Heynckes ist entlassen

Jupp Heynckes ist bei Schalke 04 entlassen worden.

Zwar waren die äußeren Umstände in der Tat so, dass ein Trainer hinterfragt wird, aber Assauer schien sich immer vor dem Trainer gestellt zu haben und sprach gar von einem Bilanz-Ziehen erst nach 10 Spieltagen.

Auguren sahen aber Indizien für die Entlassung. Da wäre die schlechteste Startbilanz ever, trotz eigenhändig von Heynckes gekauftem Kader und schließlich der verbale “Ausraster” von Torhüter Frank Rost gegenüber PREMIERE-Mann Patrick Wasserziehr. Im Kader soll es lt. Kicker vom Montag “rumort” haben. Stammspieler wurden rasiert und ballen nun die Fäuste in der Tasche. Aber eine Entlassung nach nur vier Spieltagen?

Das Ganze erinnert im Ablauf ein bißchen an die Entlassung von Jörg Berger. Assauer kündigte am Samstag an, am Sonntag in die Mannschaft “reinzuhorchen”.…

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Lernen mit Magath

Es gibt derzeit ein äusserst gehaltvolles Interview mit Felix Magath auf den Webseiten der Süddeutschen Zeitung: “Ich bin nicht irritiert

SZ: Verschiedentlich wurde nun in der Presse diskutiert, dass die Mannschaft überanstrengt gewirkt habe, und dann kam die These auf, dass Ihr Training die Spieler überfordere. Was sagen Sie dazu?

Magath: Was soll ich dazu sagen? Ich glaube, dass jeder, der Freizeitsport treibt, Pickel kriegt, wenn er sowas liest. Auf das Niveau möchte ich mich überhaupt nicht begeben, das ist mir zu lächerlich.

Es wird ausführlich auf taktische Varianten eingegangen (Magath wird wohl in den nächsten Spielen mit einem defensiveren Mittelfeld antreten), erklärt warum links Rau nicht eingesetzt wird und Santa Cruz bekommt in einer Art und Weise den Kopf gewaschen, dafür würde man als Trainer in Hamburg von Lokalzeitungen und Fans monatelang splitterfasernackt durch die Stadt gejagt.…

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Entlassung mit Vorbereitung

Der knappe 4:3-Sieg des HSVs gegen Nürnberg, bringt Toppmöller nicht aus der Schußlinie.

Unisono berichten Abendblatt, Welt Hamburg und der Kicker von weiteren Streitigkeiten quer durch Mannschaft, Trainer und Vorstand. Das nun Toppmöller anscheinend aus dem Nichts heraus am Sonntagmorgen im Pressegespräch bewusst wieder alte Wunden aufreißt (keine Verantwortung für den Transfer von Moreira), zeigt einiges:

  • Toppmöller rechnet mit seiner baldigen Entlassung und versucht in der Außendarstellung deutlich zu machen was auf seinem Mist gewachsen ist und was nicht.
  • Zuviele Medien sind mit zuvielen Vorstandsinternas vertraut. Da wird was bewusst gestreut, da wird für die Öffentlichkeit eine Entlassung vorbereitet.
  • Die Renitenz die einige, namentlich Barbarez und Rahn in ihren öffentlichen Äusserungen zeigen, deutet auf völlig flöten gegangene Autorität von Toppmöller hin.
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Der Samstach-nach-der-Bundesliga Kommentar

Leverkusen – Bayern 4:1 Trainer bewegen sich in den Interviews nach dem Spiel immer am Abgrund entlang. Jedes Wort wird von den Medien auf die Goldwaage gelegt und kann noch Wochen später nachhallen. Magath hat vermutlich recht, wenn er die Höhe der Niederlage aus dem Zusammenklappen der Bayern durch den Triple-Schlag binnen 7 Minuten kurz nach Halbzeit zurückführt. So was darf unter Shit happens abgelegt werden.

Die Aussage von Magath er habe in der Partie Verbesserungen im Bayern-Spiel gesehen, war aber eine mutige Aussage die vermutlich weniger Ernst, sondern mehr pädagogisch an seine Schützlinge gerichtet war. Auf Nachfrage was sich konkret verbessert habe, kam Magath dann doch ins stottert und wusste nicht mehr als auf einen Kopfball von Makaay hinzuweisen.

Die Abwehr hat derzeit noch kein internationales Niveau, aber wirklich in die Tiefe wurden die Bayern von ihrem Mittelfeld gerissen, das nominell eigentlich alles zwischen Shetland-Inseln und Antalya niederwalzen müsste, aber heute nie in Tritt kam.…

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Buli-Spieltag 3: Toppmöllers letztes Hurra?

Es wird am Wochenende vermutlich eines der ganz großen Themen sein: wie lange wird Toppmöller noch Trainer beim HSV bleiben? Die Schlinge um Toppmöllers Hals ist, glaubt man der Lokalpresse, wesentlich enger als ich es zu diesem Zeitpunkt erwartet habe.

Die Hamburger Dreieinigkeit BILD – Abendblatt – Mopo bläst zum letzten Halali auf Toppmöller und kolportiert Unzufriedenheit mit dem Trainer nicht nur auf Seiten des Trainers, sondern auch beim Management, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Klavierkrawattenmann soll schlichtweg keine Freunde im Verein mehr haben und könnte bereits in den nächsten Tagen gefeuert werden.

An der Darstellung des Abendblatts stören mich zwei Dinge: unwidersprochen wird über die Unzufriedenheit von Sportchef Beiersdorfer mit der offensiven Ausrichtung des HSVs berichtet. Seit wann, frage ich mich, gehört die taktische Ausrichtung eines Teams in den Kompetenzbereich eines Sportchefs?…

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