Nur kurz: HSV – Arsenal

_Ich bin kein Freund der beiden HSV-Torwärter Kirschstein und Wächter, die ich für zu unsicher halte und zuwenig Präsenz besitzen. Aber so eine Szene wie gestern mit Sacha Kirschstein, der nach dem Platzverweis (10te Min.) auf die Tribüne musste und dort mit völlig verheultem Gesicht, tief in seine Basecap vergraben war, hat sich bei mir ganz tief ins Herz eingefräst. Das Elend eines Fußballprofis der gerade furchtbare Tage durchmacht (auch: Blackout gg. Stuttgarter Kickers) und der die möglichen Konsequenzen für seine Stammposition und vielleicht seine ganze Zukunft im Profifußball (vulgo: Arbeitsplatz) im Hinterkopf hat. Alles zusammenkondensiert in diese fünfsekündige Bildeinblendung. Mir ist danach die Lust vergangen, irgendwie noch großartig (Be)Wertungen zu Kirschstein anzustellen. Dieses Bild überstrahlt einfach alles.

_Boubacar Sanogo.…

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Screensport am Donnerstag

Heute gibt es einen ganzen Remmel (vulgo: fünf) an UEFAcup-Spielen in den handelsüblichen Fernsehsendern.

Hertha zeigt ja ab und zu durchaus unterhaltsame Leistungen im UEFAcup, spielt gegen den Tabellendritten aus Odense. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen: Eintracht Frankfurt im UEFAcup. Heut gegen den Tabellenzweiten aus Dänemark, Bröndby. Schalke gegen den Tabellenvierten aus Frankreich. Leverkusen beim Tabellenführer aus der Schweiz, dem FC Sion und Salzburg, bei aller Häme, führt nach 8 Spieltagen zuhause mit 4 Punkten, hat den starken FC Zürich (glücklich) besiegt und zuhause immerhin Valencia 1:0 geschlagen. Nun gegen den Tabellenletzten aus der Premier League, die Blackburn Rovers.

Das Alternativprogramm heute abend ist Baseball. Zwei Spiele mit möglichen Auswirkungen auf die Playoffs. Zuerst die SF Giants gegen Colorado (21h30 NASN).…

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Zeilensport: angepisst

Ich war mir nicht sicher was vom kurzfristigen Wechsel von Alemannia Aachens Trainer Dieter Hecking zu Hannover 96 zu halten war, zumal Dieter Hecking bislang nicht als Unsympath rübergekommen ist. Dann gab es noch den herzerweichenden Kommentar zu Violinenmusik von KICKER-Redakteur Thiemo Müller “Heckings Entscheidung wird seiner Verantwortung gerecht

Wer fünf Kinder in die Welt setzt, ist heute unter gesellschaftspolitischem Aspekt ein Vorbild. Wer sich redlich müht, diesen Kindern eine intakte Familie zu bieten, umso mehr. Dass sich die Großfamilie nicht Hunderte von Kilometern in eine Stadt verpflanzen lässt, in der ihr Vater nur bis zur nächsten Niederlagenserie berufliche Sicherheit besitzt, liegt auf der Hand. Sicher: Auch viel schlechter bezahlte Arbeitnehmer müssen für den Job Gleiches in Kauf nehmen.

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Screensport am Mittwoch: Alles neue macht der September

Gestern war nicht nur der erste Spieltag für die Champions League, sondern auch für die PREMIERE-Übertragungen und das Programmfenster auf BÄH. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, denn PREMIERE hat zwar mehr Geld in die Rechte aber nicht in die Übertragungen gesteckt, wo es beim Status Quo der Vorjahre bleibt, inkl. deutsche Kommentatoren nur auf den deutschen Einzeloptionen. Um es mit den neuerdings bei Kofler gängigen Fußball-Metaphern auszudrücken: Kreativ-Catenaccio.

NBC startete anläßlich des NFL-Seasonopener ja bereits letzten Donnerstag seinen “Sunday Night Football” mit viel Getöse. Der Vorspann ist wie das Broadcasting Design gehalten: dunkel, schwarz und mit Chrom durchmischt. Zudem singt Pink regelmäßig den Eröffnungssong (ward am Sonntag auch etwas luftiger angezogen als am Donnerstag), während man in der Intro Menschenmassen durch eine nächtliche, neonilluminierte Großstadt auf einen zentralen Platz zurennen sieht.…

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CL: Chelsea – Werder 2:0

Auch wenn die Partie noch zehn Minuten währt, fange ich schon mal an zu schreiben. Wenn man davon ausgeht das Barcelona eh als Gruppenerster schon durch ist (5:0 gegen Sofia), dann ist dies die erste Partie der beiden Aspiranten für den zweiten Platz.

Chelsea hatte während nahezu der gesamten Partie mehr Spielanteile, wackelte aber phasenweise bedenklich.

In der ersten Halbzeit litt der Bremer Spielaufbau an zahlreichen Schlampigkeiten von Wome, Borowski und Diego. Diego zieht zu schnell nach innen und wenn es sein muss, dann auch mit dem Kopf durch die Abwehrwand. Borowski war einfach neben der Spur mit zahlreichen unforced errors. Wome versiebte diverse Standards ziemlich kläglich und entpuppte sich in seinem Vorwärtsdrang als “Lucio lite”: den Ball mit immer größer werdenden Schritten nach vorne treiben bis der Ball dann weg ist.…

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