Discovery/Eurosport vs Sky – kein Schwarz und kein Weiß

Duell in München. Discovery gegen Sky. Gestern ging die Eurosport-Mutter Discovery an die Öffentlichkeit und warnte, dass es noch keine Einigung mit Sky zur Verlängerung des Einspeisevertrages der Discovery-Kanäle wie Eurosport 1 HD, Eurosport 2 HD und Discovery Channels gibt.

Bereits ab 1ten Februar, also nächsten Mittwoch, könnten die Kanäle bei Sky abgeschaltet werden.

Ein Aspekt der bei den Verhandlungen Probleme macht, sind die von Eurosport teuer eingekauften Olympia-Rechte und die Bundesliga-Freitagsspiele (70 Mio Euro/Saison). Die Branche fragt sich, wie Eurosport mit seinen beiden Spartensendern und mässiger Free-TV-Reichweite, diese beiden teuren Pakete stemmen will. Der Weg über Sublizenzierung scheidet zumindest für Olympia 2018 und dem Abbruch der Verhandlungen mit ARD/ZDF, vorerst aus.

Auf Sky-Seite fällt seit Monaten auf, dass das Portfolio an „Partnersendern“, also Sendern für die man eine Einspeisegebühr zahlt, um sie den Abonnenten auf der eigenen Plattform zu zeigen, von Sky massiv bereinigt wird.…

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EUROSPORT 2011: Vorsprung durch Techn… äh… Emotionen

EUROSPORT wird ab nächsten Dienstag (5ten April) seinen On-Air-Auftritt quer durch alle Sender und Plattformen umkrempeln.

Dazu gibt es einen neuen Claim: “All Sports. All Emotions” (im Pressebereich mit “Der ganze Sport. Alle Emotionen” übersetzt)

Neuer Auftritt von EUROSPORT ab 5.4.2011: “All Sports. All Emotions.”

Wenn man den neuen Auftritt von EUROSPORT innerhalb eines bekannten Koordinatensystems verorten müsste, dann wäre es irgendwo zwischen Audi und Matrix. Es herrscht die Kühle von anspruchsvollen, wertigen Design, wie man sie bei Audi kennt. Bei Schrifttafeln und den sechs Sendertrailern (“Idents“) wird die Farbigkeit bis auf die Akzentfarben Rot und Blau stark zurückgenommen. Es herrscht Grau vor.

Die neue Schrifttafel-Mechanik bei EUROSPORT

Die neue Marken Strategie dient ebenfalls dazu, die Eurosport Gruppe für ihre zukünftige Entwicklung und den Start neuer Angebote zu positionieren.

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SpoBiS 2011 (2): Sportereignisse auf den Plattformen

Mein erster “SpoBiS”-Tag fing mit frühen Aufstehen (4h50) an, Eilen zum Bahnhof Altona, Einsteigen in den ICE-Sprinter nach Düsseldorf, Superbowl auf dem Laptop, Aussteigen in Düsseldorf, Hinabsteigen in die dunkle Höhle die dort “U-Bahnhof” genannt wird, Einsteigen in die U78, Durchfahren bis zur Endhaltestelle “Messe Nord/ESPRIT Arena”, 10 Minuten Fußweg bis zum Congress Center Düsseldorf (CCD), Anmelden am Empfang, Gang zum Tagungsraum mit dem Track für den ich eingeladen war.

Einen Blick den man sich auf solchen Kongressen angewöhnt, ist nicht der Blick in die Gesichter der Leute, sondern auf die Brust, wo das kleine Ansteckkärtchen mit Namen und Unternehmen prangt.

Der zweitägigen Kongresses “SpoBiS – Sports Business Summit”. Der Track “Zukunft der Sportmedien” bestand aus zwei Vorträgen und zwei Diskussionen.…

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Screensport Zwo: 1982 revisited

Keine “Fußball-Oper”, aber “Fußball-Videokunst”: die französische Künstlergruppe “Pied la Biche” (die Brechstange) hat das Elfmeterschießen des WM-Halbfinales von 1982 Frankreich – Deutschland nachgespielt. Mit “originalgetreuen” Gesten und Positionen, aber an völlig fremden Schauplätzen einer Stadt (gefunden via dem Blog BRL TV vom ‘Le Parisien’).

Refait from Pied La Biche on Vimeo.

Premium-Übertragung vom Free-TV

Alle Achtung vor der gestrigen Übertragung von Eurosport Deutschland von dem französischen Spitzenspiel in der Ligue 1 Olympique Marseille gegen Olympique Lyonnais. Dies war eine runde und gut gefahrene Übertragung: der deutsche Moderator Hans Finger meldete sich mitsamt Experte Gernot Rohr (vielfacher Trainer und Sportdirektor in französischen Vereinen) bereits eine halbe Stunde vor Anstoß aus dem Stade Vélodrom. Aus der Zentrale in München (oder Paris) wurden Vorberichte beigesteuert und um 21 Uhr meldete sich Marco Hagemann mitsamt Gernot Rohr vom Kommentatorenplatz.…

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Screensport am Dienstag: große Zehn auf EUROSPORT

Er hatte den Ball in der Hand und ging lässig in den Tunnel zu den Kabinen rein, wo schon der freundliche Herr in der dunkelgrauen, sportlichen Kleidung auf ihn wartete. Er drückte ihm den Ball in die Hand und sagte “Herr Perl, schönen Urlaub gehabt?“, dreht sich, ohne die Antwort abzuwarten, in die Kamera um und gab rüber zu Wolf-Dieter Poschmann.

Wie gut das Michael Steinbrecher, als kritischer Nachfrager im Sportstudio geschätzt, sich im Gegensatz zu anderen Moderatoren so überhaupt nicht inszeniert und sich bei seinen Moderationen auf das Journalistische beschränkt. Es beruhigt mich, dass jemand wie Michael Steinbrecher sein Wissen als Professor am Institut für Journalistik an der TU Dortmund weitergeben darf.

Beim nächsten Mal darf es dann aber auch etwas über den Stuhlgang von Perls Schiedsrichterassistenten sein.…

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