Von wegen All-Star-“Break”

Von wegen “Ruhezeit” in der NBA, nur weil alles auf die Showveranstaltungen des All-Star-Weekend starrt…

Mitunter geht es ziemlich rund.

Die Philly 76ers haben Coach Randy Ayers gefeuert. Vorerst wird Assisten Chris Ford den Job übernehmen. Die 76ers haben eine enttäuschende erste Saisonhälfte hinter sich, mit enormer Auswärtsschwäche und sie kämpfen verzweifelt um den letzten Playoff-Platz im Osten.

Seit knapp einem Monat geht es aber rund im Team. Die Führunsgspieler um Iverson und Robinson feuerten verbale Salven ab, die sie zumindest in der Öffentlichkeit nicht gegen konkrete Mitspieler, sondern nur allgemein auf das Team bezogen. Trotzdem entstand der Eindruck, Ayers habe das Team nicht mehr unter Kontrolle.

Damit ist aber den Veränderungen bei den 76ers wohl nicht Genüge getan. Gerüchteweise sollen die 76ers dabei sein, in der letzten Woche des noch offenen Transfers-Fensters einige Spieler feilzubieten. Die einen sagen, man würde Eric Snow und/oder Dave McKie loswerden wollen. Andere prophezeihen sogar das ganz große Ding:

Einen Trade von Allan Iverson .

AUf der anderen Seite des Kontinents scheint sich ein Umbruch bei den Lakers abzuzeichnen. Die Verhandlungen für eine Vertragsverhandlung mit Coach Phil Jackson, der in der derzeitigen Schwächeperiode der Lakers nicht mehr unumstritten ist, wurden durch die Lakers beendet.

Von Kobe Bryant hört man, dass er die Lakers verlassen will. Atlanta soll die heisseste Option sein, wobei aber ausgerechnet Lokalrivale Clippers Aussenseiterchancen hat, u.a. weil soviel Raum unterm Salary Cap sein soll.

Wer sich das All-Star-Weekend zu Gemüte führen will: PREMIERE überträgt nicht nur das All-Star-Spiel am Sonntag (So/Mo 2h20), sondern bereits in der Nacht davor (Sa/So, 2h30) die unterschiedlichen Wettbewerbe wie 3Pt-Shooting, Slam-Dunk-Contest etc…

F1 Bolts

Kurz aus der F1:

Pizzonia ist nach seiner gefloppten Zeit bei Jaguar (Austausch mitten in der Saison) nun wieder Testfahrer bei Williams

– Der Vertrag mit Imola, Stecke des Grand Prix von San Marino, läuft dieses Jahr aus. Gemäß des Spruches von Ecclestones, wonach er (trotz kürzlich erfolgter Verlängerung mit Hockenheim und Nürburgring) keine Zukunft für zwei GPs in einem Land sieht, steht Imola auf der Kippe. Imola wird seit Jahren für mitunter veraltete Boxenanlagen kritisiert. Nun will Italien versuchen dieses Rennen zu retten. Und Ecclestone tut das was er immer tut: sagen dass die Entscheidung noch offen ist und treibt damit die Preise nach oben…

– Es sieht so aus, als wäre die Entscheidung um den zweiten Pilotenplatz beim nahezu bankrotten Jordan-Team gefallen, nachdem Nick Heidfeld sich den ersten Platz sicherte.

Die lange Suche dürfte weniger an der Auswahl exzellenter Fahrer liegen, sondern mehr an Preistreiberei von Seiten Eddie Jordans, auf der Suche nach Sponsor-Geldern. Alan McNish wollte seinen Platz nicht bezahlen, Jos Verstappen hatte irgendwann keinen Bock mehr auf die Monate währenden Verhandlungen.

Und nun zaubert Jordan einen Italiener aus dem Hut: Giorgio Pantano, der Erfahrungen in der deutschen Formel3 und der Formel3000 hat, sowie Testfahrer für verschiedene F1-Teams war. Aus dem Rennen ist damit Ralph Firman, der letztes Jahr mitunter spektakuläre Fahrten ablieferte.

Williams hat die Suche nach einem Montoya-Nachfolger begonnen (JPM geht 2005 zu McLaren) und steht in Verhandlungen mit Jenson Button/BAR. Möglicherweise handelt es sich aber nur um ein Ablenkungsmanöver um dann am Ende Saubers Giancarlo Fisichella zu präsentieren.

Zsolt Baumgartner, ungarischer Minardi-Fahrer, steckt in Problemen, weil der Staat Ungarn seine spaktakuläre monetäre Unterstützung zurückgezogen hat. Die Subvention von Baumgartner war in der Öffentlichkeit, wen wunderts, nicht vermittelbar. Stattdessen wird nun der in staatlicher Hand befindlicher Hungaroring einen Werbevertrag mit Baumgartner abchliessen.

BAR mal wieder unter Druck. Motorlieferant Honda hat angekündigt, die Entscheidung einer Verlängerung mit BAR erst zur Saisonmitte zu fällen. Sprich: davon abhängig zu machen, ob Button und Sato erfolgreich sind.

– Die Leistungen der Teams bei den Tests sind schwer zu bewerten. Allerdings regiert bei McLaren Unzufriedenheit ob sehr diffizilem Set-Up, während BAR mit schnellen Zeiten für Aufmerksamkeit sorgt.

Die Formel-1-Blase

Noch knapp drei Wochen bis zum Beginn der diesjährigen F1-Saison in Melbourne (7ter März). Die Saison2004 stellt einen Wendepunkt in der F1-Historie dar, da sich nun die Abkehr von den klassischen Motorsport-Ländern hin zu den neuen Ufern in Nah- und Fernost manifestiert. Shanghai und Bahrain geben ihr Debüt (26ter Sept, 4ter April).

Umgekehrt stehen diverse europäische Grand-Prix auf der Kippe. Frankreich stand kurz vor dem Exitus, Silverstone steht seit Jahren unter Beschuss, Spa war weg vom Fenster, Imola steht vor dem Ausscheiden und Dampfplauderer Ecclestone kündigt den Abzug von noch mehr europäischen Rennen an.

Und warum das Ganze? Wer nach Erklärungen sucht, hört viel Dampfplaudereien. Markt der Zukunft. Wachstum. Steigendes Interesse. Konkretes wird nicht geliefert. Es bleibt meistens in der Güteklasse wie heute morgen in einem Interview der BBC mit einem Finanzanalysten “Steigendes Interesse” blabla “Wenn F1 in Indonesien läuft, sind die Strassencafés voll, es wird noch zelibriert, anders als in Europa”.

Bei 40-60% Einschaltquote in Deutschland würde ich auch nicht gerade auf mangelndes Interesse schliessen.

Langer Rede kurzer Sinn: die F1-Oberen versuchen sich hier ihren eigenen Hype aufzubauen, der momentan noch nicht wirklich durch reeles Interesse gestützt wird. Der Grand Prix von Malaysia zählt zu den eher schlecht besuchten Veranstaltungen. Asiatische Fahrer haben sich noch nicht durchsetzen können. Die Sponsorengelder aus Asien sind eher spärlich.

Nun kommt Bahrain hinzu, ein Grand Prix bei dem ich noch nicht mal im Ansatz ahne, wie die überhaupt eine sechstellige Zuschauerzahl anlocken wollen. Und wer sich die Hochpreispolitik in Europa anguckt, kann berechtigte Bedenken haben, wie man Tribünen in Istanbul, Moskau, Shanghai und Indien füllen will.

Und mit gerade mal 7,8 Teams die eine finanziell einigermassen gesicherte Zukunft haben, kann man nicht für jedes Rennen einen “Local Guy” einschleusen.

So wie es aussieht, hat die F1 entschlossen, endgültig zum artifiziellen Theater zu werden. Die Rennen brauchen nicht mehr an Orten veranstaltet zu werden, wo die Fans sind. Sollen doch nach Bahrain 50.000 Zuschauer kommen. Solange es in Europa im Fernseher läuft…

Obwohl, und das ist ein Knieschuss der sich letztendlich auch auf die Gelder auswirken könnte: wollen RTL, TF1, SKY und Konsorten wirklich noch genauso viel für die Übertragungen zahlen, wen das Gros nicht mehr Sonntag mittags, sondern irgendwann um 6, 7h morgens stattfindet?

Die heutige F1 ist von einer (Schein-)Ökonomie geprägt. Die Symptome ähneln dem New Economy-Hype. Man vertraut auf Expansion und Boom an anderer Stelle, statt seine Schwachstellen zu bearbeiten. Spätestens wenn die Zuschauer in Asien doch nicht in den Massen strömen, weil Siege von Deutschen und Kolumbianer vielleicht doch nicht so sexy sind, wenn das Fahrerfeld aufgrund der Konkurse von Minardi und Jordan und des Rückzuges von Jaguar, BAR und Toyota auf zehn Piloten geschrumpft ist, hat man die Wand geortet, auf die man derzeit mit hoher Geschwindigkeit zufährt.

Wo man derart am Publikum vorbeifährt, bieten sich auch Gelegenheiten. Beispielsweise die DTM. Wenn die DTM mehr Eigenständigkeit gegenüber Daimler-Chrysler/Mercedes zeigen würde, die peinlich darauf bedacht sind, nicht der F1 Konkurrenz zu machen, und daher die DTM deckeln.

NASCAR in den USA hat es vorgemacht. Low-Budget. Low-Budget bei den Teams. Low-Budget bei den Eintrittspreisen. Volkstümlichkeit. Präsenz durch mehr als 40 Saisonrennen. Abwechslungsreicher Modus.

Rübennasen der Woche

… an den VfB Stuttgart. Die lethargische Leistung der letzten Woche setzte sich heute nun in Berlin fort. Gemeinhin wurde die fehlende Agressivität gegen die verunsicherten und arg simpel gestrickten Herthaner bemängelt.

Erschreckender ist aber der Verlust jedweder Spielintelligenz. Wie in der Vorwoche gingen die Doppelpässe gleich reihenweise ins Leere, bekamen Kuranyi und Szabics keine brauchbaren Bälle ab, fehlte so etwas wie Vorwärtsverteidigung und liessen jedewede Antizipation von Geschehenissen im eigenen Strafraum vermissen.

Kurz: dies ist keine kurze Kreativitäts-Pause. Das ist tiefgreifender und der VfB wird wohl nach unten weitergereicht werden.

Der Unsinn geht weiter

Es geht weiter. Man schwelgt in weitreichenden, die Welt erobernden Marketingplänen, will die Erde mit einem Netz an Bundesliga-TV-Übertragungen überziehen, im Ausland Freundschaftsspiele etc. abhalten, aber die “Basics”, die hat die Bundesliga immer noch nicht drauf.

Bundesliga GmbH und Co KG, can you spell it: T – R – I – K – O – T – S.

1/ Trikots die annähernd etwas mit den Vereinsfarben zu tun haben.
2/ Stringente Benutzung der Trikots, am besten: ein hellen und einen dunklen Satz. eines für Zuhause, eines für Auswärts
3/ Lesbare Nummern
4/ Spielernamen auf dem Rücken

Anders formuliert: wieviel Scheiße im Hirn muß der Ausrüster der 1860er haben, die “Blau-Weißen” (hint! hint!) ausgerechnet auf Schalke in Gelb-Schwarz antreten zu lassen?

Countdown Hitzfeld

Die Leidenstory von Hertha wird an diesem Wochenende von den Bayern in den Schatten gestellt.

Offen gesagt, ich hatte mich schon gewundert, wieso es bei den Bayern über der Winterpause so leise gebleiben ist, obwohl im Vorfelde von Rummenigge, Hoeneß und Hitzfeld durchaus weitreichende Veränderungen am System angekündigt wurden.

Die Lösung dieses Rätsels scheint darin zu liegen, dass all die Ankündigungen schlichtweg substanzlos waren. Anders läßt sich das in Sachen Pomadigkeit nahtlos an die erste Halbserie anschließende Auftreten der Bayern nicht erklären.

Und nun beginnt es auch für Hitzfeld eng zu werden. Wenn Rummenigge und Hoeneß nicht mehr versuchen mit verbalen Äußerungen nach Innen oder Außen die Spieler abzugrätschen, dann zeigt sich tiefe Betroffenheit und Ratlosigkeit. Ein Schweigen, dass nur als Countdown für Hitzfeld zu interpretieren ist. Ist man just in diesen Momenten vielleicht schon dabei, als Plan B einen Nachflger zu suchen?

Nach einer Niederlage gegen Hannover, würde ich keine Hand mehr für die Arbeitsplatzsicherheit von Hitzfeld ins Feuer legen wollen. Wenn eine Trainerentlassung in den Planspielen von Hoeneß und Co. eine Rolle spielt, dann sollte diese nicht wenige Tage vor dem Championsleague-Spielen gegen Real stattfinden. Eine Entlassung unter der Woche würde 2 Wochen Zeit geben…

Fragt sich nur wer? Eine Interims-Lösung oder irgendjemanden aus den Niederungen der Amateur-Oberliga zu engagieren, kommt nicht in Frage. An duetschen Namen fällt mir derzeit niemand ein. Und in Europa?

Sechs Nationen DSFlos

Entgegen der hoffnungmachenden Ankündigungen während der Rugby-WM beschränkt das DSF die Berichterstattung vom “Six Nations”-Turnier, beginnend am 14ten Februrar, auf ein Minimum. Man kann wohl vom “versenden” sprechen, in die hinterste Ecke des Programmes geschoben.

Zu jedem Samstag-Spieltag gibt es eine einstündige Zusammenfassung am Sonntag morgen um 6h30.

Noch ist nichts über etwaige Übertragungen zumindest der französischen Heimspiele auf TV5 bekannt.

Titte goes Bonk

Ich war mir ja am Sonntag nicht ganz sicher, ob ich wirklich das gesehen habe, was ich zu sehen glaubte, als Herr Timerlake der Frau Jackson ein Stück Oberbekleidung wegriss. “Bestimmt ein hautfarbener BH, anders gehddas nicht zur Prime-Time in den USA”.

Es war aber eine der zwei Jackson’schen Titten. Blank. Entblößt.

Und diese sorgen nun für Aufregung. CBS und MTV (Organisator der Halbzeit-Show) beeilten sich, sich via Presseerklärung beim Publikum, Zuschauer, Football-Fans, der NFL, Frau Jackson und der verkühlten Titte zu entschuldigen.

Vergebens. Brustfleisch über das Maß eines Cheerleader hinausgehend zu zeigen, sei “inapropriate”. Dieses muttermilch-spendende Körperorgan mit dem ich, du und Herr Tagliabue einst herangezogen wurden, sei nicht “familienfreundlich”.

MTV wurde hochkant rausgeschmissen und wird nie wieder die SuperBowl-Halbzeitshow austragen. Was angesichts der beschissenen, völlig phantasielosen, unoriginellen, mies zusammengestellten, einseitig jugendlichen Playback-Show aber die richtige Konsequenz ist. Nur halt die falsche Begründung.

SuperBowl-Preview

Wer vor der Saison auf diese Begegnung getippt hätte, dürfte inzwischen ein gemachter Mann sein. Die New England Patriots galten durchaus zum erweiterten Kandidatenkreis, die Entlassung von einigen Schlüsselspielern durch Coach Belichick, nur wenige Tage vor Saisonbeginn, wurde aber als gravierender Schuß in den eigenen Fuß angesehen.

Der Einzug der Carolina Panthers dürfte aber kaum von irgendeinem Experten vorhergesehen worden sein, wiewohl die Qualitäten der Defense eigentlich, zumindest in nackten Zahlen, bereits letztes Jahr vorhanden waren.

Die Erfolgsgeschichte der Panthers zeigt Grundzüge der Cinderella-Story, wie sie in der NFL alle 4-5 Jahre passieren: ein Team das binnen zwei Jahre vom schlechtesten Team zum SuperBowl-Finalist hochsteigt, remember Atlanta Falcons oder San Diego Chargers?
Die SuperBowl pflegen leider in solchen Fällen dann schon zur Halbzeit entschieden zu sein.

Neben diesem geschichtlichen Apercu, dürfte auch die eher defensive Ausrichtung beider Teams der Grund sein, weswegen die meisten Zuschauer eine eher unattraktive SuperBowl erwarten. Zu düster noch die Erinnerungen an das furchtbare Punt-Festival vor drei Jahren, zwischen den Ravens und den Giants. Die Wettbüros in Las vegas erwarten nicht das mehr als 40 Punkte in dieser Partie erzielt werden,

Für Anhänger des Unterdogs, heuer die Carolina Panthers, kann ich leider nicht viel Nahrung für irgendwelche Hoffnung auf einen Überraschungssieg geben. Außer dass ich diesen Satz im Zusammenhang mit den Panthers schon zweimal gebraucht habe…

Die Medien haben sich für den Schlüssel der Partie bereits auf das Duell zwischen Patriots-QB Tom Brady und der Panthers-Defense konzentrieren. Wrong. Meiner Meinung nach, ist dieses Duell bereits ausreichend zu Gunsten der Pats entschieden. Die Panthers werden tun und machen können, was sie wollen. Das breite Arsenal an Passfängern, lassen 14-20Punkte fast unvermeidlich erscheinen. Der Knackpunkt wird eher seinen: kriegen die Panthers genügend Punkte auf das Scoreboard um die Pats-Offense in Zugzwang zu bringen?.

Die Patriots sind kein High-Scoring-Team. Sie gewinnen ruhig und souverän ihre Partien, weil die Abwehr nicht mehr als zwei TDs im Schnitt zu läßt. Die Offense erzielt aber gegen gutklassige Teams nur selten mehr als 20 Punkte.

Für den Angriff der Patriots ist es wichtig: 1/ Laufspiel via RB Stephen Davis und RB DeShaun Foster, 2/ keine Fehler von QB Jake Delhomme, 3/ lange Pässe um die Defense der Patriots auseinanderzuziehen. Die Laufabwehr der Patriots ist eine exzellente. Die Nuß dürfte also hart zu knacken sein. Und die SuperBowl hat förmlich in jeder Partie die Geschichte eines jungen QB der mit dem Druck nicht fertig wird und hinreichend viele Fehler produziert.

Also auch hier die Hoffnung für die Panthers nur sehr gering.

Klar. Die Panther sind mit ihrem Laufspiel sehr gut in der Lage die “Uhr” zu kontrollieren. Aber Zeit ist für die pass-lastigen Patriots nicht wirklich ein Problem.

Hinzu kommt, dass sie Patriots während der gesamten Saison eigentlich SuperBowl-kompatible Mentalität zeigten. Eine gewisse slicke Coolness ohne in Arroganz zu verfallen. Viele Beobachter nennen diese zweite SuperBowl-Teilnahme der Pats binnen drei Jahre, bereits “Dynastie“.

Diesem Ruf ist nicht zuletzt dem cleveren Office der Pats zu verdanken, Team-Besitzer Robert K. Kraft und Headcoach Bill Belichick, die sich dem allgemeinen Trend hochdotierte Veträge mit langer Laufzeit mit Superstars abzuschließen, verweigern und es schaffen dem Team mit mitunter harten Schnitten immer wieder rechtzeitig Blutauffrischung zu verpassen.

Ich muss morgen früh, um 6h30 einen Zug nach Berlin nehmen. Ich bin guter Hoffnung zur Halbzeit ins Bett gehen zu können…

Offense New England Patriots vs. Defense Carolina Panthers

Das Augenmerk richtet sich natürlich nur auf das Pass-Spiel der Patriots. Das Laufspiel hat nur Alibi-Funktion und häufig dienen die RunningBacks als zusätzliche Pass-Empfänger für Screen-Pässe parallel zur ScrimmageLine oder hinter der angreifenden Defense-Line.

Diese Defense-Line der Panthers hat es in sich. Sie ist als eine der wenigen in der Liga auch ohne zusätzliche Unterstützung in der Lage ist, hinreichend viel Druck auf die Offense zu entwickeln. Sie treffen aber auf die stärkste Offense-Line der Liga, so dass sie kaum bis Brady vordringen werden. Es gilt daher “einfach” nur Brady so unter Druck zu setzen, dass er nicht viel Zeit hat, um die ganz tiefen Pässe zu werfen.

Die Patriots setzen eine Vielzahl von unterschiedlichen Pass-Empfängern ein und pflegen den Gegner durch den häufigen Einsatz von “Five-WideReceiver-Sets” in Chaos zu stürzen. Wenn fünf potentielle Passfänger loslaufen, kreuz-und-quer, mit langen, kurzen, diagonalen oder Comeback-Routen, gibt es eigentlich keine Chance, dass da nicht zumindest ein Receiver irgendwann mal anspielbar ist.

Für die Panthers-Linebacker und die Panthers-Secondary ist der Druck enorm, bei der Abdeckung der möglichen Anspielstationen optimale Arbeit zu leisten. Angesichts der schieren Quantität der möglichen Pass-Empfänger ist vorallen Schadensbegrenzung angesagt: die tiefen Pässe vermeiden, nur Screen-Passes zulassen und irgendwie den Drive stoppen, so dass die Pats nur mit Fieldgoals punkten können.

Offense Carolina Panthers vs. Defense New England Patriots

Die Panthers-Offense ist recht ausgewogen zwischen Pass- und Laufspiel. Das Laufspiel mag spektakulärer aussehen, zumal RB Stephen Davis mit 1444yds in der Regular Season zu den Spitzenkräften der Liga gehört. Nach Zahlen, sowohl in Punkten, Yards als auch 1st Downs, halten Lauf und Pass-Spiel sich die Waage.

Diese Balance kommt der Offense der Panthers zugute, da sie den QB-Grünschnabel Jake Delhomme, der auf diesem Niveau noch nie Footbal spielte, entlastet. Das Horror-Szenario aus Sicht der Panthers wäre aber ein Zusammenbruch des Laufspiels und Delhome muss das Spiel alleine Reißen. Interceptions und Fumbles scheinen dann, trotz exzellenter Offense-Line vorprogrammiert zu sein.

Dieses Szenario ist nicht komplett aus den Fingern gesogen, da die Patriots in der Regular Season über eine wunderbare Lauf-Abwehr rund um Nose-Tackle Ted Washington, dessen Lebendgewicht derzeit mit 165kg kolportiert werden, verfügten, die aber gegen die “Big Names” aus Tennessee und Indianapolis mehr Yards als erwartet zuliessen.

Man nehme den Panthers das Laufspiel weg, mische dann eine Prise verwirrende Aufstellungen um Delhomme zu verwirren, voila, fertig ist das Rezept für die Pats.

Irgendwie sieht das alles nicht sehr gut für die Südstaatler aus.

BVB-Watch, Teil 237

Die ZEIT hat in der aktuellen Ausgabe einen Artikel zur finanziellen Krise des BVBs veröffentlicht:“Größenwahn AG”, von Hanns-Bruno Kammertöns, Henning Sussebach und Stefan Willeke.

Liest sich der Artikel anfangs wie eine Zusammenfassung längst bekannter Röckenhaus-Texte, so schaffen es die Autoren dann doch einige noch nicht ganz so bekannte Details zu publizieren.

So werden z.B. Schwächen der derzeitigen Stadionkonstruktion aufgezeigt. Man mag sich fragen, warum ein solch großes Stadion nicht auch als Ruhrpott-Arena für Entertainment-Veranstaltungen wie Konzerte benutzt wird. Antwort: weil es nicht dafür konstruiert wurde. Offiziell sagt man “es würde sich nicht rechnen” und “der Rasen würde vollends dabei draufgehen”.

Tatsächlich ist aber die Stadionkonstruktion, die teilweise auf dem alten Stadion ruht, schwingungstechnisch derart fragil, dass keinerlei Konzerte veranstaltet werden könnten. Zwar bestehe keine akute Gefahr, aber um Haarrise in den Betonstelen zu vermeiden, sind die Fans angewiesen bei den eingängigen BVB-Gassenhauern sitzen zu bleiben.

Obwohl übrigens bei der Ausgabe der BVB-Aktie ausdrücklich mit einer Nutzung des Westfalen-Stadions “durch Nicht-Fußball-Events” geworben wurde.

Peter-Thilo Hasler von der Bayrischen Hype- und Vereinsbank hat nach Weihnachten eine beunruhigende Analyse veröffentlicht, die für die Saison 03/04 ein Minus von 44Mio EUR vorsieht und eine ungesunde Gehaltsstruktur attestiert.

Unterdessen hat die Niederlage, besser: die Art und Weise wie man gegen “Herne-West” verloren hat, vielen Fans den Rest gegeben. In den Foren von Schwatzgelb brennt es lichterloh und auch Matthias Sammer ist nicht mehr unangetastet.

Die sehr fleissigen Schwatzgelben haben im übrigen auch ein Interview mit Dr. Niebaum geführt, der aber weiterhin Nebelkerzen zündet.

Zu dem Thema Nicht gezahlte Aufwandsentschädgigung an Preußen Münster wg. Metzelder sagt Niebaum, dass es eben sehr aufwändig gewesen wäre, die Rechnung wg. der schwierigen Formel die zur Berechnung verwendet wird (und die “Ausbildungszeiten” eines Spielers bei den Jugendvereinen berücksichtigt).

Schon merkwürdig dass ein so großer Verein wie der BVB anscheinend zum ersten Mal mit einer solchen Aufwandentschädigung konfrontiert wird und 2-3Monate zur Überprüfung braucht. Und von einer “Entschuldigung von Preußen Münster” wie von Dr. Niebaum erwähnt, ist zumindest auf der offiziellen Site von Preußen Münster nicht die Rede.

Bei der Aussage des WGZ-Analysten stellt sich die Frage, warum bislang nur ein Dementi in Form einer Erklärung vorliegt, aber keine Gegendarstellung (ist zumindest nirgends erwähnt) und kein Gerichtsverfahren angestrengt wurden.

Herr Vornholz wird von Niebaum in dem Interview nur verbal, aber nicht faktisch abgebürstet.

Niebaum bleibt auch viereinhalb Wochen nach Publizierung der ersten Artikel “thin on facts”.