35 Jahre NFL-Geschichte gehen zu Ende

Ein Drittel Jahrhundert war das von ABC und der NFL eingeführte “Monday Night Football” alt und ist zum Meilenstein der Sport-TV-Geschichte geworden. Neben der Superbowl trugen die aufwändigen Übertragungen zur PrimeTime maßgeblich zur Popularität der NFL bei.

Seit gestern abend ist es klar: ABC wird nach der kommenden Saison keine Monday-Night-Spiele mehr übertragen. Es passte irgendwie nicht mehr ins Profil von ABC. Seit Jahren ging es mit den Einschaltquoten abwärts und man zerriß sich die Mäuler über die mehr oder weniger gelungenen Versuche die Übertragungen aufzupeppen. Jahrelang torkelte man umher beim Versuch Al Michaels einen populären Analyst beizustellen. Als man mit John Madden jemanden gefunden hatte, meinte man an der Seitenlinie Sex statt Kompetenz als Field Reporter aufstellen und in der Halbzeit fragwürdige Einlagen wie z.B.…

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Jungfernspiel: Sea Devils – Rhein Fire 31:24

Am dritten Spieltag der NFL Europe kam es endlich zur Heimpremiere der Hamburg Sea Devils. Ein geschickter Schachzug. Während die Devils-Fans ins Stadion strömten, kamen die Handball-Fans einem aus der benachbarten Color-Line-Arena entgegen, das zweite Halbfinale der Final Four war gerade zu Ende. Die Sea Devils boten für die Color-Line-Arena-Besucher Eintrittkarten für nur 5 Euro an. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck das viele Zebra- oder Frischauf-Anhänger in die AOL-Arena fanden.

19.800 Besucher kamen in die Arena. Das ist eine gute, aber keine überraschende Zahl. Ich hatte angesichts des sommerlichen Wetters (20 Grad, Sonne) sogar mit mehr als 20.000 Zuschauern gerechnet. Aber zumindest ist der Besucherrekord für eine neue Franchise nun in hamburgische Hand. Es hätte nicht viel gefehlt und man hätte im Alleingang soviele Zuschauer begrüßen können, wie heute in Berlin Amsterdam und Köln zusammen (10.100 und 10.800).…

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NFLE, äh, NFLD, nein, NFLB

In einem inhaltlich sehr dünnen Interview mit Sport1 bringt NFL-Commissioner Paul Tagliabue einen neuen Namen für die “NFL Europe” ins Gespräch: “Bundesliga NFL“. Die Holländer aus Amsterdam werden sich vor Freude nass machen, in einer “Bundesliga” spielen zu dürfen. D.h. entweder bricht die letzte Saison für die Admirals an (z.B. weil Assauer die Option zieht ein NFLE-Team “Auf Veltins” zu etablieren) oder zumindest der Name war nur kurz daher geschwätzt (“Zum Beispiel fiel schon mal der Name “Bundesliga NFL”, aber das ist bisher nur ein Gedankenspiel. Eine eventuelle Umbenennung ist aber nach wie vor aktuell.“).

Morgen werde ich mein zweites NFLE-Spiel meines Lebens besuchen. Mein erstes war 1991 oder 1992 als die NFLE noch “World League” oder WLAF nannte und neben drei europäische 6 oder 7 Teams aus Nordamerika (USA + Kanada) beherbergte.…

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Jacques Orthen von den Cologne Centurions ist ein eine hohle Hupe

Jacques Orthen ist der Pressesprecher des NFLE-Klubs Cologne Centurions. Via einem Eintrag im Handelsblatt-Blog “Indiskretion Ehrensache” von Thomas Knüwer bin ich auf einen Offenen Brief der Cologne Centurions aufmerksam geworden, den diese gegen eine lokale Journalistin richtete, die sich kritisch mit den Centurions oder dem letzten Spiel gegen die Hamburger richtete. Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber dafür die Lachnummer von Offenen Brief. Ich habe entsprechend im Blog von Th. Knüwer kommentiert.

Der Brief im einzelnen, meine Kommentare sind in Fett:


Im Kommentar von Frau Christiane Mitatselis ist erwähnt, dass „die doofen Europäer die Nachwuchsarbeit der US-Clubs“ unterstützen.

Dies ist in der sachlichen Aussage so auch richtig. Doch möchte ich ihnen kurz einige Beispiele dafür geben, wer nach Meinung der Verfasserin zu den „doofen Europäern“ gehört:

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma, der gemeinsam mit der City Marketing GmbH und der Kölner Sportstätten GmbH um die Franchise geworben hat und somit den Weg für die Cologne Centurions in die Sportstadt Köln geebnet hat.…

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Höllisches Fin de Siecle?

Das was man im Abendblatt über das Bundesliga-Football-Team Hamburg Blue Devils liest, klingt nach mittelschweren Auflösungserscheinungen.

Just pünktlich für den Montag erklärt das Faktotum des Vereins, WR Maximilian von Garnier das Ende seiner aktiven Laufbahn. Zeitgleich beendet das Statistikteam seine Zusammenarbeit mit dem Verein.

Das Statistikteam schreibt von “verschiedenen Vorkommnissen”, das Abendblatt redet von einem Zerwürfnis mit Geschäftsführer und Vermarkter Karsten P. Steffens. Und wenn ein Max von Garnier in seiner Abschiedsmail schreibt: “Meine Entscheidung nicht zu spielen beeinflusst nicht meine Tätigkeit als Trainer der Junior Devils. Ich habe bereits mein Wort gegeben, dass ich die Jungs mit besten Wissen und Gewissen weiter betreuen werde. Es sei denn, es wird nicht mehr erwünscht.“, also nur weitermacht, weil er sich an sein Wort gebunden fühlt (was ihn ehrt), dann ist das Tor sperrangelweit für Spekulationen offen.…

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