African Cup 2006: das Übliche

Der erste Spieltag des African Cups fiel gemäß den Erwartungen aus und war doch teilweise überraschend.

Die Qualität der Spiele ist erwartet schaumgebremst. Weniger “Hacke-Spitze-eins-zwei-drei”, sondern mehr behäbiges Aufbauspiel, übervorsichtig und ohne übermäßig brilliantem taktischen Überbau.

Noch schlimmer als erwartet sind die Schiedsrichterleistungen. Wobei die Schiedsrichter schon schlecht sind, aber die Schiedsrichterassistenten sind in Sachen Abseitsentscheidungen nur noch atemberaubend. Selbst wenn man Abseits auswürfelt, käme man noch auf eine Trefferquote von 50%. In den drei von EUROSPORT gezeigten Spielen dürfte die Quote eher bei 20% gelegen haben.

Und afrikanische Torwärter, wie üblich: müssen sie die Linie verlassen, zieht Angst und Panik in den eigenen Strafraum ein.

Ägypten – Libyen 3:0 – Ägypten zeigte für einen Gastgeber im Eröffnungsspiel zu wenig Initiative, konnte die Sache dann vorallem in der zweiten Halbzeit gegen harmlose Libyer nach Hause schaukeln.…

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Zeilensport: Manolo, Hoeneß und warme Ohren für die Stiftung Warentest

Ich ärgere mich massiv über die Website der Süddeutschen. Irgendwie bekomme ich es nicht mehr gebacken, die online zugänglichen Sportartikel des Tages abzurufen. Ich habe keine Stelle gefunden auf denen sie gelistet sind und bin überrascht was Indirekter-Freistoss.de wieder gefunden hat.

Der traurigste Artikel des Tages stammt eben aus jener SZ. Christoph Hickmann hat Manolo, den einstigen Trommler von Borussia Mönchengladbach besucht: “Der Mann, der Manolo war“. Manolo – sein richtiger Name ist Ethem Özenrenler – gezeichnet von seiner Zuckerkrankheit, ist inzwischen ein Pflegefall.

Ethem Özenrenler lebt seit dem vergangenen Mai im Heim, Tochter und Sohn kämen kaum zu Besuch, sagt man dort. Im Juli schrieb seine Betreuerin an das Gladbacher Fanprojekt: Manolo würde sich über Besuch freuen, auch über Zigaretten, knapp 90 Euro Taschengeld blieben im Monat.

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Super Bowl 2006 in der ARD

[Update 18.1.2006: PREMIERE bewirbt inzwischen eine zweistündige Zusammenfassung am darauffolgenden Montag]
[Update 30.1.2006: PREMIERE wirbt inzwischen mit einer “Zusammenfassung in voller Länge”. Angegeben sind dreieinhalb Stunden.]

Einem Kommentar von sunny2k1 sei Dank bin ich in meinen TV-Guide-Wühlarbeiten fündig geworden:

Die ARD wird den Super Bowl übertragen. Siehe TV-Guide der TV-Spielfim. Die Info habe ich inzwischen auch von der ARD-Zuschauerredaktion bestätigt bekommen.

Die Übertragung beginnt “erst” um 24h. Als Moderator (nicht Kommentator) ist Ralf Scholt eingetragen. Vielleicht findet das Ganze unter Führung des hessischen Rundfunks statt. (Scholt ist dort Sportchef). Da Dirk Froberg beim HR arbeiten soll , könnte es auf ihn als Kommentator hinauslaufen (der Zuschauerredaktion war auch nicht mehr bekannt). Er verfügt ja über hinreichend viel Erfahrung aus SAT.1-Zeiten und als Leib- und Magen-TV-Kommentator der Blue Devils zu Gernert-Zeiten.…

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Stiftung Stadiontest

Ich tue mich mit dem Eintrag schwer. Vorweg: ich bin nur ein begrenzter Freund der Stiftung Warentest. Jedesmal wenn die Stiftung Warentest sich auf einem Gebiet bewegte, auf dem ich mich auskannte – z.B. Computer und Weltempfänger – waren die Tests sehr, sehr grenzwertig. Vieles hat damit zu tun, dass die Tests mit Scheuklappen erfolgen und einfach keine praxisnahen Faktoren geprüft und gewichtet wurden.

Über das Wochenende gab die Stiftung Warentest bekannt, sie hätte in den WM-Stadien erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt und würde Details auf einer Pressekonferenz in zwei Wochen bekanntgeben. Was in der Szene gelinde gesagt einen Blutrausch ausgelöst hat. Thomas Becker von der SZ (Danke Dave-Kay für den Link):

Und nun kommen die Unbestechlichen von Warentest mit ihrer Studie an, aus der sie jedoch nur ein paar Tröpfchen preisgeben: “Alles ganz schön schlimm.

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Wir sind football

Blogs sind in Frankreich ein ungleich größeres Ding als in Deutschland und haben sich binnen Jahresfrist in die Jugendkultur integriert. Kein Jugendmedium oder sich jung haltender Sender der nicht auch auf seiner Website Blogs feilbietet.

Nun gibt es in Frankreich ein interessantes Modell für Fußball-Blogs, melden die Metablogger von Pointblog. Ein Modell dass sich die Leidenschaft und Vernetzung von Blogs zunutze macht, um ein Fußball-Portal aufzuziehen.

NewSports in Paris ist eine Agentur die sich auf die Produktion von Sport-Websites spezialisiert hat und u.a. Webauftritt für Fußballer wie Nicolas Anelka oder Sportportale umsetzt.

Nun wurde das Portal football.fr aufgemacht. Zirka 10 hauptberufliche Journalisten gestalten die Website und über 50 “Blog-Reporter” machen unter dem Dach von football.fr mit. Im “Scan” schlagen derzeit 1-3 Kurzmeldungen pro Stunde von Bloggern auf, die besten längeren Blog-Einträge sind auf der “Blog Homepage” gefeaturet.…

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