Bundesliga-TV-Rechte: und ARENA präsentiert…

[Eintrag wird in den nächsten Stunden & Tagen aktualisiert]

Weiter unten wurde die ARENA-Präsentation vom Mo. 27.3. live gebloggt.
Nochmals weiter unten schreibe ich über meine Eindrücke von der Präsentation.

Intro

Ich dachte in neun Jahren Internet hätte ich schon so einiges gesehen und als Informationsjunkie einiges mitbekommen, aber ein derartiges dreimonatiges informationsembargo von offizieller Seite dem bis Ende letzter Woche nur ein Minimum an Meldungen entfleuchte, und auf der anderen Seite ein solches Boohay in Boards in der immer noch felsenfest selbst extreme Szenarien vertreten werden, habe ich in deutschen Landen noch nicht gesehen.

Letztendlich haben sich bis zum Montag abend alle negativen Gerüchte, ARENA würde dieses und jenes nicht schaffen und PREMIERE dazuholen oder die DFL würde ARENA die TV-Rechte entziehen, als haltlos erwiesen.…

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Zeilensport: Journalisten bei den Münchner Bayern

In der Samstagsausgabe der “Berliner Zeitung” hat der freie Journalist Hans-Wilhelm Bertram ausführlich geschildert, wie es so zugeht, unter den Journalisten auf dem Münchner Zeitungsmarkt, wenn diese an den Traingsplätzen der Bayern und 1860 stehen.

Es ist eine seltsame Melange aus kollegialem Miteinander und betriebsbedingtem Gegeneinander. Ein tendenziell detektivisches Verhalten ist nicht von der Hand zu weisen: in den Kleingruppen herrscht ein nur gedämpfter Sprechton bis hin zum Flüstern, es fällt das Fortschleichen auf, um in sicherem Abstand ungehört telefonieren zu können. In Anspielung auf die Staatsüberwacher im nahen Pullach wird das als “BND-Abstand” bezeichnet. Nach dem Training sprintet manchmal ein Boulevard-Vertreter urplötzlich davon und umkurvt das ganze Gebäude, um einen Richtung Parkplatz schlendernden Spieler dort noch abzufangen. Mit irgendeiner banalen Frauengeschichte wird sich der gewiefte Info-Jäger heranwanzen, wird sogleich unnachgiebig die Autotür festhalten, um den Eingestiegenen am Fortfahren zu hindern.

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Zeilensport: Klinsmanns Schattenmann

Held der Arbeit für Montag, den 20.3. ist Jan Christian Müller, der für die Frankfurter Rundschau ein superbes Interview mit Joachim Löw geführt hat.

Dabei werden nicht die altbekannten Fäßer wie z.B. die Wohnsitzdebatte aufgemacht, sondern die taktischen Probleme angesprochen und die Nominierungen erläutert.

Die Mannschaft muss lernen zu spüren, wann der Gegner wankt, und dann den Druck erhöhen. Aber sie muss auch spüren, wann es sinnvoll ist, den Ball zu halten und Ruhe reinzubringen. Vor allem aber muss sie in der Lage sein, blitzschnell umzuschalten. Bei uns tun das oft nur vier, fünf Mann. Das müssen aber alle zehn Feldspieler tun. Das ist das Entscheidende im modernen Fußball: umschalten, blitzschnell […]

Ich nenne Ihnen ein Beispiel: Beim zweiten Tor der Italiener spielt Deisler im Mittelfeld einen Fehlpass.

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Zeilensport: Klinsmann ist eine Autowaschanlage

Satz des Tages:

Parreira: Unseren Job können Sie vergleichen mit, sagen wir, Männern von einer Autowaschanlage. Die Spieler kommen rein wie verdreckte Autos, und wir müssen sie waschen und polieren.

Sehr lesenswertes Interview mit dem Nationaltrainer Brasiliens Carlos Alberto Parreira in der “Welt am Sonntag” von Martin Henkel.…

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Schweinejournalismus…

Ich mache jetzt mal was völlig unschickliches und zitiere fast einen kompletten Artikel, der in der Samstags-Ausgabe der Frankfurter Rundschau erschienen ist und von Wolfgang Hettfleisch geschrieben wurde (siehe FR-Website).

Es geht (nicht nur) um das Thema Schweinsteiger, der am Donnerstag von einem Boulevardblatt durch das Dorf gejagt wurde, mit Anschuldigungen, dass er massiv im Wettskandal verstrickt sei.

Ich habe die Geschichte nicht nur, aber auch deswegen nicht gebracht, weil ich extrem mißtrauisch werde, wenn plötzlich Medien einen auf investigativ machen, die ansonsten für eher billigen Journalismus bekannt sind. So war es mit der Plusminus-Geschichte am Anfang der Woche (auch von Thomas Knüwer/Handelsblatt inzwischen kritisch gewürdigt) und so war es mit der TZ am Donnerstag.

Übrigens, weil kaum erwähnt, sollte auch mal die Rolle des SPIEGELs beim “Calmund-Skandal” hier erwähnt werden.…

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