den Mittelfinger, Co-Trainer Ralf Zumdick scheißt daraufhin Atouba zusammen, der Schiedsrichter lief raus und zeigte dem bereits ausgewechselten Atouba wegen dem Mittelfinger die rote Karte. Atouba zoffte sich weiter mit Zumdick. Atouba dürfte damit auf dem Winterpausen-Grabbeltisch für Fußballer-Sonderangebote landen.
[Nachtrag: Bitte unbedingt die Kommentare lesen. Die Aktion von Atouba kann auch in anderem Licht gesehen werden]

Moskau führt derzeit 2:1. Der HSV bot eine gute erste Halbzeit, aber brach in der zweiten Halbzeit wieder zusammen, fing sich nach einem 50m-Solo den 1:2-Gegentreffer ein.

Reaktionen

  1. Wo kann man Kommentare eingeben?

    Nach elf Jahren habe ich die Kommentare im Blog mangels Zeit für Kommentarverwaltung geschlossen. Es kann noch kommentiert werden. Es ist aber etwas umständlicher geworden.

    1. Das Kommentarblog http://allesausseraas.de/, aufgezogen von den Lesern @sternburgexport und @jimmi2times
    2. Sogenannte „Webmentions“ mit einem eigenen Blog. Siehe IndieWebCamp
  2. Tja, wer hat denn auf der linken Seite Nachholbedarf? In der Bundesliga fällt mir da kein Verein ein. Vielleicht will er sich ja auch zurück nach England verabschieden, aber nach seiner Leistung gegen Arsenal werden da auch nicht sooo viele Manager anklopfen.

    Wie wär’s mit Köln? Daum wird doch in der Winterpause alle Spieler kaufen lassen, die nicht bei 3 auf den Bäumen sind.

  3. So weit ich das gesehen habe, wurde er aber auch aus dem Publikum angespuckt bzw. hat jemand den mit einem Getränk gefülltem Mund ihm entgegen gespuckt.

  4. Wahnsinn! Der HSV lebt und dreht das Spiel!

  5. Irgendjemand immer noch der Meinung, dass Doll die mannschaft noch im Griff hat?

  6. Er wurde vorher schon ausgepfiffen, da kann ich schon ein wenig seinen Frust verstehen. Er ist heute mal wieder verletzt ins Spiel gegangen, um irgendwie zu helfen. Der Reporter drückte es ganz richtig aus: Das ist schief gegangen.
    Aber ihn dafür auszupfeifen, ist von den Fans schon hart, vor allem, weil Atouba noch vor kurzem Der Fanliebling war. Er risikiert seine Gesundheit und das ist der dank? Naja, klar hat er ein wenig übertrieben reagiert, aber er wurde, wie schon beschrieben, bespuckt, wenn auch erst nach dem Mittelfinger. Schon traurig, was aus diesem so beliebten und begnadeten Spaßfußballer geworden ist oder vom HSV gemacht wurde.
    Grade hat übrigens der nächste von den Fans gehasste Spieler das 3:2 gemacht: Sanogo.

  7. Okay,

    schlimmes Deutsch von mir da oben, dafür gewinnt der HSV mal wieder…

  8. Wahnsinn die Wende ist geschafft, der HSV wird Meister und Pokalsieger… ach geht nicht mehr…. naja dann nächstes Jahr.

  9. Die Spieler feiern, als ob sie die Championsleague gewonnen haben. Immerhin haben sie ein Spiel gewonnen, aber das würde NIX, wirklich GAR NIX bringen, wenn sie am Wochenende nicht nachlegen. Da wird sich der wahre Charakter der Mannschaft zeigen. Ich bin auf jeden Fall gespannt….

  10. Und schon stehts 3:2 :-D

  11. Wie gesagt: ich habe nur die Radioreportage und dort wurde kein Spuckvorfall erwähnt… was die Sache relativieren würde.

    Aber irres Spiel. Der HSV liegt am Boden, schlimmer geht es nicht und dann drehen die binnen 10 Minuten das Spiel um, u.a. wieder mit einem VdV-Fernschuß.

    Hach schade, die Szenen nach Abpfiff hätte ich gerne gesehen. Kann das jemand beschreiben? Was hat Doll, was haben die Spieler gemacht?

    Irre. Und oben sitzt der Aufsichtsrat und hat einen ganz engen Kragen. Wenn Doll nun noch am Wochenende gewinnt… ich mag mir das nicht vorstellen…

  12. Beisersdorfer scheint im Interview trotzdem wegen der Atouba-Aktion eher niedergeschlagen zu sein. Im Grunde kann Atouba in AOL-Arena nicht mehr auflaufen, Provokation hin oder her.

  13. Doll war mal wieder sofort in der Kabine, die Spieler feiern mit den Fans in der Kurve.

  14. Bastian Reinhardt im Interview sinngemäß: “Wir haben das Spiel auch für Timmy gedreht und ich bin mir sicher, dass er am Samstag wieder dabei ist”

  15. Beiersdorfer war im Interview mit Premiere doch sehr angeschlagen, sei es wegen dem Vorfall mit Atouba oder wegen dem dramtaischen Spiel.
    So wie ich die Szene mit Atouba gesehen habe zeigt Atouba zuerst der Tribüne den Mittelfinger, daraufhin wurde er angespuckt und zeigt daraufhin nochmal dem ganzen Stadionrund den Effefinger.

  16. Vielleicht war das so’n Spiel, was sie brauchten…..auch mit dem Vorfall von Atouba. Das wird sich am WE zeigen. Ich bin gespannt.

  17. Wow, wie locker ein Doll sein kann, wenn HSV mal gewinnt, so hab ich ihn das letzte Mal…keine Ahnung wann gesehen.
    Sammer nennt es schon ein Umschwung, lobt Doll für alles, was er getan hat. Wie schon gesagt, ich bin gespannt, was am Wochenende passiert.
    Den Bierschmeißer haben sie übrigens im Vollbild, der kann seine Dauerkarte (falls er eine hat) wegschmeißen.
    @dogfood: Doll hat deine Überschrift zitiert im Interview grad ;). Er sagt, das stimmt natürlich nicht, sowas darf nicht passieren, aber das ist nicht Atoubas Ende.

  18. Doll hört sich im Premiere Interview nicht so an, als wenn es große Konsequenzen für Atouba geben wird. Wenn man Atouba trotzdem bestrafen sollte, dann muß es aber auch ein paar Stadionverbote für die Fans geben, die Atouba so übel angemacht hat. Die hat man gerde nämlich noch mal in Zeitlupe gesehen, sehr unangenehm…

  19. Na, jetzt freu ich mich ja darauf, am Samstag im Stadion sein zu dürfen. Aber ohne van der Vaart hätten sie das Ding verloren…

  20. Ich komme gerade aus dem Stadio. Hat mich total gewundert, dass fast alle bis zum Ende geblieben sind. Die Stimmung war bis zum 1:1 richtig schlecht. So leise habe ich es lange nicht mehr erlebt. Danach wurde es schon etwas besser.

    Persönlich finde ich es nicht schön, dass Atouba ausgepfiffen wurde. Aber ganz ehrlich, in der Verfassung würde ich ihn nicht spielen lassen. Das er beim 2. Gegentor der letzte Verteidiger ist, der den Ball nicht bekommt ist natürlich höchst unglücklich. Zumal der Spieler von rechts reingelaufen kommt und gar nicht in Atoubas Bereich hätte kommen müssen. Die Auswechslung ging übrigens von Atouba aus, nachdem er ausgepfiffen worden ist. Kann ich nachvollziehen. Was genau passiert ist, konnte ich von meinem Platz nicht genau verfolgen.

    Nach dem Spiel sind die Spieler in die Kurve gekommen und haben eine Ehrenrunde gedreht. Die Fans waren die letzten fünf Minuten auch wieder voll dabei. Ich hoffe gegen Nürnberg kann das Positive (zweimal Rückstand ausgeglichen) aus dem Spiel mitgenommen werden-:)

  21. Habe den ganzen Mist gestern nicht gesehen, es ist auch egal. Meine Vermutung ist, dass einfach Bauernopfer gefunden werden mussten. Atouba wird ersteinmal in den Schlagzeilen für 2 Tage stehen und etwas Druck von der Mannschaft nehmen. Übrigens: welcher Verein würde Atouba jetzt nocher verpflichten? Trainer Meyer wird schon dafür sorgen, dass der Club am Sonnabend mindestens 1 Punkt mitnimmt!

  22. Blick durch die Morgenpresse bzw. deren Website: weder BILD, MoPo noch Hamburger Abendblatt setzen Atoubas Aktion in Relation zum Bier-Werfen oder Angespuckt-werden. Es wird meistens nur erwähnt, dass er ausgepfiffen wurde.

    Ich weiß gar nicht wer schwerer zu halten ist: Atouba oder Doll.

  23. Das Abendblatt hat einen seperaten Artikel für den Atouba-Vorfall.

  24. Ich weiß, ich hab ihn gelesen. Aber verglichen mit den Beschreibungen der Leute hier in den Kommentaren, die die Szene bei PREMIERE gesehen haben, klingt der Abendblatt-Artikel blutarm und für einen neutralen Leser liest es sich so, als hätte es erst die zwei Mittelfinger und dann die Bierbecher gegeben.

    Aus den Kommentaren hier, habe ich einen anderen Eindruck.

  25. Fussball ist ein seltsames Spiel. In der Vorwoche gegen Bochum gescheitert, in der CL gegen Moskau gewonnen. Das soll mir mal einer sinnvoll erklären. ^^
    Ich wage keine Prognose für das Spiel gegen Nürnberg.
    Die Situation ist für alle Beteiligten schwierig, inkl. der Spieler. Sind schliesslich auch nur Menschen.
    Da kann so eine Entgleisung schon mal vorkommen. Atouba wird intern abgestraft, muss Babies küssen und 354 Fanclubs mit signierten Trikots beschenken, und das wars dann.

  26. Wenn das mal so einfach wäre. Da müssen sich Atouba und der HSV aber etwas “Canossa-artiges” einfallen lassen, sonst wird er in Hamburg kein Bein mehr auf die Erde bekommen. Einfach werden die Zuschauer nicht zu beruhigen sein.

  27. Ich möchte nicht soviel gegen die aufkeimende HSV Jubel Stimmung schreiben, aber kann es nicht auch sein das es Moskau scheiß egal war wer das Spiel gewinnt? Kann meine Informationen leider nur auf den Sport1 Ticker beziehen und die haben Moskau ein merkwürdiges Abwehrverhalten (HSV Style) attestiert. Da muss man sich in der Bundesliga schon auf andere Gegenwehr gefasst machen.

    Das mit Atouba ist unverzeihlich und das mildern auch keine Bierwerfer, zumal er den Effe ja dem ganzen Stadionrund gezeigt hat.

  28. Ein Profi ist ein Profi ist ein Profi….

    Bestes Beispiel: Jose Mourino nach dem “angerotzt werden” vor dem Spiel Porto – Chelsea vor einiger Zeit: Alle Kräfte sammeln, weggehen und nur angewidert sein von solch´ einem armen Auftritt.

    Leider passen Atoubas Leistung und Verhalten eins zu eins zueinander. Vermutlich hat er keinen Bock mehr auf seinen jetzigen Vertrag und den HSV. Das hatte er ja schon vor einiger Zeit geäussert.

    Wenn Doll auch nur den Hauch einer Chance haben will zu “überleben”, dann muss der weg. Auch wenn am Samstag ein Amateur auflaufen muss…

  29. Und nochmals eine andere Sichtweise von jemandem der im Stadion war:
    Il Pistolero.

  30. Wie war der Ablauf den nun genau? Erst Stinkefinger in eine Richtung, dann Bierbecherwurf, dann Stingefinger ins gesamte Rund?
    Ich weis nicht was ich davon halten soll, einen Spieler der verletzt ins Spiel geht derart auszupfeifen, dazu die allgemeine Situation beim HSV, da kann ich bei einem etwas sensibleren Typen schon verstehen wenn eine Sicherung durchbrennt und er sich zu so einer Geste hinreißen lässt. Profi hin oder her, egal wie sehr jemand Profi ist und egal wie viel Geld er dafür bekommt, er ist immernoch ein Mensch und zeigt entsprechend auch menschliche Reaktionen. Ob nun allerdings das Tischtuch von beiden Seiten her nochmal zu kitten ist, das steht auf einem anderen Blatt.

  31. Wie ja bereits hier ausführlich beschriebenso, war klar zu erkennnen, dass Atouba nach lauteren Pfiffen gegen sich als gegen van Buyten beim letzten Heimspiel entnervt um seine Auswechslung gefleht hat. Und die Pfiffe kamen daher, dass er nicht mehr kämpfen konnte, keine Kraft mehr hatte und natürlich jeden Zweikampf verloren hat. Nicht, weil er Schuld am 1:2 war…

    Aber hier noch mal die Frage an Euch und Eure Sichtweise der Dinge. Hätte nicht Doll ihn auswechslen müssen, spätestens nach seiner gelben Karte? Warum muss ein erwiesenermaßen nicht fitter Spieler sich quasi selber auswechseln?

    Klar, der Stinkefinger ging gar nicht. Aber Bierbecher auf HSV-Bak werfen geht auch nicht! Solche “Fans” will keiner haben…
    Kurz nach der Auswechlung skandierte die Nordtribüne “Atouba, oho…”. Zwar haben sie auch gepfiffen, aber der Weg die eigene Bank zu bewerfen…. Den gehen sie nicht mit, gut so!

  32. atouba hat ganz, ganz, ganz, ganz schlecht gespielt und auch wirklich ganz, ganz, ganz, ganz schlechte und riskante aktionen gebracht, die sehr oft schief gegangen sind und von denen mehrere zu chancen des gegners führten. zudem hat er den elfer verschuldet und sich beim zweiten tor als letzter mann sehr übel ausspielen lassen. die pfiffe waren also durchaus berechtigt (auch wenn es wirklich hart ist einen einzelnen und dazu noch eigenen spieler auszupfeifen).

    aus meiner sicht ereignete sich der vorfall folgendermaßen: nach den pfiffen (und nachdem klar wurde, dass das halbe stadion pfeift) hat atouba sehr schnell signalisiert, dass er ausgewechselt werden möchte. das mag vielleicht als mannschaftsdienlich interpretierbar sein, ist in hamburg aber unverzeilich (der volkspark liebt sich-aufopfernde-strassenfussballer siehe hollerbach und co) und damit höchst dämlich. das heizte die stimmung noch mehr an. während der nächsten minute bis die auswechslung vollzogen wurde reagierte atouba auf die pfiffe, klatschte höhnisch beifall. so schaukelte sich das hoch und gipfelte darin, dass mehrere leute(!) auf der tribüne nach der auswechslung ihre bierbecher wütend richtung auswechselbank schleuderten. nach der roten karte marschierte atouba in die kabine und machte, ebenso wie die tribüne, weiter.

    ein freund, der auf einer nebentribüne gesessen hat, erzählte mir heute morgen, dass es durchaus auch rassistische rufe gegeben haben soll. davon habe ich persönlich nichts mitbekommen, möglich ist dies natürlich und macht atoubas reaktion vielleicht erklärbarer.

    diese ganze geschichte wäre verhinderbar gewesen, wenn doll früher von sich aus gewechselt hätte…

    ich hatte den eindruck, dass atouba schwer in seinem stolz gekränkt war (er hätte größe zeigen und nach abpfiff gerade noch einmal zu diesen fans gehen können – wäre allerdings obsolet, wenn es rassistische rufe gab) aus diesem grund glaube ich nicht, das der noch lange beim hsv bleibt.

    abschliessend: bierbecher werfen, bespucken, oder diskriminieren (rasse, geschlecht, religion, etc) eines spieler geht gar nicht!

  33. Da geht man einmal nicht ins stadion… und dann das jahr100ereignis…
    dead man walking. Ich hätte es nicht mehr für möglich gehalten, aber: Die schlagen Nürnberg und Doll bleibt doch. Wahnsinn.

  34. Prolog:

    Atouba (Tottenham Hotspur) galt zwar als einer der besten afrikanischen Verteidiger, als er von Basel zu Tottenham wechselte. Problem: Seine ständigen Übersteiger und Beinschüsse, die viel zu oft zu Gegentoren führten. Tottenham spielt unter Anspruch, die Fans erwarten eigentlich UEFA Cup. Erreicht wird ein Platz im Mittelfeld. Bei den Spurs-Fans ist die Geduld irgendwann am Ende und Atouba unten durch. Fehler werden ihm nicht mehr verziehen, auf Links spielt nur noch Y P Lee. Ergebnis: Atouba wechselte für einen recht niedrigen Betrag (im Verhältnis zu der Ablöse, die Basel bekommen aht) im Sommer 2005 zum HSV.

    1. Akt:

    Atouba kommt zu einem Team auf dem Weg nach oben. Mit ein paar klugen Neuverpflichtungen und nicht zuletzt durch Trainer Doll stellt der “Dino” HSV die Weichen auf den lang ersehnten Aufschwung. Und die ersten Ergebnisse stimmen auch. Bei Atoubas übersteigern in höchster Bedrängnis geraten die HSV Fans in Verzückung.
    Atouba gerät fast zum Sinnbild des “neuen” HSV. Man ist wieder wer. Man kann sich auch sowas wieder erlauben. Man gewinnt nicht nur, nein, Atouba demütigt den Gegner.
    Neben den üblichen Verdächtigen (van der Vaart, van Buyten) ist Atouba einer der beliebtesten Spieler des HSV.

    2. Akt:

    Das Spiel gegen Bremen. Nachdem man am vorletzten Spieltag bei Hertha die vorzeitige direkte Qualifikation zur Champions League verpasst hat (und damit auch Bayern vorzeitig die Meisterschale aushändigte), hat man nun das “Endspiel” gegen den verhassten Lokalrivalen. Daheim. Und verliert. Eine super Saison, inklusive zwei Siegen gegen den Meister Bayern, ist zuerst mal im Arsch.
    Planungssicherheit? Kaum, da man aufgrund fehlender Erfolge in der Quali nicht gesetzt sein wird. Fast schon logisch, Leistungsträger wandern ab, zum Teil vergrault man sie sogar, und fähigen Ersatz bekommt man kaum. Ach ja, und Kamerun verpasst die WM gegen die Elfenbeinküste, Atouba schaut sich die Spiele von der Tribüne aus an.

    3. Akt:

    Atouba ist angeschlagen, der HSV spielt Mist. Die Personalsituation ist angespannt, ständig werden Spieler eingesetzt, die noch nicht wieder auf der Höhe sind. Dass dann nicht die Leistungen kommen, ist zu erwarten. Die Fans erwarteten vor der Saison den “nächsten Schritt”, d.h. ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen, was bekommen sie? Abstiegskampf. Die ganze Mannschaft spielt streckenweise richtig furchtbar. Nicht ausgenommen: Atouba.
    Nur sein Problem: Seine Spielweise. Seine Übersteiger, Hackentricks, Beinschüsse. Wenn es läuft, Bravissimo. Wenn es nicht läuft, und sowas sogar schief geht, dreht das Publikum durch. Weil es den Eindruck erweckt, Atouba kümmere nicht das Ergebnis, sondern nur, wie er selbst dasteht. Die Eskalation: Das CL Spiel gegen Moskau, als Atouba von den Fans der Rückstand (und wahrscheinlich auch die Gesamtsituation des HSV) angekreidet wird. An diesem Abend entlädt sich die gesamte Wut, die gesamte Enttäuschung über den Saisonverlauf, über das schlechte Standing des Lieblings Doll, weil die Mannschaft Dreck spielt, über den Vorstand, der Leistungsträger kampflos gehen lies – generell über eine Saison, die nicht den Ansprüchen entspricht. Und zwar auf einen Spieler, der recht früh unglücklich einen Elfer verschuldet und bei dem zweiten Gegentor der letzte in einer Kette von Fehlern war. Dabei war es sogar im Rückblick klug, nicht den Platzverweis in Kauf zu nehmen.
    Bei der Auswechslung hat er dann genug.

    Epilog:

    History repeating, manche Fans und die Medien wollen Atoubas Kopf, mal sehen, ob er erneut unter Wert verscherbelt wird.

  35. Zwei Spiele Sperre plus Geldstrafe lt. bild.de
    Also nach der Winterpause ist Atouba wieder dabei. Anscheinend herrscht beim HSV die Ansicht, dass man kein weiteres “offenes Fass” gebrauchen kann, wenn es jetzt gerade wieder etwas aufwärts gehen könnte.

  36. nun, wenn Atouba bleibt, muss Doll halt seine soziale Kompetenz einbringen und dem Herrn klar machen, welche Spielweise man in Hamburg von einem Verteidiger erwartet. Man wusste ja schliesslich vorher, was für einen Spielertyp man da geholt hat.
    Klar, die Fans wollen immer einen Sündenbock, wenn die Mannschaft schlecht spielt und verliert.
    Aber das ist ja eben der Punkt. Die gesamte Mannschaft spielt in letzter Zeit einfach nicht gut, nicht nur Atouba.
    Nur einem daran die Schuld zu geben, ist kaum fair.

  37. Atouba tanzt wieder! – Oder: Wie sich Dinge doch ändern können…

    Auf den Tag genau sechs Monate nach diesem Spiel mit dem genannten Vorfall ist die HSV-Welt wieder in Ordnung. Der Abstieg, der, nach Aussage der meisten Fans sowieso nicht in Frage kam, abgewendet. Dazu sogar am letzten Spieltag noch den UI-Cup erreicht. Ein kleines Fussball-Wunder!

    Und auch die Situation um Timothee Atouba hat sich “aufgelöst”: Nicht durch Abschiebung im Winter, trotz dem erneuten Eklat mit der vorzeitigen Heimreise aus dem Trainingslager in Dubai.

    Nachdem er seine dubiose Verletzung endgültig auskuriert hatte, fing er wieder an zu zaubern. Noch nicht ganz so leichtfüßig wie in der Vorsaison, teilweise auch ein bisschen mit angezogener Handbremse und, wie ich finde, sehr diszipliniert.

    So gab es auch wieder “Atouba” Sprechchöre, besonders in Erinnerung beim Verlassen des Spielfeldes nach seiner Gelb/Roten Karte in der 90. Minute zu München, und auch seine Tanzeinlagen sind wieder gefragt. Dazu gab es eine schöne Szene, wie er nach dem Heimsieg gegen Dortmund von den Mitspielern quasi zu seinem Siegestanz “genötigt” wurde.

    Es lebe der (Fussball-) Sport…

    NUR DER HSV!