Screensport am Mittwoch

Der Tod von Robert Enke ist nicht die Zeit für Medienkritik.

Mich hat gestern der FC Barcelona beeindruckt. Obwohl Robert Enke für Barca nur vier Spiele irgendwann 2002 bestritt und obwohl die Nachricht von seinem Tod international erst gegen 21 Uhr die Runde machte, spielte Barcelona gestern um 22h sein Copa Del Rey-Spiel bereits mit Trauerflor und Schweigeminute. Ein großer Klub. Für einen außergewöhnlichen Torwart.

Wer hier einen Kommentar zu Robert Enke hinterlassen möchte, tut es bitte beim Blogeintrag “RIP Robert Enke“.

Mehr über die gestern bekanntgegebene geplante Umbenennung des DSFs in SPORT1 in einem Blogeintrag von gestern abend.

Mittwoch, 11.11.2009

7h30 Volleyball/F, Grand Champions Cup: Italien – Südkorea, #2, EURO/HD live

8h30 NHL: Montreal Canadiens – Calgary Flames, ESPN Tape

11h00 Volleyball/F, Grand Champions Cup: Brasilien – Japan, #2, EURO/HD live

12h30 Pressekonferenz des DFBs, diverse
Ursprünglich die tägliche Mittagspressekonferenz der Nationalmannschaft, wird die PK heute im Zeichen von Robert Enke stellen.

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Screensport am Dienstag

Einer jener lauen Dienstage vor ein Länderspielwochenende, an dem wenig abfällt. Freunde des Handball-Sportes bekommen im DSF einen Double-Header. Freunde des Leder-Eis bekommen eine Konserve vom Samstag, eine nur mäßig ansehnliche Partie zwischen Penn State und Ohio State, die allerdings innerhalb der Big Ten enorm wichtig ist. Die Spät-Ins-Bett-Geher bekommen einen Puck-Doubleheader auf ESPN America.

Schließlich gibt es noch diejenigen, die um 20h an der Straße verharren und Ausschau halten, ob ein Stream vom LKW fällt: in Spanien werden die Rückspiele in der Copa Del Rey ausgespielt um das besondere Interesse gilt dabei Real Madrid – Alcorcon, wo sich Real aus einem 0:4-Loch herausspielen muss. Angeblich will Real dies wirklich ernsthaft versuchen und packt seine Stars aus: Kaka, Higuain, van Nistelrooy, Raul, Diarra^2.…

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Screensport am Montag: das ist ein schlechter Torwart, nehmt meinen!

Ich halte es ja immer noch für einen mittelschweren Kulturschock, wenn man … zum Beispiel die Bundesliga-Vorberichterstattung und Aufbereitung mit dem Journalismus vergleicht, den die 57 Jahre alte Sendung Hockey Night in Canada praktiziert.

[Längerer SKY-Rant wg. Sinnlosigkeit und Magengeschwür-Gefahr wieder gelöscht]

Spannend finde ich bei Hockey Night in Canada, wie man es geschafft hat, junge Elemente aufzunehmen ohne sich selbst zu verraten. Das Personal ist ausbalanciert, zwischen mittelalten Moderator Ron MacLean (49 Jahre), “reifen” Analysten Don Cherry (75 Jahre), Kommentatorenurgestein Bob Cole (76 Jahre), jungen Analysten Craig Simpson (42 Jahre), jungen Fieldreportern Elliotte Friedman (39 Jahre) und PJ Stock (34 Jahre).

Innerhalb der letzten zwei Jahre hat Hockey Night in Canada sowohl eine vorsichtige Verjüngung im Personal, als auch in den Themen vorgenommen.…

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Screensport am Wochenende

Das Post-Europapokal-Bundesliga-Wochenende kommt wieder ohne Samstagabend-Spiel aber mit drei Sonntagsspielen daher. Eh wurscht, weil das Spiel des Wochenendes Bayern – Schalke am Samstag um 15h30 ist. Alles was zu dem Spiel zu sagen ist, ist in den letzten Tagen gesagt. Das SZ-Interview mit Philipp Lahm liest sich wie bestellt und rechtzeitig ausgeliefert, die Medien werden den Knochen dankbar aufnehmen. Jetzt muss nur noch gespielt werden.

Im Windschatten dieser Partie ist das Verfolgerduell zwischen Hoffenheim und Wolfsburg, die in der Tabelle Bayern im Sandwich genommen haben.

Am Sonntag ist für viele, mich eingeschlossen, Hannover – Hamburg (So 15h30) ein Stolperspiel für den HSV aus Hamburg. Um 17h30 Werder gegen Dortmund. Der BVB wurde in dieser Saison nur beim ersten Auswärtsspiel geschlagen.…

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Screensport am Freitag: Renaults Hängepartie

Nachklapp zur gestrigen Renault-Geschichte. Es gab im Laufe des Tages mediale Verwirrung, weil all mögliche Quellen immer wieder aus einem L’Équipe-Interview mit dem Renault-F1-Chef Jean-François Caubet zitierten, wonach Renault definitiv für die 2010-Saison fahren wird. Das Problem mit dem Interview habe ich schon gestern geschildert: Caubet war beim Aufsichtsratstreffen von Renault gar nicht anwesend und die ganzen Abläufe riechen danach, als würden die beiden F1-Verantwortlichen von Renault recht bewusst aus der Entscheidungsfindung rausgehalten werden.

Erst gestern nachmittag löste sich der Nebel – nicht wirklich: es hat einen Statement vom Renault-Chef und bekannten F1-Skeptiker Carlos Ghosn gegeben. Renault habe seine Entscheidung gefällt und wird diese noch dieses Jahr verkünden.

Aha.

Commitment für eine 2010-Saison in der Formel 1 hört sich anders an.…

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