Latin Kick auf PREMIERE

PREMIERE überträgt ab nächstes Wochenende Spiele der WM-Qualifikation in Südamerika. Und zwar nicht nur hier und da ein Spielchen eingestreut, sondern gleich einen Schwung von sechs Live-Spielen binnen einer halben Woche!

Guter Primera-Division-Ersatz!

Sa., 15.11. 18h55 Uruguay – Chile (live)
Sa/So., 1h25 Argentinien – Bolivien (live)
So., 22h00 Peru – Brasilien (live)
Mi., 22h40 Equador – Peru (live)
Mi/Do., 0h45 Brasilien – Uruguay (live)
Mi/Do., 2h55 Kolumbien – Argentinien (live)

TV am zweiten November-Wochenende

Im Schnelldurchgang:

Fußball

Bundesliga
Sa., 15h30 Hertha – Gladbach, Stevens-Watch
Hannover – Werder, Nord-Derby
Frankfurt – Stuttgart, Reimann-Watch (am 11.Nov gibt es ein Treffen Reimann + Eintracht-Vorstand, bei dem es um eine weitere Zusammenarbeit des immer unpopulärer werdenden Reimann gehen könnte)
Bochum – Köln, Koller-Watch vs. High-Flyer Neururer
HSV – 1860, Toppmöller-Watch: zwei Tore, zwei Tore fallenlassen

So., 17h30 Bayern – BVB, Leverkusen – Schalke, braucht man nix zu sagen, oder?

Premiere League
Sa., 15h55 Arsenal – Tottenham (PREMIERE, live)
So., 14h40 Liverpool – ManU (PREMIERE, live)
Mo., 20h55 Blackburn – Everton (PREMIERE, live)

Serie A
Sa., 20h30 Brescia – Bologna (PREMIERE, live)
So., 20h30 AS Roma – Lazio (PREMIERE, live)

NFL – Football

So., 19h Tennessee – Miami (PREMIERE, live)
Für beide Teams gilt es Catch-Up zu spielen, Schritt mit dem Leader der jeweiligen Division zu halten (New England + Indianapolis), auf die man 2 Spiele Rückstand hat. Wichtig für die Wildcards: beide Teams liegen in der AFC-Bilanz annähernd gleich gut (5 Spiele gewonnen, 4 gegen AFC-Teams). Tennessee ist upbeat, hat drei Spiele in Folge gewonnen, während für die Fins die Heim-Niederlage gegen die Colts wie kalte Dusche wirkte. Mit Surtain und Thomas sind in der Defense zwei wichtige Spieler verletzt. Fraglich ob sie spielen können.

Kommentatoren: CBS, Kevin Harlan, Randy Cross (grundsolides Team)

So., 22h15: Dallas Cowboys – Buffalo Bills
Die hochtourig gestarteten Bills wurden in der AFC East nach unten durchgereicht, während die Dallas Defense sich ligaweit Meriten erarbeitet hat und Cowboys-Coach Parcells Lorbeeren für den sagenhaften Turnaround der kaputten Franchise einheimst (6-2, Platz 1 in der NFC East). Das Spiel ist nur im Zusammenhang mit den anderen Spielen interessant. Die Bills können bei einem Sieg auf Tuchfühlung mit Miami gehen (falls diese verlieren) und die Cowboys würden bei einer Niederlage den Odem von McNabb und den Eagles spüren.

Kommentatoren: CBS, Greg Gumbel, Phil Simms.

Mo/Di., 3h00 Green Bay Packers – Philadelphia Eagles
Die Packs und Eagles haben eine sehr inkonstante Saison hinter sich. Die Eagles könnten mit einem Auswärtssieg im knuffigen Lambeau-Field beweisen, dass sie ihre Startprobleme hinter sich gebracht haben und McNabb landesweit alle Gerüchte über grottiges Pass-Spiel zerstreuen.

Philly und Green Bay brauchen Siege um Schritt mit dem Divisions-leader zu halten.

NHL – Eishockey

Sa., 19h05, NY Rangers – Philly Flyers (live, PREMIERE)
Beide Teams liegen zu Beginn der Saison hauteng in der Atlantic Division zusammen.

Boxen

Sa/So., 4h00 Weltmeisterschaft Halbschwergewicht Antonio Tarver – Roy Jones (PREMIERE, live)

Jones Jr. legte seine Titel im Halb-Schwergewicht ab, um Weltmeister im Schwergewicht zu werden. Unterdessen holte sich Tarver die Titel und fing einen verbalen Krieg mit Jones an. Nun geht Jones wieder zwei Gewichtsklasse runter um Tarver “eine aufs Maul zu hauen”.

Tarver hat Größenvorteile, die sich aber nicht auf die Reichweite auswirken. Beide annähernd gleich schwer, beide annähernd mit der gleichen Knockout-Quote. Tarver ist unerfahrener, hat nur halb so viele Profikämpfe wie Jones bestritten, gilt aber in unabhängigen Rankings als bester Halbschwergewichtler.

Mixed

Sa., 19h00 – 19h30 Interview mit Harry Valerien (XXP)
So., 8h15 Rugby-WM Frankreich – Irland, Viertelfinale (TV5, live)

Verdrahtet Schiris

Mal bei zwei anderen Sportarten nachgucken was dort in Sachen Schiris up-to-date ist.

In American Football gibt es für jeden Regelverstoß eine eigene Armbewegung und der Hauptschiedsrichter erklärt dem Publikum via Mikro die Entscheidung. Auffällig ist seit 2-3Jahren der Trend der White-Caps bei diffizileren Entscheidungen ausführlichere begründungen zu geben.

Keine schlechte geschichte für den Fußball, da nicht immer ersichtlich was denn nun abgepfiffen worden ist (Abseits? passives Abseits? Stürmerfoul? Zu schnell ausgeführter Freistoß?). Die explizite Erklärung wäre sicherlich too much für ein “fliessendes” Spiel wie Fußball, aber wäre z.B. bei einem Platzverweis angebracht.

Im Rugby ist der Schiri auch mit Mikro verdrahtet. Im Gegensatz zum Football ist aber das Mikro die ganze Zeit offen. So kann man also jeden Kommentar des Schiris am Fernseher hören. Bemerkenswert heute morgen, bei Australien – Schottland. Schotte provoziert Australier durch Tätscheln der Platte, der Australier schubst zurück. Normalerweise ein Fall für eine Zeitstrafe. Aber der Schiedsrichter geht zum Australier, erklärt ihm: “Pass auf, es gibt kein Gelb, weil ich gesehen habe dass du provoziert worden bist. Aber keine Selbstjustiz, der Referee bin ich und verlaß dich dadrauf daß ich eine Strafe aussprechen werde. Also bleib cool”.

Grandiose Schiri-Diplomatie.

Ein derart offenes Mikro könnte als eine Art Kontrolle für Schiri und Spieler dienen. Spieler müssten damit rechnen dass ihre mitunter unflätigen Worte landesweit übertragen werden. Ein kuscheliger, großäugiger Klose der den Schiedsrichter mit “Verficktes Arschloch” tituliert, wird möglicherweise einige Tage später einen Imageschaden zu spüren bekommen, der bei der nächsten verbalen Auseinandersetzung mit dem schwarzen Mann eher zu einem “Ja, Herr Schiedsrichter” führt. Vielleicht setzt es auch der elenden “Rudelbildung” ein Ende.

Umgekehrt würde ein solches Mikro vielleicht Schiris veranlassen ihre diplomatischen Fähigkeiten auszubauen, statt sofort für Nichtigkeiten eine harzige gelbe Karte zu zeigen.

Also: verdrahtet Schiris!

Serious stuff in Australien

Das Geplänkel in Australien hat ein Ende. Eine Vorrunde nahezu ohne Überraschung führte zu erwarteten Viertelfinals, die ausschließlich aus den Mannschaften des 5Nationen-Turniers (also ohne Italien) und den Top drei der Südhalbkugeln bestehen.

Wenn alles planmäßig läuft, werden die Halbfinals nächstes Wochenende echte Thriller mit den sich andeutenden Auseinandersetzungen zwischen Neuseeland und Australien sowie Frankreich gegen England.

Es gibt zwei Viertelfinals die ich als einigermassen “ergebnissoffen” betrachten würde: Neuseeland – Südafrika und Frankreich – Irland.

Folgende Übertragungen im Fernsehen:
Samstag, 8h30 LIVE Neusseland – Südafrika auf TV5 und im DSF
Samstag, 11h00 LIVE Australien – Schottland im DSF
Sonntag, 8h30 LIVE Frankreich – Irland auf TV5

Härtetest La Mannschaft

Man glaubt es kaum, aber in Frankreich spricht man schon vom Länderspiel gegen Deutschland nächste Woche Samstag.

Man weiß nicht wo man mit der Mannschaft steht. Die Qualigruppe mit der Slowakei, Israel, Malta und Zypern, war als Gradmesser eher grenzwertig. Die l’equipe tricolore hat nach der WM-Pleite (tor- und sigelos ausgeschieden) nur einen seriösen Gegner gehabt: die Tschechen in Paris. Und das Spiel hat man prompt verloren…

Man hat enorme Angst, dass die ganzen 3:0, 4:1-Siege gegen die Herren diverser levantinischer Auswahlmannschaften ein verzerrtes Bild der eigenen Spielstärke geben, und BRENNT auf das Spiel gegen “la Mannschaft” in der Arena AufSchalke.

Auf deutscher Seite kehren Nowotny, Freier, Jeremies und Deisler ins Aufgebot zurück. Ein Christian Rahn ist derzeit nicht mehr aufgeboten (noch verletzt?).

Die Franzosen kommen mit dem besten was sie aufbieten können, bis auf die verletzten Desailly und Viera. Spannend die Torwartfrage denn Santini deutet an mit Barthez zu starten, der seit 3-4 Monaten keine Spielpraxis mehr hat (sitzt in ManU auf der Bank, Transfer nach Marseille schlug fehl)

Die Mavs nach vier Spielen

Drei Siege nach der herben Auftaktniederlage gegen die Lakers. Sie konnten jedoch nur bei einem der Siege, gegen Utah, überzeugen. Der Walker-Deal vor der Season hat definitiv für mehr Wirbel gesorgt als der Start.

Sie nehmen, mit Ausnahme von Nowitzki, weniger Würfe als letztes Jahr. Walker nimmt recht viele Würfe (fast soviele wie Nowitzki). Und das Experiment Danny Fortson als Pseudo-Center ist erstmal gescheitert. Fortson ist aus der Rotation rausgekegelt und Shawn Bradley mal wieder reingekommen.

Fortson wird von “Nellie” vorgeworfen, seine Deckungsaufgaben nicht zu erfüllen. Umgekehrt heißt es von Bradley mal wieder, wie zu Beginn jeder Saison, er hätte unglaubliche Fortschritte gemacht und sei besser denn je. Diesmal vielleicht sogar mit einigem Fug und Recht, nachdem er sich in der Off-Season einer Knieoperation unterzog. So gesehen: Business as usual. “‘s Lebe dümpelt dahin”

Für den bis dato größten Furor sorgten bei Dallas übrigens die neuen, silbernen Trikots, die bei den Lakers getragen wurden, und die Mark Cuban nach dem Spiel auch sofort wieder wegschließen ließ. Es bleibt auswärts bei Blau.


Die neuen orangenen Auswärtshemden der Suns

Apropos: Irgendwann muss es hier auch noch mal thematisiert werden: das furchtbare neue(?) Logo der Rockets und die neuen Auswärtstrikots der Suns (von blau/lila nun zu orange/grau mit großem “PHX”)

Verbale Klavierkrawatte

Recht unsouverän kommt Klaus Toppmöller daher. Nachdem der HSV nun binnen acht Tagen zweimal eine 2:0-Führung versiebten, hat “Toppi” die Schuldigen ausgemacht: der Österreicher habe die Kondition schleifen lassen.

Es ist die eine Sache, dieser Ansicht zu sein (was ich nicht so glaube, weil der Kollaps gegen Schalke und Dortmund zu plötzlich kam). Eine andere ist es diese als Nachfolger-Trainer zu äußern und damit seinem Vorgänger in die Eier zu treten. Wie war das mit dem Zeigefinger und den anderen drei Fingern die dabei auf einem selber zeigen?

Dazu kommt das von ihm forcierte Gerede um die Zusammenstellung eines neuen Kaders für die nächste Saison.

Toppmöller hat Kredit verspielt. Nicht mit den Niederlagen/Unentschieden. Aber mit dem Nachtreten. Das ist sehr klavierkrawattig.

Genügend Puste in einer Meile Höhe

Hatte irgendjemand den Eindruck, ich hätte mich gestern auf die Colts als SuperBowl-Favorit festgelegt? Ähhh, kann ich das noch ändern?

Das was die New England Patriots heute nacht gezeigt haben, war nicht von schlechten Eltern. Im Kader nicht mit so guten Spielern besetzt wie die Colts, treten sie sehr geschlossen auf. Ist es das erste Mal dass ich die Pats diese Saison sehe? Mir ist irgendwie so. Ich bin baff über deren “Quick-Strike”-Fähigkeiten. Binnen einer Minute marschieren die mit einem rasiermesserscharfen Drive in die gegenüberliegende Endzone. Brady haut immer mal wieder 40-60yds-Pässe raus.

Die Lässigkeit mit der die Pats 140 Sekunden vor Schluß, drei Punkte in Rückstand liegend, den Ball nehmen und kurze Zeit später den Ball in die Endzone werfen und fangen… Rotzfrech.

Wenn ich mir die Inkonsistenz der NFC-Teams ansehe, wird der “wahre” Superbowl möglicherweise bereits eine Woche früher ausgetragen. In Indianapolis. Ähhh, nein, in Foxboro…, nein, Indy, nein, Foxboro…
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Aus Drachen werden Geisböcke

Das Chaos rund um die Franchises der NFL-Europe, bei der zirka zwanzig Zeitungen ihre eigene Interpretationen zu einer DPA-Meldung und einer Meldung auf sport.de abliefern, lichtet sich etwas.

Nach der Einstellung der Barcelona Dragons wird ein sechstes NFLE-Team in Köln stationiert. Dies geht jedenfalls aus einer Meldung des Tagesspiegels hervor, wonach der Coach von Berlin Thunder, Peter Vaas, das Kölner Team aufbauen wird (siehe auch Express, Kölner Statdanzeiger). Nickname und Logo sollen nächste Woche präsentiert werden. Vaas soll übrigens auch als General Manager fungieren, was mich angesichts seiner Unkenntnis der lokalen Medienszene sehr, sehr erstaunt. Der ganze Wechsel von Barcelona nach Köln wirkt sehr unvorbereitet. Köln steht noch ohne Organisation und Sponsoren da, wird in der ersten Saison auf Unterstützung der Marketingabteilungen in Düsseldorf und Frankfurt bauen müssen.

In der Region wird es vielleicht noch mehr NFLE-Teams geben. Die Option die die AufSchalke-Betreiber haben, wurde inzwischen von der NFLE bestätigt. Wenn AufSchalke will, muss die NFLE bis 2007 ein Ersatz für die nach der Saison 2005 nach Düsseldorf zurückkehrenden RheinFire schaffen.

Vier Franchises (Köln, Düsseldorf, Schalke, Frankfurt) binnen 300km? Es ist mir schleierhaft, wie das aufgehen soll. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, als würde die Liga versuchen ihr Dahinsiechen bis zum Exodus in 1-2 Jahren dadurch zu optimieren, dass monetäre und/oder nicht-monetäre aus Geldsäckeln gezogen werden.

Vom Pferd getreten

Die Indianapolis Colts (“Colts” = junge Pferde) haben mich gestern schwer beeindruckt und erkläre ich hiermit zu meinem SuperBowl-Favoriten.

Im Großen und Ganzen hatten die Colts bereits in den Vorjahren eigentlich die meisten Schlüsselelemente zusammmen (Manning, Harrison, James). Aber erstmals kann ich diese Saison einen gewissen Zug erkennen. Selbstvertrauen, Ego.

Man kann es auch an Coach Dungy und seinem zweiten Jahr bei den Colts festmachen. Dungy hielt ich bislang immer für einen exzellenten Defense-Coach, der allerdings nicht bereit ist, in der Offense Risiko einzugehen und nicht in der Lage ist, wenn es brennt, das Allerletzte aus seinen Zöglingen rauszuholen.

Dieses Jahr: wie weggeblasen. Erinnert sei an die unglaubliche Aufholjagd in Tampa Bay. Und auch in Miami gegenzuhalten, war alles andere als einfach.

Schlüsseldatum wird der 7te Dezember sein. Wenn die Colts die Titans noch ein zweites Mal abfiedeln, gibt es kein Halten mehr.