Am Tag nach der Meisterschaft ’03

Nun sind sie gekürt, die AFC– und NFC-Meister.

Patriots – Colts 24:14

In der AFC gewannen die New England Patriots gegen die Indianapolis Colts 24:14. Die statistischen Werte beider Mannschaften ähneln sich, den Ausschlag gaben alleine die Turnovers der Colts. Sechs Turnovers gegenüber zwei Turnovers sind der Genickschuß.

Es war nett anzusehen dass die Colts bis tief ins vierte Viertel hinein cool genug blieben um nicht zu versuchen mit der Brechstange, vulgo Pass-Feuerwerk, einen sieben Punkte-Rückstand aufzuholen. Aber dann noch zwei Minuten vor Toreschluß ernsthaft zu versuchen zehn Punkte mit Screen-Pässe aufzuholen, das war mir dann doch zu wenig der Verzweifelung.

Das Spiel wurde durch das Versagen der Colts-Offense entschieden. QB Peyton Manning holte das an schlechten Entscheidungen wieder auf, was er bislang in den Playoffs an Makelosigkeit gezeigt hatte. Die Würfe und INTs waren größtenteils schlichtweg dumme Würfe, Würfe in Traffic oder unpräzise.

Manning wurde durch das Ausschalten von WR Marvin Harrison der Zahn gezogen. Manning ist mit Harrison eine Symbiose eingegangen, wie sie nur noch mit Montana/Rice zu vergleichen ist. Harrison wurde aber von den Pats auf 3 Fänge für 19yds gehalten, damit ist Manning seines Go-To-Guys verlustig gegangen.

Philadelphia Eagles – Carolina Panthers 3:14

Es war ein Spiel auf unterem Niveau. Keine der beiden Mannschaften ist in der Lage einen Strahl hinzulegen. Carolina hat etwas parasitäres, wie einst Baltimore, eiskalt von den Fehlern des Gegners schmarotzend.

Bei des Eagles hat man hingegen das Gefühl, dass man sie erst in die Ecke treiben muss, damit sie angriffig werden.

So gesehen, lief für die Eagles alles nach Plan. Wenn, ja wenn nicht der umstrittene Tackle von Greg Favors gewesen wäre, der sich im 2ten Quarter auf den bereits am Boden liegenden QB McNabb stürzte und ihm eine Rippenprellung verpasste. Schon kurios dass die Referees die ganze Saison über angehalten werden, den QB zu schützen, in diesem Fall aber die Regeln bis ans Limit zu Gunsten der Defense auslegte (Argumentation: Favors glaubte McNabb wäre gestolpert und daher noch “frei”).

McNabb biss zwar auf die Zähne zusammen, aber sowohl die Auswahl der Spielzüge (es folgten in den folgenden 8 Spielzügen oder so, sechs Läufe) als auch der Pässe (keine tiefen Pässe mehr, keine Agilität von McNabb) zeigten mehr als deutlich, das McNabb nicht mehr im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte war.

Ein weiterer Hit ausgangs des dritten Viertels setzten McNabb endgültig ein Ende und Koy Detmer musste den QB-Posten übernehmen.

McNabb hat für die Umstände sogar brilliant gespielt, aber seine Widereceiver liessen ihn grausam hängen. Zillionen von fallengelassenen Pässen. Zwei der drei INTs gingen auf das Konto der Receiver die falsche Routen liefen oder den Ball nicht festhalten konnten.

Spätestens nach dem Tackling an McNabb nahm der Tag für die Eagles einen Verlauf, wo man als Philly-Fan nur noch ins Bett gehen wollte. Es wurde schnell klar, dass man die grünen Männchen auch noch drei Stunden länger auf den Platz stellen könnte, ohne dass sie noch einen TD erzielen. Es klappte nix mehr. Alle Entscheidungen der Referees die irgendwie auf der Kippe waren, fielen zu Ungunsten der Eagles aus. It was one of these days.

Ich möchte die Leistung der Panthers nicht schmälern. Das Team kam aus einem tiefen Loch (vorletzte Saison noch 1-15 Siege) und bot mal wieder eine unglaubliche Defense.

Die Abwehr ist nicht so spektakulär wie einst Blitzburgh oder die quicke Buccs-Defense. Aber mindestens genauso effektiv. In den Playoffs hat sich nun zur anerkannt besten Defense-Line der Liga nun auch ein Backfield hinzugesellt, dass alles was zwei Beine hat und Pässe fangen kann, perfekt zudeckt. Dallas war keine echte Probe. Rams war eines der Ausnahme-Spiele die man einmal im Leben haben kann. Aber jetzt zum dritten Mal in Folge eine Offense derart niederzubügeln…

Ausblick

In vierzehn Tagen heißt das Aufeinandertreffen in Houston New England Patriots – Carolina Panthers.

Beide Mannschaften sind sich sehr ähnlich. Die Panthers erinnern mich an die Patriots vor drei Jahren. Kleine Wadenbeißer, die kein Spiel selber machen können, aber den Gegner zu sich runterziehen. Anders als beispielsweise die Ravens, wird hier nicht mit einer Abwehr Rabatz gemacht. Stattdessen legt sich Carolina wie ein lähmender Mehltau über das Spiel, nimmt die Kontrolle an sich, klaut die Zeit des Gegners, streut hier und da ein paar Punkte ein, und plötzlich ist es das vierte Quarter und der Gegner hat nur noch zwei Minuten um zehn Punkte aufzuholen.

Warum ich New England trotzdem vorne sehe? New England kennt diesen Style und New England ist zu ausgeglichen um Carolina irgendeine Lücke anzubieten, wie sie z.B. Philly hatte (keine Pass-Protection, kein Run-Stopper).

Carolina trofft ausserdem auf eine Offense, die sie so noch nicht kennen: die Patriots haben keinen Angriff mit einem “Go-to-Guy” der sich ausschalten liesse. Die Patriots haben stattdessen zig Angriffsspieler. Fünf Laufspieler, 8-10 Passempfänger. Eine Offense-Line die sich gewaschen hat.

Ich sehe bei den Pats schlichtweg keine Schwachstelle wo Carolina seinen Hebel ansetzen könnte.

Aber so unterhaltsam die Playoffs bislang gewesen sind, warum sollte da die SuperBowl sich wider dem Spannungsbogen verhalten?

Boston – San Antonio am Abend

Heute abend gibt es auf PREMIERE endlich wieder eine NBA-Übertragung zu der man nicht seinen kompletten Tagesablauf umstellen muss, um irgendwann um drei Uhr nachts die dBox anzuschmeißen.

Zuerst das Geschen von gestern:

Portland – Dallas 104:108

Endlich mal wieder ein Auswärtssieg für die Mavericks gegen die allerdings nur mäßigen Trailblazers. Steve Nash weiterhin an der Hüfte verletzt und daher pausierend. Nowitzki und Finlay mit 32 bzw. 33 Punkten die Top-Scorer. Auf Seiten der Trailblazers lieferte Rasheed Wallace 24 Punkte ab, vielleicht um sich noch stärker für einen Last-Minute-Trade mit den Mavericks anzubieten.

Die Lakers gewannen das Stadtduell gegen die Clippers 91:89, immer noch mit reduziertem Kader (ohne Grant, O’Neal, Bryant und Malone).

Die Timberwolves, an der Spitze im mittleren Westen stehend, unterlagen Houston 76:95

Detroit gewinnt gegen in Milwaukee 99:94 und hat weiter einen Lauf mit 12 Siegen in Folge, nur noch zweieinhalb Siege hinter den Pacers, dem Spitzenreiter im Osten.

Boston Celtics – San Antonio Spurs

(ab 18h30 auf PREMIERE)

Das Aufeinandertreffen von zwei Mannschaften die derzeit mit drei Niederlagen in Folge einen negativen Lauf haben. Die Spurs sind ein ganz klein bißchen hinter den Erwartungen geblieben, die Enttäuschung der Celtics über den 7ten Platz im Osten dürften größer sein.

Bei den Spurs fällt auf, dass seit 5 Spielen die Wurfquote hundmiserabel ist, maximal bei 42%, teilweise sogar in den Dreissigern. Die Spieler, inkl. Tim Duncan spielen inkonstant. Mal haut einer 36 Punkte weg und am nächsten Tag kriegt er keine 8 Bälle durch die Reusen gestopft.

Auch die Celtics fallen nicht gerade durch Konstanz auf, insbesondere die Mannen hinter Paul Pierce sind sehr unterschiedlich erfolgreich bei den Korbwürfen. Aber noch entscheidender dürfte die hohe Zahl an Turnovers, mitunter mehr als 20 pro Spiel, die man in den letzten Spielen zuläßt.

Die Wurfquote ist immer noch okay, und knapp 30Punkte werden pro Spiel immer noch mit Dreier erzielt, also nix Neues im Kelten-Land.

NFL-Championship 2003 Roundup

Ein Blick in die Vorwoche, in der es mit durchweg hochklassigen Playoff-Spielen weiterging. Das fünftlängste NFL-Spiel zwischen den St.Louis Rams und Carolina Panther hat dabei ebenso Geschichte geschrieben wie McNabbs gelungener Pass beim „4ten und 26“ in der Partie Philly gegen die Green Bay Packers.

Ich lag mit meinen Prognosen am letzten Wochenende goldrichtig, wiewohl ich nicht erwartet hatte dass die Packers erst in der Overtime fallen würde.

Das Highscoring-Game in Kansas City hatte nicht nur den erwarteten Sieger, sondern zeigte derbe Abwehrschwierigkeiten der Chiefs die letztendlich zu einem verheulten Presseauftritt von Coach Dick Vermeil führten, der die Entlassung des Defensive Coordinators ankündigte.

Am Sonntag wird nun die letzte Stufe gezündet, vor Erreichen der SuperBowl. In der AFC und NFC wird jeweils der Meister gekürt. Die Partie New England gegen Indianapolis hätte an nicht besser schnitzen können, während in Philadelphia die Eagles als klare Favoriten ins Rennen gegen und gegen ihre Nerven und einen Unterdog aus Carolina spielen müssen. Und die Geschichte der NFL ist voll von Underdogs die bis in die Superbowl kamen.

Im übrigen wird das Wetter möglicherweise eine spielentscheidende Rolle zukommen.

Beide Stadien sind Freiluftstadien. Es werden Temperaturen um oder knapp unter des Gefrierpunktes herrschen. Für Boston ist Schnee und für Philadelphia Regen angesagt.

Beide Gegner sind solches Wetter nicht gewohnt. Die Colts spielen zuhause in einer Halle und haben eine recht südlich gelegene Division. Die Panthers spielen paar Kilometer nördlich von Florida und dürften mit Eiseskälte auch nicht zu sehr kennen.

Beide Spiele haben das Potential “enge” Spiele zu sein und das wiederum gibt den Fieldgoals und den Kickern große Bedeutung. Diese Bedingungen sind auch ohne Winde recht schwer, da der nasse, vielleicht sogar gefrorene Lederball sich nicht so gut snappen und auch nicht so weit treten läßt.

Es gibt ligaweit keinen Kicker der damit mehr Erfahrung hat, als New Englands K Vinatieri.

(Übertragung der Spiele ab 21h bis ca. 4h)

New England Patriots – Indianapolis Colts

Dieses Spiel häte auch in Indianapolis stattfinden können. Es hing an zwei Yards. Jenen zwei Yards die Peyton Manning Ende November zu Hause in vier Versuchen nicht überwinden konnte, um in die Patriots-Endzone zu kommen. Niederlage, Heimvorteil Pats.

Es gibt für alles im Football eine Statistik und die entsprechende für “Dome”-Teams (also Hallen-Teams) bei Auswärtsspielen in der Nähe des Polarkreises fällt negativ aus. Nicht zu vergessen diese kuriose Statistik die Coach Tony Dungy aus Buccs-Zeiten noch mit sich schleppt: noch nie ein Spiel bei unter 10 Grad gewonnen.

So sehr QB Peyton Manning und die Colts am Sonntag gegen die Chiefs überzeugt haben, es war ein Spiel wie auf den Leib geschneidert für den derzeit besten und sichersten Passer der Liga. Da machte es auch nicht sehr viel aus, dass man eigentlich ohne Defense spielte.

Für mich sind die Patriots der haushohe Favorit im Spiel. Man ist ausgeglichener besetzt, kennt die Witterungsverhältnisse und nicht zuletzt: man ist so ein Team mit Killerinstinkt wie einst die Bayern zu den besten Zeiten.

Für die Colts gibt es nur zwei Chancen: die Patriots schiessen sich durch Fehler selbst ins Knie. QB Tom Brady macht wenig INTs aber viele Fumbles. Zweitens: den Patriots ein Highscoring-Spiel aufzwingen. Wenn die Patriots punktemäßig unter Druck gesetzt werden, bekommen sie Probleme, da sie schnell eindimensional in der Offense werden und das Pass-Spiel nicht gerade überirdisch ist.

Die Bedingungen lassen aber keine hohe Punktezahlen zu. ich erwarte eher ein Spiel, bei dem die Patriots opportunistisch jeden Punkt mitnehmen, den sie bekommen können, paar FGs plus 1 TD. Das Spiel wird daher lange eng bleiben, in Reichweite von 1-2 Manning-TDs die dem Spiel doch noch eine plötzliche Wende geben könnten.

Philadelphia Eagles – Carolina Panthers

Respekt den Carolina Panthers. So wenig Punkte-Drives in der Halle der Rams zuzulassen, selbst in der Overtime, zwei oder drei Drives der Rams zu überleben, das ist die phänomenalste Defense-Leistung die ich seit langem gesehen habe.

Aber das Problem der Panthers heißt “Offense” und die schleppte sich in St.Louis auch nur so über das Feld. Zuviele Drives verpufften, zu viele Fehler. Mit einer ähnlich lendenlahmen Offense kommt man nicht durch drei Playoff-Runden.

Alle Konzentration auf das Laufspiel. Letzte Woche konnte man RB Stephen Davis überraschend gut durch RB Deshaun Foster ersetzen. Es ist weiterhin fraglich ob Davis wird spielen können, aber wenn ich mir die ganze Rhetorik ansehe, spricht vieles dafür, dass Daviss Einsatz nur deswegen erwogen wird, um Verwirrung zu stiften. Ich glaube nicht dass er spielt.

Wie es der Zufall will, gehört die Laufabwehr der Eagles zum schlechten Drittel der NFL.

Sehr, wirklich sehr gespannt bin ich auf die Konfrontatation zwischen der Philly Offense und Panther Defense. Die notorisch schwache Offense-Line der Eagles bekommt es mit den zweitbesten Pass-Rushern der Liga zu tun. Die Panthers sollten eigentlich einen agilen, laufenden QB gewohnt sein, spielen sie doch in einer Division mit den Atlanta Falcons, aber Michael Vick erlief bei seinem Comeback Anfang Dezember 154yds gegen die Panthers.

Das Rezept ist einfach für die Eagles: wenn die Panthers nach vorne rennen um McNabb unter Druck zu setzen, reichen 2-3 gepflegt gesetzte Blocks, um einen Kanal zu schaffen, durch den McNabb durchlaufen kann. In diesem Fall kann die Überaggressivität der Panther-Defense zum Eigentor werden.

Also zwei Schlüsselduelle: Werden die Eagles das Laufspiel der Panthers stoppen? Werden die Panthers McNabb kontrollieren können.

QB-Rating explained

Die NY Times erklärt in einem Artikel das QB-Rating, jene kryptische Formel die ein Maß für die leistung des Quarterbacks ist.

Grob gesagt, fließen vier Faktoren ein:
– vollständige Pässe pro Wurfversuch
– Passweite
– Anzahl Touchdowns pro Wurfversuch
– Anzahl Interceptions

Daraus ergibt sich, das bestimmte Eigenschaften, z.B. die Rushes nicht mit einfließen, sehr zum Bedauern von QBs wie Kordell Stewart, Randall Cunningham, Michael Vick oder Donovan McNabb.

Das mathematische Maximum von 158,3 wird erreicht wenn:
– mind. 77,5% aller Würfe ankommen
– mind. jeder zehnter Wurf ein TD ist (11,9%)
– die Pässe im Schnitt 12,5yds weit fliegen
– keine Interception

Es passiert durchaus das QBs den 158,3-Wert erreichen, wie z.B. Peyton Manning letzten Sonntag. Das passiert vielleicht einmal alle 1-2 Monate.

Das “QB-Rating” dient aber vorallen zur Berechnung über einer Saison hinweg. Und da ist das Überschreiten von 100 schon sensationell. Peyton Manning hatte in dieser Saison ein Rating von 99,0. Das beste jemals erzielte Rating kam von Steve Young mit 112,8 in der 94er-Saison bei den 49ers.

Und für die die es ganz präzise wollen: NFL.com kann man die vollständige Formel entnehmen.

Im College-Football wird eine veränderte Rating-Berechnung vorgenommen.

Kings – Lakers 103:83

Das Punktefestival ist es dann noch nicht geworden, nicht zuletzt weil die Lakers lange Zeit weniger als 40% ihrer Würfe verwandelten. Das Spiel war kurz nach der Halbzeit entschieden, als die Kings einen Lauf von 17-0 hatten (lt. Bericht, ich dachte es wäre sogar 22-0 gewesen…). Die Abwehr der Lakers war indiskutabel (54% Pct für die Kings). Von Medvedenko bei den Lakers hatte man nach zuletzt starken Spielen mehr erwartet.

Insgesamt ein sehr, sehr mäßiges Spiel.

Denver Nuggets – Dallas Mavericks 88:91

Die letzten Minuten habe ich noch per Ticker verfolgen können. Ein enges Spiel, die Mavs zwei Minuten vor Schluß mit drei Punkten vorne, ehe dann die Nuggets anfingen permanent abzufoulen oder TimeOuts zu nehmen. Letztendlich versiebten es sich die Nuggets weil sie in entscheidenden Augenblicken die Freiwürfe verhauten, wie auch schon im gesamten Spiel (53%)

Nowitzki: 22 Punkte, 7 Rebounds. Finlay und Jamison mit 16 Punkten, Walker mit 13 Punkten aber 10 Rebounds. Steve Nash konnte wg. Hüftbeschwerden nur ein Viertel spielen.

Unterdessen nimmt die scharfe Tonart in den medien gegenüber Coach Don Nelson zu, insbesondere wegen der quasi nicht existenten Defense die es verunmöglicht Spiele mit weniger als 90 geworfenen Punkten zu gewinnen.

Auch das Vertrauen von Besitzer Mark Cuban scheint zu schwinden. Es gab am Mittwoch ein halbstündiges Meeting zwischen ihm und “Nellie” inkl. anschließendem öffentlichen Vetrauensbeweis mit Don Nelson bis zum Saisonende weiterzuarbeiten (und danach? Der Vertrag läuft bis 2006).

Formel 1 Blabla

Knapp sechs Wochen vor dem Start in Australien gibt es unheimlich viel Geschwätzt aus der Formel 1.

– Nun soll der Grand Prix von Frankreich doch gesichert sein, womit es heuer 18 Rennen gibt

David Coulthard startet nun offiziell in sein letztes Jahr bei McLaren

– Mal wieder Änderungen an den Regeländerungen:
— Abschaffung der Drive-Through-Strafe
— Stattdessen Einführung von Strafpunkten, aber anscheinend ohne ein festes Punktesystem oder Regelwerk wieviele Punkte zu welcher Bestrafung führen. Für Eiertanz dürfte gesorgt sein.
— Bestehen bleibt die Regel, dass der dritte Fahrer bei den Freitagstest (für die sechs letztplazierten Teams) unerfahren sein muss (weniger als 6 GPs in den letzten 2 Jahren).
— Überlegungen am Rennsonntag ein Rennen mit zehn Zweisitzer einzuführen.

– Immer noch ist es völlig unklar, mit welchen Fahrer Jordan in die Saison geht. Die Pokerei von Eddie Jordan um die Cockpit-Plätze macht wohl mehr als deutlich, dass dem Iren das Wasser schon nicht mal mehr bis zum Hals sondern wohl auch schon oberhalb der Atemorgane sein dürfte. Im Rennen sind derzeit noch Heidfeld, Firman, McNish und Verstappen.

Am Samstag Tottenham – Liverpool

In den letzten Wochen hat sich das Tabellenbild in der Premiere League geändert. Chelsea hat mit 5 bzw. 4 Punkten Rückstand vom Spitzenduo ablassen müssen und das Mittelfeld ist nun wesentlich weiter auseinander gezerrt.

So trennen nun den Fünften Liverpool vom Elften Tottenham satte acht Punkt.

‘Pool hat einen Lauf. Man ist seit acht Spielen auswärts unbesiegt, hat aber diese Spiele, vorsichtig formuliert, alles andere als mit Brillianz und Autorität gewonnen. Immerhin, die Punkte kommen dank guter Abwehr rein, und das hält derzeit den Deckel auf dem Topf in Liverpool. Aber im Topf gärt es noch immer und beim nächsten Anzeichen der Schwäche wird sich die geballte Wut u.a. gegen Trainer Houillier entladen.

Nicht sehr viel anders die Situation bei den Spurs. Schwächer als erwartet in der Saison gestartet, aber dank Abwehr noch ohne Makel in der 2004er-Bilanz.

Mit diesem Wochenende beginnen im übrigen in den europäischen Championaten die ersten Spiele ohne afrikanischer Beteiligung. Viele Spieler sind bereits abgereist um sich auf den nächsten Freitag anstehenden Afrika-Cup vorzubereiten.

Bei den Spurs fehlt Freddie Kanoute, bei Liverpool Diao und Diouf

Schade das dies bei PREMIERE eine knapp zweiwöchige Premiere-League-Abstinenz einläutet, zumal es an diesem Wochenende mit Chelsea-Birmingham und Newcastle – Fulham noch weitere vorzeigbare Spiele gegeben hätte.

Kings – Lakers und andere

Heute nacht, 4h30 auf PREMIERE, wie von Detlef erwähnt, das Spitzenduell aus der Pacific Division, die Lakers bei den Sacramento Kings.

Die Lakers haben die Kings vorbeiziehen lassen müssen und liegen zweieinhalb Siege dahinter. Die Kings haben sich durch eine nahezu unglaubliche Siegesserie seit Mitte November zum derzeitigen NBA-Spitzenteam gemausert. Seit Mitte November: 22-4, die letzten zehn Spiele im November: 9-1, im Dezember 9-4, im Januar 6-1.

Die Lakers schwächeln hingegen. 4-6 in den letzten zehn Spielen, teilweise ohne drei ihrer Superstars. Nach drei Heimsiegen geht es nun wieder in ein lärmendes Auswärtsspiel. Mit Sicherheit ohne Bryant (fehlt noch 2-3Wochen) und Malone, vermutlich auch ohne Shaq. Horace Grant hat spielfrei bekommen, um zu seinen sterbenden Vater zu fahren.

Es sollte sich um eine punktereiche Partie handeln, da die Kings das angriffsfreudigste Team und die Lakers das dritteoffensivste Team der Liga sind, sollten heute nacht 200+x Punkte fallen.

Die Kings erzielen viele Punkte von der 3er-Linie, die Abwesenheit des in der Abwehr starken Bryant dürfte den Distanzwürfe der Kings eher zuträglich sein.

Die Lakers sind den Kings in Rebounds überlegen. Ob das heuer ohne Bryant und O’Neal noch der Fall sein wird… Die Lakers machen auch viele Freiwürfe, trotz einer hundsmiserablen Ausbeute. Die Kings sind aber kein Team das viele Fouls abgibt.

Schlimmer: die Lakers haben seit sieben Spielen, sprich seit Anfang Dezember, auswärts nicht mehr gewonnen.

Im Grunde genommen spricht also alles für die Kings. Um so bedeutender wäre ein überraschender Sieg der Lakers in der Arco Arena…

Und sonst?

Dallas wankt sich so durch die Saison mit zuletzt zwei Siege in Overtime, 4-4 im Januar, 6-4 in den letzten 10 Spielen, immerhin noch an 5ter Position im Westen, 3,5 Siege hinter den Spurs, aber nur 2 Siege vor dem achtplazierten.

Nowitzki scheint sich statistisch im Aufwärtstrend zu befinden, in sieben von acht Spielen machte er mehr Punkte als im Saisonschnitt, ist aber mit 20 Punkten i.d. Saison immer noch 5 Punkte unterhalb des Schnitts der letzten Saison.

Für die Schlagzeilen der Woche sorgten die Knicks. Der neue GeneralManager Isiah Thomas (letzte Saison noch extrovertierter Coach bei den Pacers, ehe Larry Bird ihn entliess) tat das seit einige Wochen erwartete und entließ den blassen Coach Don Chaney. Nachfolger wurde, einem ähnlichen Trend zum Senioren-Coach wie in der NFL folgend, Lenny Wilkens. Wilkins ist der routinierteste Coach der Liga, mit den meisten Siegen und Niederlagen in der NBA.

Die Öffentlichkeit ist unterschiedlicher Meinung über diesen Schritt. Die einen halten den 66jährigen Wilkins vor, dass er zu ähnlich wie Chanes sei: zu zurückhaltend, zu sehr Gentleman. Andere sagen wiederum dass Wilkins Chaney haushoch an Kompetenz und dadurch an Autorität überlegen ist.

Dies ist letztendlich der zweite große Schritt von Isiah Thomas, zum Umformen der Knicks, nachdem er vor einigen Wochen einen großen Deal einfädelte und u.a. Stephon Marbury aus Phoenix nach New York holte.

Nächsten Spiele

So, 18h30 Boston Celtic – San Antonio Spurs
Di/Mi, 2h30 Dallas Mavericks – New Jersey Nets

I’m lovin’ it

Die Chicago Bears haben nach langem Herumgeeiere die Suche nach einer Nachfolge für den gefeuerten Dick Jauron beendet und präsentieren nun Lovie Smith, jenen Coordinator der Defense der St.Louis Rams, die uns am letzten Wochenende alle ganz furchtbar beeindruckt hat, als sie nur 29 Punkte des “Offensiv-Powerhaus” Carolina Panthers zugelassen hat.

Nachdem die Bears nicht beim “High-Profile”-Coach Nick Saban von den LSU Tigers landen konnten, waren nur noch zwei Kandidaten auf der Liste: eben jener Lovie Smith und Russ Grimm, der OL-Coach der Steelers. Ersterer gilt als fachlich kompetent, aber versprüht, ähnlich wie Vorgänger Dick Jauron, das Charisma von Toastbrot. Grimm soll beim Interview mit den Bears ein rhetorisches Feuerwerk abgerannt haben und knapp vor standing ovation gestanden sein, aber gilt als noch etwas zu unerfahren.

Immerhin ist Smith der erste Schwarze der heuer engagiert wurde, trotz “Minority-Policy” der NFL.

Die Bills haben Mike Mularkey angeheuert, noch ein Assistent der uns dieses Jahr schwer beeindruckt hat. Der Mann der die Offense der Bills wiederbeleben soll, hat diese Saison bei den Steelers die 19tbeste Offense der Liga verantwortet.

Bleiben damit noch die Oakland Raiders als Headcoach-freie Zone übrig, dessen Besitzer Al Davis ein Faible für junge Trainerkräfte entwickelt hat. Sind nämlich billig.

Und ausgerechnet Ex-Giants Jim Fassel, der von den Medien als heißeste Trainer-Commodity seit g’schnitten Brot hochgejazzt wurde, ist immer noch ohne Posten.