Screensport Zwo: Bonds, Seau, SPL und SPORT1-Abgang

Sportwetten – Die unendliche Geschichte der von der deutschen Politik gebremsten Sportwetten-Liberalisierung, geht weiter. Ein Ausschuss in Schleswig-Holstein empfahl dem Landtag den bereits abgesegneten, liberalen schleswig-holsteinischen Glücksspielvertrag zurückzuziehen und stattdessen den Vertrag der anderen Bundesländer zu übernehmen.

Dummerweise hat Schleswig-Holstein bereits Lizenzen erteilt und am 24.1. wird der Bundesgerichtshof über den Glücksspielvertrag urteilen und eventuell kippen. Dann würde sich die Entscheidungsgrundlage ggf. nochmals komplett anders stellen.

Von einem liberalen Glücksspielvertrag erhoffen sich Sportvereine, Ligen und TV-Sender höhere Werbe- und Sponsorenerlöse, während u.a. Politiker Bedenken wegen Ausweitung von Spielsucht haben. Qu: SPONSORs


SPORT1 – Und der nächste geht. Der Reigen an Führungskräften die SPORT1 auf eigenen Wunsch verlassen, reißt nicht ab. Diesmal ist es Michael Gerhäußer, der nach zwölf Jahren das Unternehmen verlässt. Gerhäußer war seit 2010 Online-Chef bei SPORT1.

Seinen Job übernimmt bereits am Montag Robin Seckler, der zuletzt bei wetter.com als Managing Director tätig war. Seckler berichtet direkt an Bernhard Burgener, der weiterhin den Interimschef für SPORT1 gibt. Auch einen Monat nach dem Abgang von Kurzzeit-Chef Thilo Proff gibt es noch keinen Nachfolger. Qu: SPORT1


SPL – Der schottische Fußball wird am 31.1. über seine zukünftige Struktur diskutieren. Die beiden Ligaverbände SPL (oberste Liga) und SFL (Liga 2-4) sollen zu einem Verband zusammengeführt werden.

Die bisherige Liga-Struktur (12 Klubs in der SPL, je 10 Klubs in der First, Second und Third Division) soll durch eine neue Struktur mit drei Ligen und der Aufteilung 12/Premier Division, 12/Championship und 18/National League abgelöst werden. Zur Halbzeit der Saison werden die insgesamt 24 Teams der Premier Division und Championship in drei 8er-Ligen aufgeteilt. Die ersten Acht spielen Meisterschaft und Europapokal-Plätze aus. Die zweiten Acht spielen aus, wer in der nächsten Saison in Premier Division und wer in der Championship spielen wird. Die dritten Acht spielen den Absteiger in die National League aus.

Wann über den Vorschlag abgestimmt wird, ist nicht klar, aber einen lauten Gegner gibt es schon: die Rangers. Sie drohen mit dem Ausstieg aus dem schottischen Ligasystem, sollte der Vorschlag angenommen werden. Die Rangers stossen sich u.a. daran, dass falls die größere dritte Liga bereits nächste Saison eingeführt wird, die derzeitige Rangers-Saison in der vierten Liga wertlos machen würde. Sämtliche Viertligisten würden so oder so in der neuen dritten Liga landen.

Rangers-Chef Charles Green gibt zu, dass es derzeit keine Alternativen zu der schottischen Fußball-Liga geben würde, da UEFA und FIFA sich gegen den Wechsel der Rangers in die Liga eines anderen Landes sträuben würden, aber wenn man nicht jetzt nach Alternativen suchen würde und stattdessen sehenden Auges in schottisches Fußballchaos versinkt, dann hätte man seinen Job als Klubvorsitzender nicht gemacht. Qu: Guardian, BBC [1], [2]


UK – Ein Artikel im Guardian geht auf den TV-Rechte-Markt in Großbritannien ein, nach dem British Telecom (BT) für die kommenden vier Spielzeiten zwei Premier League-Rechtepakete für insgesamt 38 Spiele/Saison für 900 300 Mio Euro/Saison gekauft hat.

BT wird im Sommer zwei Sportkanäle starten und hat neben der englischen Rugbyliga (Premiership) diee Woche auch einen 4-Jahres-Deal mit der WTA abgeschlossen.

Laut Guardian erwägt ESPN seinen UK-Ableger im Sommer zu schließen und die noch laufenden Rechte, z.B. im FA-Cup an BT zu verscherbeln. Im letzten Sommer hat ESPN UK auch Bundesliga-Rechte bis Sommer 2015 gekauft. Hat-Tip: @medispolis


Titel des Sportteils der NY Times
am gestrigen Donnerstag

MLB – Sensationelles Titelblatt für den Sportteil der NY Times am gestrigen Donnerstag. Das Titelblatt ist eine Anspielung auf die diesjährige Wahl von Baseball-Spielern in die Hall of Fame der MLB.

Die Baseball Writers’ Association of America stimmte über 37 Kandidaten ab und obwohl es eine der höchsten Wahlbeteiligungen war (569 Stimmen), konnte zum ersten Mal seit 1996 keiner der 37 Kandidaten 75% der Stimmen auf sich vereinen (mehrere Stimmen möglich)

Das dieses Jahr keiner in die Hall of Fame gewählt worden ist, wird vorallem im Kontext von Barry Bonds, Roger Clemens, Mark McGwire und Sammy Sosa betrachtet – vier Baseball-Stars mit Steroid-Vergangenheit. Vorallem Clemens und Bonds werden als Kandidaten gewertet, die im Normallfall im ersten Anlauf in die Hall fo Fame durchgerauscht wären und nun nächstes Jahr vermutlich das nächste Mal zur Wahl stehen (bis zu 15 Mal können sie in die alljährliche Kandidatenliste aufgenommen werden).

Das Abstimmungsergebnis gibt aber eine Anti-Steroid-Wahl nicht wirklich her. Die vier Spieler befinden sich im Mittelfeld der 37 Kandidaten und selbst “saubere” Spieler wie Mike Piazza oder Kenny Lofton wurden nicht in die Hall of Fame gewesen.

Aber vielleicht doch kein Zufall, dass die MLB am Donnerstag gemeinsam mit der Spielergewerkschaft ein neues Doping-Testprogramm beschloss. Im Gegensatz zur NFL soll auf Wachstumshormone getestet werden und es soll ein neuer Test auf Testosteron entwickelt werden. Qu: NY Times [1], [2], [3]

Michael und Colin MacDonald, zwei Fans des ehemaligen Bonds-Klub SF Giants, werfen in einem Kommentar für SB Nation den Journalisten Scheinheiligkeit vor.

Let’s look at the two decisive junctions in steroid history in baseball. Baseball had a clear choice about what to do – or not to do – about steroids. In 1989, the first juiced team won the World Series. In 1998, two juiced players raced to break Roger Maris’s single season home run record. Both times, steroids lurked in the background. They could have become the story. Executives, journalists, and insiders in the know could have blown the whistle either time. They could have made steroids the story either time. They could have won journalism awards for exposes. But they did not. Insiders concealed steroid use. Instead of exonerating or punishing it, they adopted baseball’s version of Don’t Ask, Don’t Tell […]

[There] is a critical difference between adapting to a tilted playing field and tilting the field in the first place. Bonds did not set the rules. He played within rules that were set, implicitly and tacitly, by the guardians of the game […] When baseball celebrated the 1989 A’s without reservation, when it glorified McGwire and Sosa, and when insiders chose not to see evidence that would dash their illusions, they sent a clear message to Bonds and those who came late to steroids.

aus: “Bonds played by the rules”, Michael und Colin MacDonald, SB Nation, 10.1.2013


NFL – Der thematische Sprung zur NFL ist kein großer: gestern wurde vom National Institutes of Health ein Untersuchungsbericht zum Selbstmord des ehemaligen Linebacker-Stars Junior Seau veröffentlicht. Der Bericht stellt fest, dass Seau an Hirnschäden (“degenerative brain disease“) litt, die auf zahlreiche (Mikro-)Traumata zurückzuführen seien.

Damit stellt der Bericht eine Verbindung zu “chronic traumatic encephalopathy” (CTE, dt: Dementia Pugilistica) her, die in den letzten Jahren in Studien verstärkt als Konsequenz von Sportarten wie American Football oder Eishockey und ihren zahlreichen Schlägen und Stößen gegen den Kopf, genannt werden.

Junior Seau brachte sich im Mai 2012 mit einem Schuss durch die Brust um. Die Journalistin Jill Lieber Steeg hat für die Union Tribune San Diego das Leben von Junior Seau nach Ende seiner Football-Karriere nachgezeichnet und dabei eine unfassbar tragische Geschichte über einen Menschen geschrieben, der sein Leben nicht mehr in Griff bekam. Ich lege beide Teile nochmal allen ans Herz, da sie sehr präzise den Absturz eines Menschens nachzeichnet, der die Kontrolle über seinen Kopf verliert. Teil 1: “Song of sorrow”, Teil 2: “Bitter endgame”

Seau ist kein Einzelfall und alle Indizien von Studien deuten darauf hin, das CTE in unterschiedlichen Ausprägungen, ein im Football weit verbreitetes Problem ist. In einer Studie der Universität Boston wurde bei 18 von 19 untersuchten Hirnen toter Football-Spieler CTE festgestellt. Was den Studien noch fehlt, ist eine umfangreiche Zahlenbasis, da nur die Gehirne toter Menschen auf CTE untersucht werden können.

Eine vierstellige Zahl von ehemaligen NFL-Spielern und Hinterbliebenen hat inzwischen die NFL verklagt, weil die NFL nicht ausreichend über die Risiken des Profi-Footballs informiert habe.

Die Spielergewerkschaft NFLPA hat am Donnerstag eine wachsweiche Pressemitteilung herausgegeben, in der sie unterstreicht, wieviel sie als Gewerkschaft tut und erreicht hat – aber noch keine Konsequenzen aus den bislang veröffentlichten Studien zieht. Qu: Sports Illustrated


Catholic 7 – Die sieben reinen Basketball-Programme der Big East, wegen ihrer Herkunft, katholische Schulen, “Catholic 7″ genannt, haben sich im Laufe des Donnerstags wieder in New York getroffen um an ihren Zukunftsplänen weiter zu arbeiten. Man sucht inzwischen einen Commissioner und klopt Angebote für TV-Verträge ab. FOX soll für einen 12-Jahres-Vertrag recht fette 500 Mio US$ angeboten haben (41,5 Mio US$/Jahr), sofern die Catholic 7 fünf weitere Universitäten finden um eine eigene Conference aufzuziehen.

Mit diesem TV-Vertrag würde jedes College mit seinem Basketball-Programm 3,4 Mio US% pro Saison verdienen. Die Big East-Basketball-Mitglieder verdienen derzeit 1,5 Mio US$/Saison.

Unklar ist noch wann die Cathlic 7 die Big East verlassen. Spätestens im Sommer 2015 wäre der Weggang ohne Ablöse möglich, aber die Schulen arbeiten an einen vorzeitigen Abgang. Qu: ESPN


Motorsport – ITV4 wird ab Anfang Februar die neue Staffel von “GT Academy” ausstrahlen. Bei der “GT Academy” werden sechs der besten Spieler des Konsolenspiels “Gran Tourismo 5″ in eine veritable Rennfahrerschule eingeladen und versuchen sich dort durchzusetzen um dann an echten Rennevents teilzunehmen. Letzten Sommer gewann Jann Mardenborough als erster Academy-Zögling in der GT3-Klasse der British GT-Serie ein Rennen. Und mit Lucas Ordnóñez ist der Sieger der ersten “GT Academy”-Ausgabe professioneller Rennfahrer, u.a. bei den 24 Stunden von Le Mans. Qu: eurogamer.net

  1. es scheint also die Gefahr zu bestehen, dass auch in UK die Champions-League nach 2015 komplett(außer Finale) ins Pay-TV wandert, denn ITV wirdbei einem Bieterwettkampf zwischen BT und BSKYB wohl keine Chance haben.

  2. BT zahlt 900 Mio pro Jahr für die Rechte an 38 Spielen? Ernsthaft? Wow.

  3. @schrainer: ITV würde ich noch als Unbekannte einstufen, denn es schwirren immer wieder Planungen herum, Pay-TV-Spartenkanäle anzubieten.

    Bis zu den nächsten Verhandlungen ist es noch zweieinhalb Jahre hin. Kann viel passieren.

    @Alinho: Mein Fehler: 900 Mio Euro für die gesamte Rechteperiode, ergo 300 Mio Euro pro Saison.

  4. @Dogfood: Hatte keine, Zeit den Guardianartikel zu lesen. Aber 300 Mio für nur ein Spiel pro Spieltag ist im Vergelich zur BuLi immer noch heftig.

  5. BSkyB zahlt für 116 Spiele 920 Mio Euro. Das steht ungefähr im gleichen Verhältnis wie die BT-Zahl (7,9 Mio Euro pro Spiel)

  6. Ganz vorsichtig formuliert könnte ich mir durchaus vorstellen, nicht nur die Uefa und die FIFA würden sich gegen den Wechsel der Rangers in einen anderen Verband wenden.

  7. Das mit den Sportwetten ist schon kurios. Suchtgefahr, Manipulation, blabla. An den Finanzmärkten darf unreguliert auf alles und jeden in beliebiger Höhe gewettet werden. Finde den Fehler.

  8. Puh, Barry Bonds.

    Ich bin damals Fan der Pirates gewesen, als er dort noch spielte.
    War er da schon gedopt?
    Er war Rookie of the Year, wurde AllStar Spieler, 3 Golden Gloves gewann er.
    Das alles wohl noch ohne Steroide.
    Ist es nicht wert mit solchen Statistiken in die HOF gewählt zu werden?

    Andererseits: Er wußte, daß er etwas illegales tut. Er hat alle belogen. Darf so jemand in die HOF?

    Super schwierig, selbst als Giants und vor allem Bonds Fan.

  9. Warum dürfen eigentlich walisische Klubs (Swansea, Cardiff) in der englischen Premier League mitspielen, schottische dagegen nicht? Hat Wales keinen eigenen Verband?

  10. @Millern-Tor: Macht der Gewohnheit. Historisch haben die ersten walisischen Klubs im englischen Ligensystem angefangen und dieses Privileg der Waliser wurde beibehalten.

  11. gute frage. da kommt aber mir gleich die frage nach den vier nationalteams, die großbritannien stellen darf, auf. wie rechtfertigt sich das denn heute noch?

  12. Was es in der Wikipedia nicht alles gibt: eine Liste von Fußballvereinen, die in anderen Ländern spielen

  13. @nedfuller: Ohne belastbare Belege zu haben, aber mal im Ernst, glaubst Du wirklich, dass Bonds erst nach mehreren Saisons mit Doping in Kontakt kam? Wirklich? Ich unterstelle dem gewieften Top-Athleten einfach mal, dass er auch schon als Jugendlicher sich nach vorne “putscht”. Siehe die Radfahrer, Schwimmer, Leichtathleten oder andere.
    Nun musst Du nur mit Dir ausmachen, ob Dich das wirklich stört. Ganz unter dem Gesichtspunkt des “das-machen-doch-alle”.

    Am Ende wird es vielleicht wie bei Mark McGwire enden: However, in the 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, and 2013 balloting for the Baseball Hall of Fame, McGwire failed to attain election receiving 128 of the 545 cast (23.5% of the vote) in 2007, 128 of 543 (23.6%) in 2008, 118 of 539 (21.9%) in 2009, 128 of 539 (23.7%) in 2010, 115 of 581 (19.8%) in 2011, 112 of 573 (19.5%) in 2012, and 96 of 569 (16.9%) in 2013.

  14. @Miraculi: dito. Historisch begründet. Betrifft nicht nur Großbritannien. Hong Kong, Macau, Palästina, Guadeloupe, Franz. Guinea, Martinique, Reunion, Neu-Kaledonien haben eigene Nationalmannschaften, ohne dass sie im klassischen Sinne eigene Nationen wären (z.B. Mitgliedsstaaten der UN)

  15. Re: Bonds
    Ich meine mal ein Foto des jungen Barry Bonds gesehen zu haben, wo er anatomisch nur geringe Ähnlichkeiten mit dem späten Bonds aufwies.

  16. Der Witz an dem Sportwetten-Chaos ist IMHO nicht der Vergleich mit den Finanzmärkten (schonmal als Einstieg für 10 EUR Aktien gekauft?), sondern die Scheinheiligkeit der Politik und vor allem der LottoGesellschaften, die das Suchtargument nur vorschieben um das staatliche Monopol zu schützen.Für mich ist eine Pressemitteilung “115 neue Millionäre beim Deutschen Lotto- und Totoblock” maximal gier-und-sucht-auslösend.
    Oddset soll Kohle bringen, das ist zunächst das Wichtigste. Der EuGH spricht immer wieder eine klare (juristische) Sprache, aber die Auswirkungen in der Bananenrepublik hier sind äußerst gering. Vertragsverletzungsverfahren Ahoi !

  17. @ Bonds
    kucks du hier
    http://www.realclearsports.com/lists/players_switch_teams_in_prime/barry_bonds.html
    @ HOF
    Von der Liste würde ich nur drei nehmen Biggio, Morris und Lee Smith, alle anderen finde ich entweder zu verdächtig oder zu schlecht. btw hat Sele seine Mutter unter den Votern oder wo hat der seine Stimme her?

  18. Irgendwie hab ich das Gefühl, wenn ich jetzt noch schnell als Kabelträgerin bei Sport1 anheuere, könnte ich innerhalb von einem Jahr Senderchefin werden :D

    S-H wird wahrscheinlich versuchen ihren Vorteil im Glücksspiel zu halten. Mein Vater hat mir erzählt, dass viele Firmen sich schon kurz nach der Liberalisierung in S-H angesiedelt haben. Finanziell auf jeden Fall ein lohnendes Geschäft und Schleswig-Holstein gehört natürlich nicht zu den Boomgegenden Deutschlands.

  19. Die BILD meldet auch gerade die Rückkehr von Sahin. Spannend.

  20. charmanter move, das mit sahin. verlorener sohn und so. aber ob die borussia dann wohl mit drei bis fünf 6ern aufläuft?

  21. Der BVB scheint wirklich ein Herz für Rückkehrer zu haben, was macht Barrios gerade? Allerdings habe ich heute auch das Gerücht Dzeko gehört.

    Und für die Atmosphäre im Team wäre es dann vermutlich gut, wenn die temporären Verletzungen auf der 6er-Position reihum weitergehen. Sollten da alle fit sein, denke ich, dass da ein oder zwei Leute unglücklich werden.

  22. Die 4 walisischen Vereine spielen in England, weil es vor 1991 keine Liga in Wales gab. Damals konnten die Vereine die in England spielten und unter der 5.Liga spielten überlegen ob sie wechseln oder nicht. Drei Vereine von 8 wechselten und durften gleich in die neue Premier League.

  23. re Bonds
    Deswegen ja, eine unheimlich schwierige Situation.
    Der Beitrag, den du verlinkt hast macht dies noch deutlicher.
    Alle (!) haben gejubelt, haben ihn bewundert und seinen Rekord gefeiert. Niemand hat die Verdächtigungen und vor allem das damals schon bekannte Wissen an die Öffentlichkeit getragen.

    Andererseits: Er ist ein Lügner und hat betrogen.

    Aber, aber… Es ist doch Barry Bonds von den Giants. DEN GIANTS

    Argh. Ich bin da echt zerrissen.

  24. Nuri kommt fix zurück. Ablöse soll einstellig sein.

  25. Ruhrnachrichten schreibt was von Leihe (1,5 Jahre) mit anschließender Kaufoption. Mal schauen, was jetzt stimmt ;)

  26. PK ist übrigens gleich bei SSN zu sehen.

  27. das kapier ich nicht mit Sahin, das ist doch keine Weiterentwicklung-
    es wird für die Entwicklung von Gündogan und Leitner ein Problem geben-
    Sahin hat natürlich den Ruf, torgefährlicher zu sein.

    Da öffnet sich eine unnötige Dauer-Diskussions-Baustelle.

  28. Ich nehme mal an, dass Sahin, wenn alle gesund sind, eher offensiv eine Option ist als auf der 6. Hätte im Kader allerdings andere Baustellen gesehen. Aber sie werden schon wissen, was sie tun.

  29. ich sehe den sahin-transfer noch etwas skeptisch, romantisch ist das aber natürlich schon. zum einen dürfte er sich mit gündogan auf der offensiven 6er-rolle streiten, oder klopp will tatsächlich häufiger ins 4-3-3 gehen. bender, gündogan, sahin. gündogan ist aber auch auf der 10 ne option (im letzten testspiel eben da gespielt), falls vorne jemand ausfällt. dann wären götze, kuba, reus, je nach gegner großkreutz für die beiden außenpositionen da. bringt schon qualitative tiefe in den kader, keine frage.

    und jetzt die einschränkung: falls sahin wieder seine alte form erreicht. sagen wir, 80%.

  30. Klopp ist offenbar bereit, demnächst auch mehr rotieren zu lassen. Gerade auf den beiden 6er-Positionen hat er dafür auch gute Gründe, denn dort muss am zweikampfintensivsten gearbeitet werden und die außergewöhnlichen Laufleistungen sind ja auch bekannt. Zusätzlich ergibt sich eine weitere Option, um auf 4-3-3 umzustellen, auch wenn Kuba das schon hervorragend umgesetzt hat.

    Für Leitner heißt dies aber vermutlich, dass er sich durchaus auch darum kümmern sollte, offensiv eine echte Option zu werden.

  31. @sportwetten
    zum 01.05.2013 wird (die Verabschiedung ist nur noch Formsache) Lotto teurer, um ca. 33% pro Spielfeld (!), da weniger Lottospieler und somit weniger Umsatz in 2012, also wird über Erhöhung versucht das Minus wieder reinzuholen. und die lobby (s.oben) tut mehr: sie versucht jetzt wieder, eine einheitliche regelung für alle 16 Bundesländer umzusetzen, was letztendlich mehr geld in die kassen spült da 5% vom Wetteinsatz abgeführt werden müssen, in SH sind es 20% auf die Bruttoerträge (Wetteinsatz minus Wettgewinn, diese Regelung wird von den Anbietern “positiver” gesehen, da mit einer größeren Gewinnspanne kalkuliert werden kann). Haken: Vorgabe aus Brüssel das eine einheitliche Regelung umgesetzt wird. Sollte dies nicht eintreffen ist mit weiteren Klagen zu rechnen.

  32. @Biathlon

    Ich finde die Steigerung von Miriam Gössner in dieser Saison unglaublich. Nicht nur dass sie wieder richtig schnell läuft, plötzlich trifft sie auch die Scheiben sogar stehend mit ziemlicher Regelmäßigkeit und schießt dabei viel schneller als in der vergangenen Saison. Macht Spaß.

  33. @dogfood: Frage am Rande. 900 Millionen für vier Spielzeiten macht 300 pro Saison?

  34. @frankfurter löwe

    sehe ich ganz genauso…in mein Augen ist sie läuferisch sogar noch einen Tick schneller als Magdalena damals

  35. #Störer-Kommentar

    @ frankfurter löwe: Gibt es eigentlich im Biathlon Dopingkontrollen oder bringt Doping da nichts und die Deutschen, die sich so “unglaublich” verbessern, wie Du schreibst, trainieren nur fleißiger?

  36. “Nichts bringen” tut das doch beim Fußball, Jens.

    Das ist doch das schöne an so Parasportarten wie dem Ski-Military: Völlig egal, woran es liegt, im Grunde ist es aus der Sicht eines sportlichen Wettbewerbs so oder so derselbe Skandal. Entweder ist die eine Läuferin der anderen überlegen, weil Ihr Zugang zu an sich verbotenen Maßnahmen der Konkurrenz überlegen ist. Oder sie “trainiert mehr”, weil sie von einem der weltweit mit den größten Ressourcen ausgestatteten staatlichen System dafür bezahlt, technologisch unterstützt und komplett abgesichert wird.

    Ich persönlich hätte da kein Mü mehr Verachtung für übrig, wenn sie zusätzlich noch die komplette Apotheke intus hätten. Die hätten sie wohl dann wenigsten – mehr oder weniger – privat bezahlt.

    Okay, aber das sage ich ja auch nicht zum erste mal. Wenigstens erinnert mich daran, dass ich Dir noch die diesjährige Abogebühr überweisen sollte.

  37. Hmmm… sollte ich doch mal in eine neue Spaß-Tatstatur investieren?

  38. Ja.

    Aber das Jahr ist noch frisch. Du wirst gewiss spaßiger.

    Im Übrigen glaube ich, dass das auch im Biathlon nichts bringen tut. Zu komplizierte Bewegungsabläufe und so.

  39. #Doping im Biathlon: Soll angeblich auch der Grund für den Rücktritt von Neuner sein. Sie wurde erwischt und dann vor die Wahl gestellt: “Outing” oder Abgang. Gerüchteküche…kann stimmen, muss aber nicht sein. Obwohl ich es mir leider sogar ganz gut vorstellen kann.

  40. #55 Junior Seau:

    Danke für die Hinweise auf die Artikel zu Junior Seau, dogfood.

    Tragische, berührende Geschichte. Wäre es Fiktion, würde man denken, dass John Irving sich das ausgedacht hätte.

  41. Das kam falsch rüber: Die Spaß-Tastatur ist für orthographische Reinheit auch in Spaßdingen zuständig. Da hab ich beim rüberlesen gewisse Unstimmigkeiten ausgemacht. Immer wieder ärgerlich, sich in solchen Amateur-Webspaces ohne Vorschaufunktion treffen zu müssen..

    Im Übrigen glaube ich, dass das auch im Biathlon nichts bringen tut. Zu komplizierte Bewegungsabläufe und so.

    Klar. Wie konnte ich das vergessen.

  42. Biathlon:

    Ketzerisch könnte man ja anmerken wie gut das weder Neuner noch Gössner russische etc. Damen sind. Wobei Bayern.

  43. @jw

    Die Steigerung ist vor allem auf ihre Schießleistungen zurückzuführen. Kann man sicher auch nachhelfen, ist aber kontraproduktiv fürs Laufen. Läuferisch war sie vor zwei Jahren auch schon auf diesem Niveau, und sie hatte im letzten Jahr offenbar Probleme. Natürlich lege ich auch nicht für die Miri die Hände ins Feuer, aber wenn ich sogar hier Doping unterstellte, darf ich mir überhaupt keinen Sport mehr anschauen. Oder warum ist Angie Kerber plötzlich so fit und gut?

    Das ist halt das Fiese der ganzen Dopingbetrüger, dass plötzlich keine Leistung mehr ohne Hinterfragen einfach genossen wird. Man schaue auch auch auf die Messi-Kommentare, die ihm reines Kinderdoping unterstellen, weil er Wachstumshormone bekommen hat.

    Also ich persönlich brauche mehr als ein paar abstrakte Gerüchte, um bei einem Sportler Doping zu vermuten. Das mag naiv sein, aber sonst könnte ich mir Sport nicht mehr antun.

  44. der bayrische rundfunk hat noch einmal am blickpunkt sport gebastelt
    http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=61425&p3=

  45. Der SB-Nation-Kommentar ist doch wohl ein Witz, oder?

    Es wird Reportern Scheinheiligkeit vorgeworfen weil sie jetzt, nachdem was unternommen wird, eine Person nicht für ihre Taten belohnt?

    Ich hab den Link mal angeklickt aber ich kann leider keine drei Affen als Titelbild erkennen.

    Das schlägt in die gleiche, bescheuerte Kerbe wie Ty Cobb. Ja der war ja Rassist und wurde trotzdem in die Hall of Fame gewählt. Deshalb jetzt bitte auch die ganzen Doper da reinwählen.

    Dass das ein Argument dafür ist, Cobb aus der Hall of Fame nachträglich _rauszuwerfen_ kapieren diese Vögel wohl gar nicht. Ach das bisserl Rassismus.

    Führen wir doch einfach einen “Barry Bonds Memorial Day” ein. Alle tragen seine Nummer an dem Tag mit einem süßen Aufnäher auf dem Oberarm mit Spritze und Transfusions-Beutel. Das muss reichen um die Wahl von Bonds in die Hall of Fame auszugleichen.

    Sorry mir tun echt die Augen weh vor lauter Augenrollen. So “dense” kann man als Kommentator gar nicht sein.

  46. SPON jetzt auch mit ‘nem Artikel zu Junior Seau:
    http://m.spiegel.de/sport/sonst/a-876948.html

    Lesen die Herren da etwa bei Dogfood mit?

  47. @Doping
    Es sollte sich mittlerweile doch herumgesprochen haben: Doping ist auch dazu da, mehr Trainingseinheiten absolvieren zu können (zum Beispiel hatte Marion Jones auch Epo im Programm, und das bringt einem Sprinter im Wettkampf überhaupt nichts). Deshalb ist sehr unwahrscheinlich, daß ein Athlet in der Weltspitze irgendeiner Sportart nicht dopt; oder daß sich ein Sportler “unverdient” in der Weltspitze befindet.

    Ausnahmen könnte es geben, z.B. würde ich bei Skispringen eher daran glauben, daß es auch ohne Doping geht, oder bei reinen Ausdauersportarten daran, daß durch Epo auch untalentiertere Leute gewinnen können. Wie ist es bei Baseball? Ich glaube, auch die Vorher-Nachher-Bilder von Barry Bonds gesehen zu haben. Bringt diese Muskelmasse wirklich so viel?

  48. Bonds war ein Power Hitter, grob, also auf den Homerun aus, klassisches Doping mit Muskelaufbau macht da Sinn. Bei einem Contact Hitter sieht das schon komplizierter aus, der geht auch auf Groundballs usw., braucht nicht unbedingt Unmengen von Muskelmasse, muss im Zweifelsfall intelligenter dopen. Natürlich kann man auch auf Geschwindigkeit dopen, um mehr Bases zu klauen oä. Sicher wird auch der ein oder andere Pitcher dopen, ist aber höchstens fürs Gesamtpaket sinnig. Fehler in der Pitchingmechanik kann man nicht wegdopen, Ausdauer hilft aber immer.
    Beim suspendierten Cabrera (eher contact Hitter, zum damaligen Zeitpunkt aber mit mehr HRs als gewohnt) wurde durchaus diskutiert, ob die Werteverbesserungen so einfach auf Doping zurückzuführen sind.
    Es ist ja ethisch schwer vertretbar, Dopingstudien in Richtung positiver Effekte durchzuführen.

  49. Barry Bonds, Roger Clemens, Mark McGwire und Sammy Sosa gehören aber zweifelsohne zu den besten Spielern ihrer Zeit, wären auch ohne Doping in den oberen Rängen gewesen, vielleicht nicht so weit oben in den Listen aller Zeiten, in der Steriod Era allemal.

  50. Sorry aber das erinnert mich alles an die Diskussion um Bill Clinton. Man kann es drehen und wenden wie man will, der Kerl hat seine Frau betrogen und Untergebene ausgenutzt und ist ein pathologischer Lügner.

    Ich bin selbstverständlich der Ansicht, dass er ein guter Präsident war. Aber wenn’s jetzt darum gehen würde ob man ihn in irgendeine Ruhmeshalle wählen sollte, wäre ich TROTZDEM komplett dagegen.

    Ich kann diese Auffassung nicht verstehen dass die Hall of Fame sowas ist wie die Anstecknadel für den Nachweis dass man einer der besten Spieler war. Was ist das bitte für eine Auffassung?

    Oder drücken wir es anders aus: sobald Pete Rose in der Hall of Fame ist können wir gerne anfangen über die Fähigkeiten von Barry Bonds und Roger Clemens zu diskutieren.

  51. @Sebastian, mit keinem Wort habe ich erwähnt, dass die Leistung der genannten Spieler sie in die HoF befördern sollte.

  52. Na dann sind wir uns ja einig :-)

  53. Die HoF und der Umgang mit Pete Rose und auch Shoeless Joe auf der einen Seite und wie die Besitzer der Clubs behandelt werden, die in den achtzigern bewußt die Free Agent Regelung sabotiert haben und damit auch im Endeffekt Spiele verschoben haben ist eh ein guter Beweis dafür das es auch im Baseball eine Doppelmoral gibt.

    Imho sollte man die Spieler eher nach den damaligen Standards bewerten und nicht mit heutigen Moralischen Maßstäben messen.

  54. Klasse Argument Davidoff.

    Nach der Logik machen sich alle Journalisten über 80 jedes Jahr lächerlich weil sie ihre Stimme nicht nur den Weißen geben weil sie ja vor dem Ende der Rassentrennung auch nicht für Schwarze gestimmt haben.

    Wer damals die Doper nicht bloßgestellt hat soll es bitte heute auch nicht machen. Komplett gaga.

  55. Oh Sebastian.

  56. Salopp, ich kann mir denken wie Du das verstehst was Davidoff gesagt hat – damals waren die Zeiten anders und deshalb geht das so ok was mit Cobb passiert ist.

    Das schlägt aber leider in die gleiche Kerbe wie die Aussagen der Kommentatoren auf SB Nation. Die meinen es wäre bigott wenn man heute jemanden nicht wählt wenn man damals nicht eingeschritten ist, deshalb solle man doch heute so bewerten wie man es damals gemacht hat.

    Zu sagen dass damals andere Zeiten waren (auch bezüglich Ty Cobb) ist aber genau so bigott. Nur weil damals Rassismus verbreitet war heißt es doch bitte nicht dass man Rassisten die in der HoF sind nicht aus selbiger entfernen kann oder gar soll.

    Davidoff ist der Ansicht wenn man sich immer nur der Moral verpflichtet fühlt die zum gegebenen Zeitpunkt gerade angelegen hat, ist das ok.

    Das Problem dabei ist, dass die HoF eine Ehrenhalle ist, die von hunderttausenden Besuchern aufgesucht wird. Dort einen Rassisten stehen zu sehen muss für jeden Afro-Amerikaner und vor allem einem baseballspielenden Afro-Amerikaner wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen.

    Es muss doch bitte möglich sein begangene Fehler zu revidieren. Oder anders ausgedrückt: die Jungs von SB Nation kommen mir total durchgeknall vor und Davidoffs Haltung ist irgendwo in der Mitte. Ich persönlich hätte es gerne genau auf der anderen Seite des Spektrums – von mir aus nenne es “overly political correct”. Die Jungs von SB Nation werfen den Journalisten vor, ihr Fähnchen in den Wind zu halten. Davidoff meint das wäre ok und ich finde man sollte doch bitte Position beziehen und begangene Fehler korrigieren.

  57. Ich wäre dafür, das man die Spieler aufnimmt, ebenso wie man die damaligen Spieler in der HoF beläßt. Wünschenswert wäre es, wenn man dann zugleich eine Art Dauerausstellung mit einbaut wo man darüber informiert was/wie und warum damals Rassismus verbreitet war, Doping gang und gäbe war usw.

    Dann kann sich jeder darüber ein Bild machen ob man z.B. einen Ty Cobb als Held verehren möchte oder eben nicht.

    Aber von oben aufgesetzte Moralische Beurteilungen und damit einhergehend ein Ausschluß o.ä. sind mein Fall nicht.

  58. Jungs, ihr fantasiert hier über die U, S und A. Dauerausstellungen über Rassismus und Doping? Das gibt es doch heute noch haarklein mitten in der Gesellschaft, dafür bedarf es keine Ausstellungen.

  59. Ich habe übrigens nur noch nicht geschrieben, dass die genannten Spieler in die Hall of Fame sollen. Sie müssen rein, wer sonst sollte den Baseball der Zeit repräsentieren, von der Klasse mal ganz zu schweigen. Doping oder Rassismus lassen sich nicht wegklicken , dass die Betreiber dann eher einen museumspädagogischen als einen eventmanagenden Ansatz haben sollten, ist wohl klar.
    Ich hätte auch kein Problem, wenn die Hall of Famer durch ihre Statistiken bestimmt werden würden, den ein oder anderen könnte man noch ehrenhalber reinwählen und gut wärs. Der Zeitgeist kann dann am Ende über die Beschriftung urteilen.

  60. Leider macht das was Nick gesagt hat sehr viel Sinn :-/

    Von daher ist das was ich gesagt habe sowieso Wunschdenken und irgendwie überflüssig und mik und Davidoff haben Recht. Ach und die von SB Nation auch. Es wäre für die U S of A nur logisch, genau so zu handeln wie früher.

  61. @mik.
    Danke für die Einschätzungen zum Baseball, habe davon 0 Ahnung.

Das war es mit elf Jahren Kommentaren auf allesaussersport. Ich habe im zunehmenden Maße keinen Sinn mehr gesehen, meine begrenzten Ressoucen auf eine wie auch immer geartete Verwaltung der Kommentare zu verwenden. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich zu setzen. Die Kommentare sind und bleiben geschlossen.

Wer aber weiterhin Kommentare schreiben und/oder lesen möchte, für den hat Lesern Sternburg eine Alternative aufgesetzt: http://allesausseraas.de/. Macht dort keinen Unsinn.