Doch kein Pokern: Rooneys Deadline am 7ten

Wende in der Krankenakte Wayne Rooney. Letzte Woche spielte alles Englische noch fein Cheerleader ob des Heilunsprozeß von Wayne Rooney gebrochenen Fuß, Optimismus Galore, dass er zumindest nach den Gruppenspielen wird wieder eingesetzt werden können.

Skepsis wurde nur vereinzelt geäußert.

Seit heute mittag können die Indizien nun dahingehend ausgelegt werden, dass auch Sven-Göran Eriksson nicht mehr so recht an einer rechtzeitigen Heilung des Fußes glaubt. Der nächste Untersuchungstermin (“scan”) von Rooney wurde um eine Woche vorverlegt, findet am 7.6. statt und damit zwei Tage vor der letzten Frist zur Nachnominierung.

Will sagen: der Termin wurde nun soweit vorverlegt, dass ein Rooney doch rechtzeitig noch aus dem Kader gestrichen und ersetzt werden kann.

Auf einer Pressekonferenz gab sich Sven-Göran Eriksson in der Rooney-Frage extrem einsilbig, bedankte sich bei Manchester United, dass man auf Wunsch von Eriksson die nächste Untersuchung vorverlegt habe.…

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Screensport am Montag

Zuerst kein richtiger Fernsehtipp, sondern Hinweis auf die inzwischen aufgelaufenen Kommentare zum Boxkampf Brähmer – Veit. Das Hamburger Abendblatt legt heute nämlich recht unverhohlen nahe, dass Veit, Brähmer, Sdunek und Timm dem Klaus-Peter Kohl bewusst haben eine auswischen wollen und Veit haben siegen lassen. Damit heißt es für Veit: statt Abschiebung noch mal einen lukrativen Zahltag.

Nach dem abgelaufenen Wochenende kann man sich nun auch den bereits gestern begonnenen French Open widmen, von denen EUROSPORT in aller gebotenen Ausführlichkeit und Qualität berichtet: jeden Tag von 11 bis 20h30.

Randsportart des Tages: das Finale der Lacrosse-College-Meisterschaften (NASN 19h live). Wer das Finale der NLL vor einigen Wochen auf EUROSPORT2 gesehen hat, muss sich ein bißchen umgewöhnen: diese Variante von Lacrosse wird auf einem ungefähr fußballgroßen Feld gespielt (statt Eishockey-Stadion mit Bande).…

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Indy 500! Wahnsinn! Drebuchschreiber stürzen sich in den Freitod!

Ist ein Arzt im Blog anwesend? Ich brauche einen Defibrillator!

Spätestens mit dem Finish der heutigen Indy 500 braucht es keine Motorsportfilme mehr. Alles an Drehbuch kann nicht mehr getoppt werden.

Das Rennen war ein langes Ausscheidungsrennen mit Dan Wheldon der die meiste Zeit ein unglaubliches Tempo vorlegte. Die Folge:sehr früh waren von den 33 Fahrzeuge nur noch 8, 9 Stück in der Führungsrunde. Die Indy 500 wurden dann knapp 50-75 Runden lang sehr statisch. Erst mit Gelblichtphasen im letzten Rennviertel kam wieder Leben in die Bude. Sam Hornish Jr., der permanent im Führungsquartett fuhr, hatte bei einem Boxenstopp ein Problem (der Tankstutzen blieb beim Losfahren hängen, es folgte eine Drive-Through-Strafe), fiel eine Runde zurück.

Gleichzeitig fingen die Fahrer der Führungsrunde an, ihre Tankstrategien auseinanderzudividieren.…

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Frankreich – Mexiko 1:0

Ich bin eigentlich der Ansicht das von Fußballspielen in dieser Phase der Vorbereitung nicht viel gutklassiges Kicken zu erwarten ist. Etwas anderes habe ich von der Partie Frankreich – Mexiko erwartet, war es doch die 100te Partie von Zidane und sein Abschied aus französischen Fußballstadien.

Die Franzosen spielten mit der gleichen Pomadigkeit auf, die sie schon in fast allen Spielen der Domenech-Ära auszeichnete. Seit der Rückkehr von Zidane sind die Franzosen noch berechenbarer geworden, weil der Spielaufbau auf Zidane fixiert ist. So auch gestern.

Die Zuschauer waren für eine Abschiedsgala gekommen, heraus kam ein fades Spiel und zahlreiche überstürzt vergebene Bälle von Cissé. Beides sorgte für ein gellendes Pfeifkonzert zur Halbzeit. Dann die etwas würdelose, profane Auswechslung von Zidane in der 53ten Minute mit überraschend kurzen Standing Ovation.…

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Sonntag morgen: nach dem Sport ist vor dem Sport

Schumachers Imageproblem

Ohne dass ich ein Freund des Michael Schumacher wäre, so richtig nachvollziehen kann ich die Strafe und Reaktionen auf den gestrigen Vorfall nicht:

Sekunden vor dem Ende des gestrigen Qualifyings bekam Michael Schumacher Probleme in der Rascasse (jener Doppellinks die die Start/Ziel führt), drohte innen in die Leitplanken zu fahren, korrigierte es und blieb in der Kurve außen Zentimeter vor den Leitplanken stecken. Es gab Gelb und Alonso und Webber konnten ihre schnellen Runden nicht mehr ausfahren. Alonso war zu dem Zeitpunkt ausweislich des Zeitenmonitors drei Zehntel schneller als MSC unterwegs.

Unisono, wirklich einstimmig, von Marc Surer über Alexander Wurz, Keke Rosberg (“Drecksack!“), Helmut Marko, Montoya, Räikkönen, Jackie Stewart, alle, alle (bis auf Popometer-Stuck) sind der Meinung dass es die pure Absicht von Michael Schumacher gewesen ist.…

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