Screensport am Mittwoch: Neues von DERNIERE

Aus PREMIERE wird inzwischen DERNIERE. Die Galle hat sich noch nicht abgeregt über die Kürzung des Fußball aus europäischen Ligen um zirka 20% – selbstredend ohne offene Kommunikation und zum gleichen Preis – da haben sich leider auch die Befürchtungen in Sachen NASCAR bewahrheitet. Gegenüber motorsport-aktuell.com und stockcar-news.de hat PREMIERE inzwischen bestätigt, dass man nach dem derzeitigen Stand nur die Daytona 500 live übertragen wird. Die restlichen 35 Rennen werden als einstündige Zusammenfassung am Montagabend nachgereicht.

Die Gründe für diese Aktion von PREMIERE – sind es wirklich nur finanzielle Gründe? – bleiben unklar. Was aber festgehalten werden kann, ist eine fassungslos unterirdische Kommunikation von PREMIERE, sowie bis in den letzten Tagen hinein Auskünfte durch Mitarbeiter gegenüber Kunden die blanke Verarschung sind.…

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Screensport am Dienstag: sehr, sehr viele

Während in Deutschland die Einschaltquoten zum Super Bowl stagnierten, wurden in den USA nahezu sämtliche Rekorde gebrochen. Mit einem Schnitt von 97,5 Mio Zuschauer ist es der meistgesehenste Super Bowl ever (Vorgänger: Super Bowl 1996 Dallas – Pittsburgh mit 94,1 Mio). Mehr Zuschauer gab es nur 1983 bei der letzten Episode von M*A*S*H (106 Mio Zuschauer). Das Rating war mit 43,2 das Höchste seit 2000. Der Marktanteil betrug 65%.

(Zur Erklärung: Ratings sind die Prozentzahl an Haushalten. Da die Zahl der US-Haushalte wächst, kann man im Vergleich zu früher trotz eines geringeren Ratings mehr Zuschauer haben. Die Ratings für den Super Bowl zu Beginn der 80er nördlich der 45)

Spocht vom Tage

NASN hat heute das Programm umgestellt und so gibt es heute vormittag statt der ersten Übertragung der Carribean World Series – die ersatzlos gestrichen wurde – NHL aus der Nacht.…

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Screensport am Montag

Vor einer Woche erlitt einer der besten US-Sportjournalisten Michael Wilbon – Reporter der Washington Post und Moderator bei ESPNs Pardon the Interruption – einen Herzinfarkt. Zum Glück nur einen kleinen Herzinfarkt, so dass er den Umständen entsprechend wieder auf dem Damm ist. Er kann wieder Kolumnen schreiben, z.B. am Donnerstag hat am Donnerstag über seinen Infarkt geschrieben. Grüße nach drüben.

Eine in Sports Business veröffentlichte Untersuchung benennt die populärsten Sportereignisse im Fernsehjahr 2007 in Europa. Die Geschmäcker sind und natürlich massiv abhängig vom Abschneiden eigener Mannschaften.

Das Halbfinale der Rugby-WM Frankreich – England zog länderübergreifend (gemessen an den 5 Top-Märkten) die meisten Zuschauer an. In Deutschland, Dänemark und Norwegen war es das Finale der Handball-WM. Die Eishockey-WM war der Top-Sport in Finnland, Eisschnelllauf-WM in den Niederlande, alpiner Skisport in der Schweiz, Schweden und Slowenien.…

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Screensport am Wochenende: Heilige Drei Könige

Der Schnelldurchlauf

(Regie: Truck Branss, Bühnenbild: Joachim Dzierzenga)

An diesem Wochenende gibt es so etwas wie meine persönliche Dreieinigkeit: Fußball, Super Bowl, Six Nations.

Die Bundesliga kehrt aus der Winterpause zurück. Mit den Six Nations beginnt am Wochenende das beste was das europäische Rugby zu bieten hat und am Sonntag wird der zwölfhundertsiebenundneunzigste Super Bowl ausgetragen. Garniert wird es mit massenweise Basketball, Golf, Wintersport und A1GP.

Screensport ist heute etwas kürzer gehalten, damit ich zumindest noch Chancen habe, noch was zum Rugby, Bundesliga und Super Bowl zu schreiben…

Fußball

Die Bundesliga steigt, wie es inzwischen üblich ist, wieder mit einer Freitagsübertragung in der ARD ein. Hansa Rostock – Bayern München ist von der Spielansetzung nicht der schiere Wahnsinn.…

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Screensport am Donnerstag: und die Ligarechte gehen an…

Während in Deutschland jeden Tag eine neue Sau durch das TV-Übertragunsgrechte-Dorf gejagt wird (“Bochumer Balljunge sieht kaum noch Chancen für die Sportschau” et al), könnte es in Frankreich bereits heute zur Verkündung der neuen Rechtebesitzer für die Ligue 1 vom Sommer 2008 bis Sommer 2012 kommen.

In Deutschland hat die DFL versucht neue Interessenten anzulocken, in dem es das Programm selber produziert und kleinere Rechteinhaber quasi das komplette Programm frei Haus geliefert bekommen, ohne eine Fußballredaktion aufbauen zu müssen.

In Frankreich hat man zwei miteinander zusammenhängende Probleme: Dort gingen 2004 die Rechte für eine absurd hohe Summe (600 Mio EUR pro Jahr) an Canal+. Diese Summe war weniger mit Refinanzierung und Attraktivität zu erklären, sondern damit dass Canal+ um jeden Preis die kompletten Rechte haben wollte, um seinen Pay-TV-Konkurrenten TPS (TF1/M6) an die Wand zu nageln.…

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